DDR4 ist zurück: Asrock bestätigt neues B550-Mainboard für AM4

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DDR4 ist zurück: Asrock bestätigt neues B550-Mainboard für AM4
Quelle: PCGH

Asrock hat gegenüber PCGH ein neues AM4-Mainboard mit B550-Chipsatz angekündigt und wird aufgrund der Speicherkrise insgesamt wieder stärker auf DDR4-Arbeitsspeicher und ältere Desktop-Plattformen setzen.

Asrock hat im Rahmen der CES 2026 gegenüber PCGH ein neues Mainboard mit B550-Chipsatz ("Promontory 19") für den altehrwürdigen Sockel AM4 ("PGA-1331") angekündigt und wird aufgrund der Speicherkrise und der damit verbundenen hohen Preise für DDR5-Speichermodule insgesamt wieder stärker auf DDR4-Arbeitsspeicher und ältere Desktop-Plattformen setzen. Mit dem Asrock H610M Combo kombiniert der taiwanische Hersteller zudem DDR4 und DDR5 mit dem Sockel LGA-1700 und Intels Core-i-Prozessoren der 12., 13. und 14. Generation. AMD hatte bereits in Aussicht gestellt, dass die AM4-Prozessoren ein Comeback feiern könnten.

Dem werden wohl auch die Mainboard-Hersteller entsprechend Rechnung tragen und wieder verstärkt auf alte oder sogar neue AM4-Mainboards setzen. Asrock äußerte sich im Rahmen CES 2026 folgendermaßen gegenüber der PCGH-Redaktion:

Sowohl die DDR5- als auch DDR4-Preise steigen, aber DDR5 ist wirklich extrem. Der absolute Preis von DDR4 ist immer noch niedriger. Wir glauben, dass sich der DDR4-Markt wieder erholen wird.

AMD versucht, Jahr für Jahr von AM4 auf AM5 zu wechseln, aber dieses Jahr werden sie wieder auf AM4 zurückgehen.

Deshalb werden wir nicht nur AM5-Boards haben; wir bringen bald auch ein neues B550-Mainboard, voraussichtlich im März.

— Asrock gegenüber PCGH

Doch auch der Sockel LGA-1700 für Alder Lake, Raptor Lake und Raptor Lake Refresh erhält weiterhin Liebe von Asrock. Das Asrock H610M Combo, welches sowohl DDR4 als auch DDR5 unterstützt, wird momentan in einer zweiten Version für alle Märkte vorbereitet und kommt auch in Europa in den Einzelhandel, so der Hersteller.

Aufgrund der DDR4- und DDR5-Preisproblematik haben wir auch ein einzigartiges Mainboard: ein H610M-Combo-Mainboard mit dualer Unterstützung für DDR4 und DDR5.

Das hilft Kunden beim Bestandsmanagement: heute DDR4, morgen DDR5 - das ist flexibler.

Das ist die erste Generation. Die zweite Generation kommt im Februar und wird kostenmäßig wettbewerbsfähiger sein: weniger DIMM-Slots, kleineres PCB, entfernte PCI-Slots.

Gen 1 war eine OEM-Sonderanfertigung für asiatische Kunden; Gen 2 wird weltweit verkauft, einschließlich Europa.

— Asrock gegenüber PCGH

Als "günstige(re)" Einsteigerlösung können auf Basis der AM4-Plattform und dem Sockel LGA-1700 noch immer brauchbare Gaming-PCs realisiert werden.

PCGH-X-Community will den Ryzen 7 5800X3D zurück

"Hey AMD, wir Spieler wollen den Ryzen 7 5800X3D zurückhaben!", sagen deshalb auch rund 73 Prozent der aktuell mehr als 800 Spieler aus der aktiven Community des PCGH-X-Forums, welche sich an der aktuellen Umfrage zu diesem spannenden Thema beteiligt haben. Viele, welche noch keine X3D-CPU besitzen, sehen in der Gaming-CPU eine günstige Möglichkeit ihre alte AM4-Plattform letztmalig aufzurüsten, während andere einen 5800X3D oder 5700X3D mit DDR4 insbesondere in der aktuellen Speicherkrise als vergleichsweise günstige Einstiegslösung ansehen.

Neben dem DIY-Segment könnten auch kleinere OEMs und Systembuilder von der Verfügbarkeit zumindest eines AM4-Prozessors mit 3D V-Cache profitieren und damit günstige Komplett-PCs mit DDR4-Arbeitsspeicher anbieten. Neue DDR4-Mainboards würden innerhalb der PCGH-X-Community aber wohl nur die wenigsten Spieler bei einem Neukauf berücksichtigen.

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Quelle: Asrock

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von mibbio Kabelverknoter(in)
        Zitat von _noid_
        Einfach das Design nehmen und auf 3nm verkleinern, optimieren, testen…
        Das ist alles andere als "einfach machen", da die Architektur in der Regel speziell für eine Fertigungsgröße entwickelt ist. Architektur und Node sind also recht stark miteinander gekoppelt. Ein Portierung auf eine andere Node ginge zwar prinzipiell, aber ist vom Zeit- und Geldaufwand nicht unbedingt mal eben so gemacht.

        Auf eine kleinere Fertigung wechseln dürfte noch vergleichsweise einfach machbar sein, da man dort im Wesentlich das Selbe nur in kleiner macht. Ggf. muss man da noch Änderungen hinsichtlich Leckströmen berücksichtigen und Spannungen & Taktraten entsprechend anpassen.

        Andersrum, also den Wechsl auf einen größeren Node, ist dann aber weit weniger triviial. Denn dort geht einem potentiell der Platz auf dem Chip aus, um die für die Architektur nötige Anzahl an Transistoren und deren Anordnung in der größeren Fertigung draufzubekommen. Da muss man also die ganze Architektur umdesignen, damit es auf die Chipfläche passt. Das passiert dann auch nicht kurzfristig, sondern nimmt mit allem Drum und Dran eher 12-24 Monate in Anspruch, wenn es überhaupt geht.
      • Von mibbio Kabelverknoter(in)
        Zitat von _noid_
        Einfach das Design nehmen und auf 3nm verkleinern, optimieren, testen…
        Das ist alles andere als "einfach machen", da die Architektur in der Regel speziell für eine Fertigungsgröße entwickelt ist. Architektur und Node sind also recht stark miteinander gekoppelt. Ein Portierung auf eine andere Node ginge zwar prinzipiell, aber ist vom Zeit- und Geldaufwand nicht unbedingt mal eben so gemacht.

        Auf eine kleinere Fertigung wechseln dürfte noch vergleichsweise einfach machbar sein, da man dort im Wesentlich das Selbe nur in kleiner macht. Ggf. muss man da noch Änderungen hinsichtlich Leckströmen berücksichtigen und Spannungen & Taktraten entsprechend anpassen.

        Andersrum, also den Wechsl auf einen größeren Node, ist dann aber weit weniger triviial. Denn dort geht einem potentiell der Platz auf dem Chip aus, um die für die Architektur nötige Anzahl an Transistoren und deren Anordnung in der größeren Fertigung draufzubekommen. Da muss man also die ganze Architektur umdesignen, damit es auf die Chipfläche passt. Das passiert dann auch nicht kurzfristig, sondern nimmt mit allem Drum und Dran eher 12-24 Monate in Anspruch, wenn es überhaupt geht.
      • Von _noid_ PC-Selbstbauer(in)
        Wäre schön, wenn man AM4 mit einer moderneren Node produzieren würde. Einfach das Design nehmen und auf 3nm verkleinern, optimieren, testen… Das hätte Potential und hätte keine logischen Herausforderungen wie etwa Zen4 auf DDR4 biegen zu wollen.
      • Von wakey PC-Selbstbauer(in)
        Einen Ryzen 9 5999X3D würd ich vermutlich schon kaufen wollen.
        Hab nen 5900X, ein 5950X wird sich nicht auszahlen.
      • Von Schorch78 Schraubenverwechsler(in)
        Eigentlich wärs ein 7800x3d geworden aber nun wirds ein 5800XT der zum Schluss noch die 2 alten DDR4 bekommt. Und wenn der es nicht mehr bringt, sind die Preise hoffentlich wieder normalisiert. Nicht dass ich nicht das neu System bezahlen hätte können, aber so verrückt bin ich nicht
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von TriadFish
        Das werden nicht besonders Viele sein und längst nicht Jeder verkauft sein altes System, wenn er sich ein Neues zusammenm stellt.
        Kommt drauf an. Es ist für diejenigen eine gute Option, die schon ein DDR4 System haben. Dann wird die Speicherkrise auch dafür sorgen, dass weniger PC, mit ihrem RAM, weggeschmissen werden. Schon aus zwei uralten Kisten, mit z.B. einem i5 6400 und 16GB RAM, kann man ein neues AM4 System machen (mit gurkigem RAM).

        Zitat von Ripcord
        Zumindest gebraucht finde ich noch 32GB Kits 3200/3600MT/s für 160-180€. Noch...

        Wer vor hat unter AM4 aufzurüsten sollte nicht mehr lange warten.

        Edit: Sogar welche ab 130€ gefunden. Hält sich ja derzeit in Grenzen. Neu aber deutlich über 200 Richtung 300.
        Da stellt sich dann die Frage, in wie fern du sie bekommst. Ich habe mir im September zwei mal 2x 32GB DDR4 3200 für damals 125€ bestellt und die wurden beide storniert. Erst bei 150€ hat es dann geklappt.
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