AMD vertagt B650-Aus: Chipset-Rente wegen RAM-Preisexplosion verzögert [Bericht]
AMD will die Produktion des B650-Chipsets länger als geplant aufrechterhalten. Der Grund liegt in der anhaltenden Speicherkrise, die Käufer davon abhält, große Upgradeinvestitionen zu tätigen.
Ursprünglich galt AMDs B650-Chipsatz bereits im vergangenen August als "End of Life" - die Produktion sollte im dritten Quartal 2025 eingestellt werden, um Platz für den Nachfolger in Form der B850-Mainboards zu schaffen. Ein neuer Leak im Board-Channels-Forum behauptet nun, dass AMD diesbezüglich eine Rolle rückwärts vollzieht: Das Unternehmen habe gegenüber seinen Partnern erklärt, dass der B650-Chipsatz nicht eingestellt wird.
Speicherkrise sorgt für Umdenken
Die Ursache für die Kehrtwende liegt in der Speicherkrise, die den PC-Markt seit Wochen bestimmt. Insbesondere Arbeitsspeicher ist in den vergangenen Wochen im Preis schier explodiert. Eine nicht direkt offensichtliche Konsequenz: Die Verkäufe von Mainboards sollen im vergangenen November im Vorjahresvergleich um die Hälfte zurückgegangen sein; auch der laufende Dezember sieht diesbezüglich nicht gerade rosig aus.
Gewissermaßen verschieben Kaufinteressierte aktuell ihre Upgrade-Pläne, wenn das hierfür notwendige DDR5-Speicherkit unerwartet teuer wird. Wo ein Komplettpaket aus CPU, Mainboard und RAM vor wenigen Monaten noch bei 500 bis 600 Euro lag, addieren sich diese Kosten aktuell aufgrund des teureren Arbeitsspeichers flugs auf das Doppelte zusammen - für viele ein Grund, die Kaufentscheidung nach hinten zu schieben.
Mit der vertagten Einstellung des B650-Chipsatzes will AMD diese Gedankengänge wieder ein wenig positiver gestalten. Immerhin hatten B650-Mainboards während ihres Lebenszyklus den Ruf, im Vergleich zu aktuellen Mainboards einen wesentlich günstigeren Einstiegspunkt in die Welt der AMD-Systeme zu liefern. Die zugehörigen Hersteller sollen bereits damit angefangen haben, ihre Produktionskapazitäten anzupassen und wieder mehr B650-Produkte zu produzieren, sodass der Markt hier demnächst wieder in Bewegung kommen dürfte.
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* In/Out Hub, ugs. fälschlicherweise auch als Chipsatz bezeichnet, obwohl bei modernen Plattformen nur X670(E) sowie X870(E) aus einem Satz von Chips besteht. X670(E) aus je zwei identische IOH, der X870 aus einem IOH + USB4-Controller, der X870E aus zwei identischen IOH + 1x USB4-Controller.
Der Vollständigkeit halber: Intel verwendet anstatt IOH die Bezeichnung Platform Controller Hub (PCH).
* In/Out Hub, ugs. fälschlicherweise auch als Chipsatz bezeichnet, obwohl bei modernen Plattformen nur X670(E) sowie X870(E) aus einem Satz von Chips besteht. X670(E) aus je zwei identische IOH, der X870 aus einem IOH + USB4-Controller, der X870E aus zwei identischen IOH + 1x USB4-Controller.
Der Vollständigkeit halber: Intel verwendet anstatt IOH die Bezeichnung Platform Controller Hub (PCH).
Achte drauf das beim Lane Sharing der PCIe Slot für die Grafikkarte nicht geteilt wird.
Wie z.B. beim:
MEG X870E GODLIKE
MPG X870E CARBON WIFI
Bei den anderen MSI MB wird die Grafikkarte mit 16 Lanes angebunden:
MAG X870E TOMAHAWK WIFI
MAG X870 TOMAHAWK WIFI
X870E GAMING PLUS WIFI
X870 GAMING PLUS WIFI
PRO X870E-P WIFI
PRO X870-P WIFI
Deine Quelle
Falls du dir das holen willst, dann folgender Hinweis: Wenn man kein USB4 braucht, würde ich kein X870 (non-E) kaufen. Auch wenn man bei diesem Board den USB4-Controller abschalten, und die 4 Lanes komplett für den zweiten M.2 nutzen kann. MSI ist iirc der einzige Hersteller, der das bei (fast) jedem seiner X870(E) Boards ermöglicht, daneben gibts nur 1-2 weiteren die auch solche Konfigurationsmöglichkeiten bieten.
Und ich beschäftige mich tatsächlich gerade mit diesem Aspekt, den Du hier ansprichst. Ich bin deswegen auf die E-Variante des Boards umgeschwenkt. Dann habe ich es ja richtig verstanden. Danke für die Bestätigung.
Falls jemand auch am überlegen ist: Die MSI E-Boards haben einen zweiten Speichercontroller und müssen daher weniger Lane Sharing betreiben. Siehe:
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Ich kann manche Dinge schlecht vorhersehen. Meinen jetzigen Rechner habe ich 10 Jahre genutzt. Der, den ich jetzt baue, soll genau solange halten. Vielleicht ist USB4 irgendwann mal ein Thema und dann freue ich mich, dass ich es habe.