Ryzen 7000: AMD stellt A620-Chipsatz vor und verspricht Boards ab 85 US-Dollar

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AMD Ryzen 7000
Quelle: AMD

AMD hat den neuen A620-Chipsatz jetzt auch offiziell vorgestellt und im Zuge dessen darauf basierende Mainboards zu Preisen ab 85 US-Dollar versprochen. Damit würde die AM5-Plattform für Einsteiger schlussendlich preislich doch noch einmal deutlich attraktiver werden und Platinen mit B660- und B760-Chipsatz für Intel Raptor Lake gehörig Konkurrenz machen.

Nachdem bereits zuvor die beiden Mainboardhersteller Asus und Asrock ihre ersten AM5-Hauptplatinen mit A620-Chipsatz vorgestellt hatten, hat nun auch AMD seinen neuen PCH ("Platform Controller Hub") auf Basis des PCH-Chips "Promontory 21" offiziell gemacht. Im Zuge dessen versprach der Hersteller darauf aufbauende Mainboards für AMD Ryzen 7000 ("Raphael") zu Preisen ab 85 US-Dollar.

Der A620 soll den B660 und B760 ins Visier nehmen

Damit würde die AM5-Plattform für Einsteiger schlussendlich preislich doch noch einmal deutlich attraktiver werden und den Platinen mit B660- und B760-Chipsatz für Intel Raptor Lake gehörig Konkurrenz machen. Insbesondere die Kombination eines B660- oder B760-Mainboards mit einem aktuellen Core i5 konnte bislang die günstigeren Plattformkosten gegenüber einer AM5-Kombo ausspielen.

Das soll sich jetzt ändern und die AM5-Plattform mit der Hilfe des A620-Chipsatzes auch zur ersten Wahl für Einsteiger werden.

"AMD hat heute seinen neuen A620-Chipsatz angekündigt. Dieser ermöglicht es Anwendern, die Leistung der Ryzen 7000-Prozessoren mit den Funktionen und der Leistung der AM5-Plattform zu nutzen - und das schon ab 85 US-Dollar."

"Er [der A620-Chipsatz] bietet eine optimierte, zuverlässige Plattform mit zahlreichen Anschluss- und Bandbreitenoptionen. Dazu gehören Optionen wie DDR5-Arbeitsspeicher, AMD EXPO-Technologie, Speicherübertaktung mit einem Klick und bis zu 32 PCIe 4.0-Lanes, um auch anspruchsvollen Heim- und Büroanwendern gerecht zu werden."

Der AMD-A620 Chipsatz ist ab heute erhältlich.

AMD via Pressemitteilung per E-Mail

Zum offiziellen Release des neuen Einsteiger-Chipsatzes für die AM5-Plattform durch AMD zogen auch die Bordpartner entsprechend mit. Neben Asus und Asrock, die als erste Hersteller entsprechende Mainboards vorgestellt hatten, sind jetzt auch die A620-Mainboards weiterer Partner freigegeben worden.

Biostar, Gigabyte und MSI präsentieren A620-Mainboards

Nach Asus und Asrock haben jetzt auch Biostar, Gigabyte und MSI ihre Mainboards mit A620-Chipsatz vorgestellt. Insgesamt sind jetzt elf Hauptplatinen mit dem neuen Chipsatz von fünf Herstellern präsentiert worden.

  • Asus
    • Asus TUF GAMING A620M-PLUS WIFI
    • Asus TUF GAMING A620M-PLUS
    • Asus PRIME A620M-A-CSM
  • Asrock
    • Asrock A620M-HDV/M.2+
    • Asrock A620M-HDV/M.2
    • Asrock A620M Pro RS WiFi
    • Asrock A620M Pro RS
  • MSI
    • MSI A620M-E
  • Gigabyte
    • Gigabyte A620M Gaming X
    • Gigabyte A620M Gaming X AX
  • Biostar
    • Biostar A620MP-E Pro

Weitere Modelle werden möglicherweise mit der ersten Revision des Chipsatzes folgen, die auf einen neuen PCH-Chip setzen soll.

Promontory 22 soll später auf Promontory 21 folgen

Die erste Revision des neuen A620-Chipsatzes soll demnach dann mit einem neuen "Promontory 22" realisiert werden, welcher deutlich einfacher aufgebaut sein soll, aber dieselben Spezifikationen liefern dürfte. Das wiederum soll AMD die Möglichkeit geben, die für den A620 ohnehin nicht benötigten Funktionen gar nicht erst implementieren und anschließend deaktivieren zu müssen und den A620-Chipsatz so noch einmal deutlich günstiger anbieten zu können. Günstigere Mainboards wären die Folge.

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ebastler Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Den H610 hat eine AM5-CPU schon weitestgehend alleine in der Tasche. (Nur die SATA-Ports fehlen, dafür sind die abseits des Grafikkarten-Slots verfügbaren Lanes bis zu viermal so schnell.)
        Schön wäre es, wenn man AM5 als SoC betreiben könnte - ich würde ein "X600" Desktop Board sofort kaufen - mATX oder ATX, AM5, 2 RAM slots, und halbwegs sinnvolle VRMs. Ich brauche im Desktop 1 NVMe, 1x PCIe x16, 2 mal internes USB, 4 mal externes USB und bin bedient. Dazu noch ein E-Key Slot für WiFi und einmal GigE.

        Will keinen aufgeblähten Chipsatz kaufen der Preis, Verbrauch und Komplexität mit sich bringt für Features die ich nie benötige. Leider scheine ich damit allein zu sein, oder AMD interessiert sich einfach nicht für uns

        Die CPUs könnten so viel, wenn ein Boardpartner oder AMD das nur mal auch auf ein Board bringen würden.
      • Von ebastler Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Den H610 hat eine AM5-CPU schon weitestgehend alleine in der Tasche. (Nur die SATA-Ports fehlen, dafür sind die abseits des Grafikkarten-Slots verfügbaren Lanes bis zu viermal so schnell.)
        Schön wäre es, wenn man AM5 als SoC betreiben könnte - ich würde ein "X600" Desktop Board sofort kaufen - mATX oder ATX, AM5, 2 RAM slots, und halbwegs sinnvolle VRMs. Ich brauche im Desktop 1 NVMe, 1x PCIe x16, 2 mal internes USB, 4 mal externes USB und bin bedient. Dazu noch ein E-Key Slot für WiFi und einmal GigE.

        Will keinen aufgeblähten Chipsatz kaufen der Preis, Verbrauch und Komplexität mit sich bringt für Features die ich nie benötige. Leider scheine ich damit allein zu sein, oder AMD interessiert sich einfach nicht für uns

        Die CPUs könnten so viel, wenn ein Boardpartner oder AMD das nur mal auch auf ein Board bringen würden.
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von sinchilla
        Lernen durch Schmerz bzw ausbleibenden Umsatz. Ich bin sicher nicht der einzige auf den Platinen im hohen dreistelligen Bereich keinerlei Reize auslösen.
        Ich habe das mal für dich ergänzt
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von theGucky
        PCIe 5.0 hat NICHTS mit dem Chipsatz zu tun. Zen4 bietet 24 PCIe 5.0 Lanes von der CPU für GPU und mind 1x M.2, weitere 4 gehen zum Chipsatz.
        Das ist ja auch die große Kritik am Chipsatzlineup, dass die Limits nichts mit den eigentlichen Chipsatz zu tun haben.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn AMD PCI-E 5.0 freigeben würde, wäre das resultierende Board ein A620E.
        Es stimmt schon, eigentlich könnte man sich doch durchaus einen A620E vorstellen. In die Liste...
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        ...würde er sich eigentlich gut einordnen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Maddoc6
        „ Der A620 soll den B660 und B760 ins Visier nehmen“

        Das ist aber sehr sportlich AMD. Ich glaube ein Vergleich zum H610 wäre hier wohl passender.
        Den H610 hat eine AM5-CPU schon weitestgehend alleine in der Tasche. (Nur die SATA-Ports fehlen, dafür sind die abseits des Grafikkarten-Slots verfügbaren Lanes bis zu viermal so schnell.)
        Aber ja: B760 + RPL anzugreifen wäre sehr sportlich; die Combo liegt in seinen Fähigkeiten schließlich nur minimal unter dem B650E + Ryzen 7000. Und bei den zwei größten Schwachstellen (kein Tuning und real kein zweiter USB 3.2 aus Mangel an 3.1ern) hat der A620 wohl nicht so wirklich einen Vorteil.

        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Wie sollte das denn gehen? Die E-Variante zeichnete sich doch durch PCIe-5-Garantie aus und gerade PCIe-5 fehlt doch vollständig.
        Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn AMD PCI-E 5.0 freigeben würde, wäre das resultierende Board ein A620E.
        Aber in Anbetracht von 30-60 Euro Preisabstand zwischen vergleichbaren 4.0er und 5.0er Boards in höheren Preisregionen, obwohl da die bessere PCB-Qualität teils schon aus anderern Gründen beim nicht-E-Modell gegeben ist, halte ich einen A620E für unwahrscheinlich. Wer zahlt im Low-End-Segment 50-80 Prozent Aufpreis für einen Schnittstellenstandard, der nur in Kombination mit High-End-Hardware genutzt werden kann?

        Zitat von chill_eule
        PBO, CO und sonstiges CPU tuning sind also tatsächlich gestrichen?
        Scheint so. Ich muss nächste Woche mal gucken, ob ich AMD oder den Mainboard-Herstellern ein paar präzise Informationen entlocken kann. Die Kommunikation im Vorfeld bestand leider aus "A620? Nie gehört". Da fällt die Berichterstattung dann leider etwas knapper aus.
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        PBO, CO und sonstiges CPU tuning sind also tatsächlich gestrichen?
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