Razer Deathadder V4 Pro im Test: E-Sports-Maus mit toller, aber teurer Technik
Die Razer Deathadder V4 Pro hat im Vergleich zum Vorgänger nicht nur abgespeckt. Razer spendiert der von Profis für Profis gemachten Maus auch technische Innovationen wie das optische Mausrad und den Focus Pro 45K mit 45.000 DPI. Profitieren auch Otto-Normal-Gamer von der teuren Technik?
In diesem Artikel
Immer mehr Hersteller holen sich bei der Entwicklung einer neuen Gaming-Maus prominente Profi-E-Sportler mit ins Boot. Das hat auch Razer gemacht und sich beim Entwicklungsprozess der Deathadder V4 Pro vom Counter-Strike-Profi Nikola "NiKo" Kovac (Team Falcons) beraten lassen. Teil der Zusammenarbeit war auch der mit einem schwarz-weißen Tarnmuster versehene Erlkönig-Prototyp, den NiKo, aber auch andere Elitespieler bereits vorab auf der Turnierbühne getestet haben. Schon ab März 2025 wurde der Erlkönig dort gesichtet, was für viele Spekulationen in der E-Sports-Community sorgte.
Quelle: PCGH
Erlkönige kannte man bisher nur aus dem Automobilbereich. Bei der Entwicklung der Deathadder V4 Pro setzte auch Razer auf ein als Erlkönig Prototype bezeichnetes Modell, das getarnt auf der E-Sports-Bühne zum Einsatz kam.
Mit Vermutungen ist spätestens seit dem 10. Juli 2025 Schluss, denn seitdem ist sie erhältlich, die neue Deathadder V4 Pro. Sie ist nicht nur 10 Prozent leichter als ihr ebenfalls schon für E-Sports konzipierter Vorgänger. Mit der laut Razer für Profis gemachten E-Sports-Maus gibt auch jede Menge neue Maustechnik ihr Debüt. Darunter sind der neue Razer Focus Pro 45K Gen-2 mit 45.000 DPI, ein Scrollrad, das Eingaben optisch verarbeitet, der Dongle mit auffälligem, halbkugelförmigem Design und die neue Hyperspeed-Wireless-Gen-2-Übertragungstechnik mit 8.000 Hz Hyperpolling. Von diesen technischen Finessen sollen primär Profi-E-Sportler profitieren. Wie bei Sportgeräten üblich, soll natürlich auch der ganz normale Spieler Vorteile beim Zocken haben. Allerdings muss der bereit sein, für die E-Sports-Maus 180 Euro auf die Ladentheke zu legen. Mein Test zeigt, ob sich diese Investition lohnt?
Testtabelle als Bewertungsbasis
| Produkt | Deathadder V4 Pro |
|---|---|
| Hersteller/Vertrieb (Webseite) | Razer (www.razer.com/de-de) |
| Preis/Preis-Leistung/Verabeitung | Ca. € 170,-/ausreichend minus/sehr gut |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/5761210856 |
| Bauart/Anschluss/Verarbeitung | Drahtlos/Hyperspeed Wireless Gen-2 Dongle/USB-C-auf-USB-A-Kabel |
| Empfohlener Spielstil geeignet für | Low-, Mid- und High-Sense/Rechtshänder |
| Ausstattung | 1,55 |
| Abtastung/Lasertyp | Optisch (IR-LED)/Focus Pro 45K Optical Sensor Gen-2 |
| Anzahl Tasten | 5 + Scrollrad |
| Maximale Auflösung | 45.000 Dpi (Abtasthilfen per ARM-CPU) |
| Kabellänge | 200 cm (Ladekabel/Anschlusskabel Empfänger) |
| Sonderausstattung | DPI-Umschaltung mit 5 Stufen, 1 DPI-Schritte (Schalter auf Unterseite und LED hinterm Scrollrad), Hypershift-Tastenverdoppelung, Speicher für 5 Profile und Makros, ARM-MCU für Advanced Software Features wie Dynamische Empfindlichkeit oder Rotation, 5 programmierbare Tasten, 8.000 Hz Polling, optisches Scrollrad mit Gummierung, Optical Switch Gen-4 für die Haupttasten, Razer Grip-Tape-Set, flexibles Kabel, Hyperspeed Wireless Gen-2 Dongle mit 3 Status-LEDs |
| Eigenschaften | 1,20 |
| Größe/Gewicht/Volumen (angenähert) | 44,0 × 68,0 × 128,0 mm/57 g/100 cm³ |
| Druckpunkte Haupt-/Sondertasten | Sehr gut/gut bis sehr gut |
| Druckpunkt/Rasterung Scrollrad | Sehr gut/sehr gut |
| Funktionsumfang und Features Software | Sehr gut/Optionen: Oberflächenkalibrierung mit asymmetrischem Trennungspunkt, Dynamische Empfindlichkeit, Mouse Rotation, Sensitivity Matcher, Smart Tracking, Motion Sync |
| Leistung | 1,03 |
| Gesamtnote (Fazit) | 1,16 |
Ikonisches Gehäusedesign, Gewichtsverlust und neue Technik
Beim ersten genaueren Blick auf die Razer Deathadder V4 Pro fällt sofort auf, dass der Peripheriespezialist nicht zuletzt auch aufgrund der Expertise des Counter-Strike-Profis NiKo das ikonische Deathadder-Design beim neuesten Modell beibehält. Lediglich die beiden Seitentasten sind im Vergleich zum Vorgänger, der Razer Deathadder V3 Pro, etwas geschrumpft und werden jetzt durch einen ca. 3 mm breiten Steg voneinander getrennt. Dazu bemerke ich beim Wiegen der beiden kabellosen Gaming-Mäuse, dass Razer das Gewicht der Razer Deathadder V4 Pro durch Änderungen bei der Struktur und dem Material des Gehäuses sowie andere Bauteile um 7 Gramm auf 57 Gramm reduziert hat. Diese Gewichtsreduktion, die sogar spürbar ist, ermöglicht nicht nur professionellen E-Sportlern schnellere und leichtere Mausbewegungen.
Quelle: PCGH
Mit Ausnahme der geänderten Größe der Seitentasten und dem von 64 g (Razer Deathadder V3 Pro) auf 57 g (Deathadder V4 Pro) reduzierten Gewicht gibt es keine Unterschiede zwischen den beiden Deathadder-Modellen.
Dem Festhalten an der ikonischen Form, dem geringen Gewicht und der Tastenzahl (zwei Haupt- und zwei Seitentasten) steht die technische Frischzellenkur gegenüber. Das Erste, was Razer erneuert, ist die Drahtlosübertragungstechnik. Hyperspeed Wireless Gen-2 arbeitet mit, so Razer, einer Latenz von nur 0,291 ms. Damit reagiert die Gaming-Maus nicht nur besonders direkt, was ideal für das kompetitive Spielen ist. Es macht Sie auch fit für Razers Hyperpolling-Technologie, bei der auch ein schnurloser Datenaustausch mit 8.000 Hz bei minimaler Latenz möglich ist.
Ebenfalls neu ist der wie eine Halbkugel geformte, mit einer erhöhten Antenne versehene Wireless-Gen-2-Dongle. Der gefällt mir nicht nur optisch, sondern leistet sich im Test auch keinerlei Aussetzer. Er ist zusätzlich, und das ist sehr hilfreich, mit drei farbigen LEDs bestückt. Die zeigen je nach Ihren persönlichen Einstellungen in der Software den Akkustand, die Verbindungsqualität, die Abtastrate oder die von Ihnen gewählte DPI-Stufe an. Weitere technische, sogar innovative Highlights der Razer Deathadder V4 Pro sind der Razer Focus Pro 45K Optical Sensor Gen-2 und ein Scrollrad, das nicht mehr mit einem mechanischen, sondern optischen Encoder abtastet.
Während Razer mit dem neuen High-End-Sensor die DPI-Grenze auf 45.000 DPI hochschraubt - mehr zum praktischen Nutzen später - ist ein optisches Mausrad ein echtes Novum. Die Vorteile des angenehm direkt und präzise einrastenden und zusätzlich mit einer Gummierung versehenen Mausrads liegen auf der Hand. Die Scroll-Präzision steigt, Ghost Scrolls und Reverse Inputs werden konsequent vermieden und die Lebensdauer verdreifacht sich. Letzteres kann ich natürlich nicht überprüfen, ist aber die logische Konsequenz aus der Tatsache, dass bei einem optischen Scrollrad kein physischer Kontakt mehr entsteht.
Razer Deathadder V4 Pro im Test
Optik statt Mechanik ist übrigens auch bei den Schaltern für die Haupttasten der Razer Deathadder V4 Pro Programm. Optische Haupttastenschalter gehören schon seit der ersten Viper zur Ausstattung von Razer-Mäusen. Mittlerweile ist man mit dem Razer Optical Mouse Switch Gen-4 bei der vierten Generation angekommen. Für die garantiert Razer nicht nur eine Lebensdauer von 100 Mio. Klicks, die Switches benötigen auch etwas weniger Betätigungskraft (ca. 12 %) als die optischen Schalter der dritten Generation (Razer Deathadder V3 Pro). Das gefällt mir und das fühle ich sogar im direkten Vergleich. Dazu bieten beide einen angenehm direkten sowie knackigen und damit optimalen Druckpunkt. Beim Klickgeräusch allerdings unterscheiden sie sich, denn der optische Switch der Razer Deathadder V4 Pro klingt heller und lauter.

Eigentlich habe ich die Razer Maus auch nur, weil meine Corsair irgendwas Champions Series kaputt ging und ich als Ersatz die M75 bekommen habe. Eine Maus für rechts und links Händer. Frage: Wie oft wechselt ihr eure Hand beim Gaming?
Ich verstehe auch nicht, warum "beidhändig" so oft als PRO in Reviews angegeben wird. Glaube auch bei PCGH.
Für mich ist das ein klares Negativ Merkmal!
Ich nutze seit ü30 Jahren diverse Mäuse und ich bin noch nie auf die Idee gekommen "Ich kauf mir mal ne beidhändige Maus damit ich mal die Hand wechseln kann".
Naja, lange rede kurzer Sinn. Die Deathadder V3 machts auch, falls ihr die "günstig" bekommt.
Der Nachfolger hatte irgendwann ein Prellen auf dem Mikroschalter, ich glaube dann wurde es die Chroma. Verlor nur ihre gummierten Pads, die V2 hat dann zwar daran festgehalten, aber der Gummi löste sich auf, zuviel Abrieb, das macht auch Spaß.
Vom Maustreiber, also der riesigen Software für die 2-3 Spezialfunktionen, da brauchen wir gar nicht mehr reden. Hab ich irgendwann einfach nicht mehr installiert, gibts halt nur die DPI-Schalter.
Dasselbe mache ich jetzt mit ner Asus Maus. Die habe ich nach der Form ausgewählt, und ein recht wissenschaftlicher Test hatte mich überzeugt. Die invasive Software von Asus kenne ich ja schon, auf einen Maustreiber wird weiterhin verzichtet, bzw installiert den Microsoft für mich. Ohne die Software, welche meine Daten für mein Benutzererlebnis braucht.
Aber Razer ist für mich schon lange nicht mehr erste Wahl, eigentlich hätte ich die Chroma schon nicht mehr kaufen sollen. Gab genug anderen Mist. Wenn sich die Qualität wieder eingeschlichen haben sollte, super, aber das schafft Asus auch. Sogar sehr gut. Andere ebenso. Bei Software, ja, ich schau sowieso das die Maus auch manuell einstellbar ist.
Hatte da innerhalb der 2 Jahre nie Probleme wenn was kaputt ging.
Habe am Prime Day auch erstmalig zu Razer gegriffen (Naga V2 Pro + Mouse Dock Pro) weil sich bei meiner alten Logitech G604 langsam die Gummiummantelung in ihre Bestandteile zerlegt.
Da ich wieder 6 Daumentasten haben wollte und für die G604 kein Nachfolger in Sicht ist, bin ich gespannt, wie sich die Razer schlägt. Das Mausrad ist zumindest sehr gewöhnungsbedürftig und ich vermisse den Freilauf der Logitech.
Abseits davon nutzte ich pber 10 jahre ne deathadder (3 versionen). Mag abet seit 3 4 jahren so ne superleichte gaming maus, die ich als beta tester von ####### erhalten hab. Kam dann leider so zumindest nicht raus.
Abseits davon nutzte ich pber 10 jahre ne deathadder (3 versionen). Mag abet seit 3 4 jahren so ne superleichte gaming maus, die ich als beta tester von ####### erhalten hab. Kam dann leider so zumindest nicht raus.
LG