AMD: AM5-Entwickler-Mainboards über PCI-E-Karten mit Chipsets erweiterbar
Gamers Nexus besuchte AMD, um sich unter anderem die Entwicklungsboards für Mainboard-Chipsätze anzusehen. Dank eines Multi-Chip-Designs können auf den AM5-Test-Mainboards mehrere Chipsätze über PCI-E-Karten miteinander verbunden werden.
Kürzlich besuchte der bekannte Tech-Youtuber Steve Burke von "Gamers Nexus" AMD zu einer Werksführung. Dabei zeigen zwei Mitarbeiter des Hardware-Konzerns ein Entwicklungsboard für Mainboard-Chipsätze des aktuellen Sockels AM5: Der Chipsatz auf dem Mainboard fehlt hier, stattdessen werden Chipsatz-Erweiterungskarten in einen PCI-Express-Slot gesteckt. Offenbar können mehrere dieser Karten hintereinander geschaltet werden.
AM5-Mainboards im Multi-Chiplet-Design
Ermöglicht wird dies durch AMDs eigene Mainboard-Spezifikation, nach der ein AM5-Motherboard auch ohne Chipsatz betrieben werden kann. Mit Erweiterungskarten können Mainboard-Entwickler so eine Vielzahl von Chipsatz- und I/O-Konfigurationen abbilden. Denn wie bereits bei den Zen-4-CPUs und RDNA-3-Grafikkarten (RX-7000-Serie) setzt AMD auch bei der aktuellen Mainboard-Generation auf das Multi-Chip-Design.
Ein einzelner Promontory-21-Chipsatz (PROM21) dient als Basis für die B650(E)-Mainboards, zwei PROM21 zusammen ergeben die I/O-Ausstattung der X670(E)-Serie. Mit den zusammengesteckten Entwicklungsboards können somit PCI-E-Steckplätze, Controller und Mainboard-Schaltungen getestet werden, ohne komplette Test-Mainboards herstellen zu müssen.
Es sieht so aus, als ob man fast unendlich viele dieser Testplatinen mit Chipsätzen zusammenbauen kann, solange man sich an die PCI-Express-4.0-Spezifikation hält. Die beiden AMD-Mitarbeiter in dem Video von Gamers Nexus geben jedoch nicht an, wie viele dieser Karten mit Chipsätzen sie bereits zusammenstecken konnten.
Die Entwicklungsboards nutzen dabei das Multi-Chipset-Layout der Mainboards aus dem Consumer-Bereich. Auch hier bilden zwei Chipsätze vom Typ Promontory 21 die High-End-Motherboards X670 bzw. X670E. Der Hardware-Hersteller Asrock plant zudem eine Erweiterungskarte, um einen B650 auf die I/O-Ausstattung der X670-Boards zu hieven.
Quelle: Gamers Nexus via Tomshardware

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