Asrock AM5-Mainboards: Das Drama um die Sticker ist aufgelöst

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Asrock AM5-Mainboards: Das Drama um die Sticker ist aufgelöst
Quelle: /u/PalmMallMars (Reddit)

Das Sticker-Drama bei Asrocks ersten AM5-Mainboards ist offenbar gelöst: Neuere Platinen werden ohne den Aufkleber ausgeliefert, und für frühere Lieferungen gibt es ein Umtauschprogramm.

Der Launch der eigenen AM5-Mainboards lief für Asrock nicht ganz glatt. Beim Erststart eines zusammengebauten Systems dauerte das Booten, je nach dem gewählten Speicherausbau, teils mehrere Minuten. Zwar kündigte das Unternehmen schon Anfang September ein entsprechendes UEFI-Update an, doch dieses war zum Launch nicht auf allen Platinen installiert. Aus diesem Grund griff Asrock auf einen Workaround zurück: Bei einigen frühen AM5-Platinen wurde ein Sticker auf den RAM-Slots aufgebracht, der die lange Boot-Zeit erklärte.

Sticker-Drama und Austauschservice

Mit diesem Aufkleber kam aber gleich das nächste Problem. Die Nutzer wussten zwar nun, dass die lange Boot-Zeit nicht mit einem Defekt zusammenhängt, doch dafür ließ sich der Sticker nicht ganz entfernen. Im Internet tauchten mehrere Berichte auf, dass der Aufkleber Rückstände auf den RAM-Slots zurücklässt. Diese mussten die Kunden mühsam einzeln entfernen, ohne dabei die Slots zu beschädigen.

Inzwischen hat Asrock glücklicherweise auch auf dieses Problem reagiert. Durch das bereits verfügbare UEFI-Update ist der Sticker bei den aktuell ausgelieferten Mainboards nicht mehr notwendig, also müssen Nutzer ihn auch nicht entfernen. Für Kunden, die noch Platinen mit Sticker erhalten haben, hat das Unternehmen nun zudem einen Austauschservice aufgelegt.
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Wer ein Mainboard mit Sticker erhalten hat, und sich durch die Rückstände verunsichert fühlt, kann sich demnach beim Händler melden. Dieser kann dann offenbar an Asrocks Austauschprogramm teilnehmen. So sollen betroffene Kunden schließlich eine Ersatzplatine geliefert bekommen, die ohne lästige Rückstände am Arbeitsspeicher daherkommt.

Quelle: Asrock (Pressemitteilung)

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Man könnte, wenn man als Hersteller das Problem erkannt hat, alternativ auch ein stabileres Material versuchen. Als im Frühjahr eine Wolke Saharastaub über Süddeutschland zog, waren einige Mainboard-Samples schon nach einmal Staubwischen voll mit Microkratzern, obwohl ich alles lose vorher weggeblasen habe. Sieht man dank der Abbildungsqualität zum Glück nicht auf Fotos, aber die ach-so-tolle-Hochglanzoptik ist ganz schnell Geschichte, wenn man die Folie nicht drauf lässt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Man könnte, wenn man als Hersteller das Problem erkannt hat, alternativ auch ein stabileres Material versuchen. Als im Frühjahr eine Wolke Saharastaub über Süddeutschland zog, waren einige Mainboard-Samples schon nach einmal Staubwischen voll mit Microkratzern, obwohl ich alles lose vorher weggeblasen habe. Sieht man dank der Abbildungsqualität zum Glück nicht auf Fotos, aber die ach-so-tolle-Hochglanzoptik ist ganz schnell Geschichte, wenn man die Folie nicht drauf lässt.
      • Von IICARUS
        Solche Folien finde ich mit neuer Hardware irgendwie sehr reizvoll, besonders dann, sobald ich es geschafft habe, eine Ecke davon lost zu fummeln.

        Zitat von Pokerclock
        Ich kann Folien auf Hochglanzoberflächen, Glas und Acryl nachvollziehen. Das braucht man nur schief ansehen und schon sind die ersten Kratzer drin.
        Besonders wenn es sich dann noch um Acrylglasplatten handelt, die selbst noch bearbeitet werden.
      • Von Pokerclock Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Spekilatius
        Ich stell mir die Frage, ob du 100€-200€ für ein Mainboard ausgeben würdest wo Kratzer drauf sind. Oder dein Smartphone, würdest du das Neu mit kleinen Kratzern kaufen? Ich glaube nicht.
        Im Jahr 2022 wirst Du auf 100€-Mainboards sehr wahrscheinlich keine Folien finden, da die Preisklasse mittlerweile den Billigstboards von Sockel 1700 und AM5 vorbehalten ist.

        Ich kann Folien auf Hochglanzoberflächen, Glas und Acryl nachvollziehen. Das braucht man nur schief ansehen und schon sind die ersten Kratzer drin.

        Was ich nicht verstehe, sind die oben genannten Beispiele, bei denen regelmäßig gezeigt wird, dass manche Hersteller es auch ohne Folie kratzerfrei zum Kunden bringen können, andere wiederum nicht. Ergo geht es, wenn man es will.
      • Von Spekilatius Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Pokerclock
        Ohnehin nimmt diese Aufkleber/Schutzfolien-Seuche massivst überhand. Warum muss man heutzutage I/O-Blenden, Lüfteraufkleber (!) und stumpfes, mattes Plastik noch mit penetranter Folie versehen? Frage geht speziell an Asus. Die Weltmeere noch nicht genug mit Mikroplastik verseucht?
        Die Plastikteile werden woanders produziert, kommen dann in riesige Kartons, Teil auf Teil und werden dann zum Ort des Zusammenbaus geliefert. Was meinst du wie die Teile aussehen, wenn 10000 Teile aufeinander hin und her schrabben.
        Das Plastikteil wäre komplett verkratzt.

        Ich stell mir die Frage, ob du 100€-200€ für ein Mainboard ausgeben würdest wo Kratzer drauf sind. Oder dein Smartphone, würdest du das Neu mit kleinen Kratzern kaufen? Ich glaube nicht.
      • Von Edelhamster BIOS-Overclocker(in)
        Sehen wir das Positive, der gewählte Aufkleber ist erwartbar auch nach zwei Jahren Ausstellung des Mainboards im sonnengefluteten Schaufenster des PC-Händlers um die Ecke noch an Ort und Stelle^^
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