Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Sensor? [Test der Woche]

67
Test Frank Stöwer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser?
Quelle: Logitech

Mit der Präsentation der neuen G502 Proteus Core Tunable Gaming Mouse setzt sich Logitech an die Spitze des Rennens um den Sensor mit der höchsten Abtastrate. Der in den Laboren der Schweizer in Lausanne entwickelte Signalgeber tastet nicht nur mit 12.000 Dpi ab, er soll sich je nach Unterlage auch selbst kalibrieren können. Ist die G502 Proteus die neue Referenz bei den Spielermäusen? Das verrät unser Test.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel war der erfolgreichste der abgelaufenen Woche. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir ihn heute zum Wochenabschluss erneut mit dem Hinweis auf seinen Erfolg. Viel Spaß damit.

Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Quelle: PC Games Hardware Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Update: Zu Beginn der Bildergalerie finden Sie auf Wunsch der Community nun auch ein paar Bilder mit Größenvergleichen zwischen der Logitech G502 Proteus Core und der Roccat Kone XTD (entspricht auch der Form der Kone [+]) und der Steelseries Sensei Wireless (entspricht der Steelseries Sensei/Sensei MLG Edition).

--------
Mit der Präsentation eines in den eigenen Laboren entwickelten 12.000-Dpi-Sensors (Quellen sprechen von einem Pixart PMW3366, Logitech selbst schweigt sich aber aus) lässt Logitech die Konkurrenz im Rennen um die Abtastrate deutlich hinter sich. Bisher war Avagos ADNS-9800, der immerhin mit bis zu 8.200 Dpi abtastet und in vielen aktuellen Spielermäusen wie der Steelseries Sensei Wireless oder Mad Catz R.A.T. TE zum Einsatz kommt, das Maß aller Dinge. Doch der Schweizer Spezialist für Eingabegeräte verspricht mehr als einfach nur eine sehr hohe Dpi-Rate. Der neue, mit der G502 Proteus Core debütierende Sensor, kann sich auch auf verschiedensten Unterlagen selbst kalibrieren. Diese Feature bot bisher nur der Pro-Aim R3-Sensor in Roccats Kone XTD sowie der als 4G-Sensor bezeichnete Hybrid mit Laser- und LED-Abtastung, der in der Razer Taipan und Ouroboros steckt. Zusätzlich verspricht Logitech bei der Abtastung weder eine Beschleunigung, Filterung (Smoothing) noch Pfadbegradigung (Angle Snapping) einzusetzen. Ob das stimmt und ob eine 12.000-Dpi-Maus überhaupt noch kontrollierbar ist, wollen wir für Sie im Folgenden herausfinden.

Bildergalerie

Logitech G502 Proteus Core: Ausstattung, die kaum Wünsche offen lässt

Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Quelle: PC Games Hardware Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Obwohl der neue, von Logitech selbst entwickelte 12.000-Dpi-Sensor definitiv das Alleinstellungsmerkmal der G502 Proteus ist, hat die nur für Rechtshänder geeignete Spielermaus noch viele weitere Vorzüge zu bieten. Das fängt schon bei der Ausstattung an: Sechs frei belegbaren Zusatztasten stehen zur Verfügung, der interne Speicher fasst drei Profile inklusive der vom 32-Bit-ARM-Prozessor verwalteten Makros sowie Einstellungen für die Dpi-Umschaltknöpfe (50 Dpi-Schritte/bis zu fünf Stufen festlegbar). Dazu kommt ein Taste, mit der die Rasterung des 4-Wege-Scollrads deaktiviert werden kann, eine gummierte Daumenablage sowie ein besonders Gewichtssystem (siehe Bild unten). Letztgenanntes beschwert die G502 Proteus nicht nur um bis zu 5 x 3,6 Gramm, die speziell geformten Gewichte lassen sich auch so einsetzen, dass der Schwerpunkt der Maus nach vorne, hinten, links oder rechts verlegt werden kann. So findet jeder Nutzer nicht nur das ideale Gewicht, er kann die Logitech G502 auch bewusst heck- oder seitenlastig modifizieren. Das hilft auf jeden Fall beim Handling und der Kontrolle, gerade wenn die G502 mit der maximalen Rate von 12.000 Dpi abtastet.

Das Gewichtssystem der Logitech G502 Proteus Core

Logitech G502 ohne Gewichte Logitech G502 mit Gewichten

Logitech G502 Proteus Core: Für alle Handgrößen und Griffarten geeignet

Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Quelle: PC Games Hardware Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Das modifizierbare Gewichtssystem wirkt sich zusätzlich auch positiv auf die Ergonomie aus. Zu den weiteren Faktoren, die für eine sehr gute Ergonomie sorgen, gehören zum einen die gummierten Seitenteile - insbesondere die Ablage für den Daumen -, die sowohl beim der Palm- als auch bei der Claw-Handhaltung eine sehr gute Griffigkeit ermöglichen. Zum anderen garantieren die relativ niedrige Höhe des leicht angerauten Chassis, das lange, nicht zu steil abfallende Heck sowie die an die Länge des Zeige- respektive Mittelfingers angepassten Haupttasten, dass die Logitech G502 Proteus Core auch sehr gut in mittelgroßen bis großen Spielerhänden liegt. Während Claw-Grip-Spieler den Daumen etwas mehr verrenken müssen, um den hinteren der am oberen Ende der Griffmulde platzierten Daumenschalter (G4) zu erreichen, benötig der Palm-Grip-Nutzer für die Betätigung des G4-Knopfes noch nicht einmal die Daumenspitze. Die Gefahr, einen der drei Daumentasten ungewollt auszulösen, besteht allerdings bei keinem Griffstil. Lediglich zum Erreichen der hinter dem Schalter zum Ausschalten der Scrollrad-Rasterung positionieren G9-Taste muss der Zeigefinger sehr stark gekrümmt werden. Die Zeigefingerbewegungen, die zum Betätigen der seitlich neben der linken Haupttaste angebrachten Extratasten (Voreinstellung Dpi hoch/runter) notwendig sind, halten sich dagegen in Grenzen.

Logitech G502 Proteus Core: Perfekte Arbeit und Präzision trotz filligranster Abtastung

Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Quelle: PC Games Hardware Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Wie wir es von allen für Spieler konzipierten Mäusen der Schweizer gewohnt sind, fallen sowohl die Druckpunkte der Haupt- als auch der frei belegbaren G-Sondertasten sehr gut aus. Die Kraft, die zum Auslösen der Mikroschalter benötigt wird, für die Logitech eine Lebensdauer von 20 Mio. Klicks angibt, ist gut austariert und weder zu hoch, noch zu niedrig. Auch die vom Hersteller versprochenen Mausrad-Optimierungen können wir bestätigen, denn das Scrollrad rastet nicht nur spürbarer als noch bei der G602, G600, G500s oder G400s ein. Es besitzt auch einen verringerten Leerlauf. Trotzdem bieten viele Konkurrenten eine noch feinere, direkte Scrollrad-Rasterung, die schon bei geringerer Krafteinwirkung ohne jegliches Spiel reagiert. Eine weitere Schwäche, die wir generell bei Logitech-Nager, egal ob schnurlos oder verdrahtet immer wieder bemängelten, ist eine zu hohe Lift-Off-Distanz. Das trifft auf den neuen 12.000-Dpi-Sensor nicht mehr zu. Bereits bei einer Anhebung der G502 Proteus Core um 1 Millimeter reißt die Verbindung zum Signalgeber ab.

Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Quelle: Logitech Logitech G502 Proteus Core im Test: Eine perfekter Spielpartner dank 12.000-Dpi-Laser? Doch nicht nur die geringe Hubhöhe (Lift-Off-Distanz) und die bisher einzigartige Abtastrate von 12.000 Dpi machen den neuen Sensor der G502 Proteus Core zur aktuellen Referenz. Auch seine Leistung gibt keinen Anlass zur Kritik. Obwohl die G502 beim Arbeiten mit 12.000 Dpi - für den Spielbetrieb reicht eine Dpi-Rate zwischen 3.000 und 6.000 Dpi locker - äußerst empfindlich ist, bleibt die Maus nach einer kurzen Eingewöhnung kontrollierbar. Auch die Präzision ist beeindruckend, denn schon eine horizontale/vertikale Mausbewegung von wenigen Millimetern wird in eine sichtbare Zeigerbewegung auf dem Bildschirm umgesetzt - mit etwas Übung ließen sich sogar feine Zeichnung mit der Linienfunktion von MS Paint durchführen. Dieses direkte Gefühl ist nur deshalb möglich, weil weder eine Zeigerbeschleunigung noch eine Pfadbegradigung zum Einsatz kommt. Für Spieler mag die Umsetzung von minimalem Mausbewegungen in lange Zeigerbewegungen auf dem Bildschirm zwar generell weniger geeignet zu sein. Wer aber einmal vor einem 4K-Bildschirm oder gar einem Multi-Monitoring-Setup mit mehreren 30 Zöllern gesessen hat, wird es zu schätzen wissen, wenn er seine Maus nicht mehrmals neu ansetzen muss um den Mauszeiger vom linken zum rechten Rand des riesige Flachmanns zu bewegen. Eine Abtastrate von 12.000 Dpi ist also keinesfalls nur ein Marketing-Feature, sondern eine Sache, die gerade für die Arbeit an den immer populärer werdenden 4K-Bildschirme oder der Nutzung von mehreren Geräten dieses Typs interessant wird.

Bildergalerie

Logitech G502 Proteus Core: Ein sehr positives Fazit

Das immer noch nicht definiert genug einrastende Mausrad sowie die für Claw-Grip-Spieler nicht optimal positionierten Daumentasten sind die einzigen Kritikpunkte, die sich die G502 Proteus Core von Logitech gefallen lassen muss. Die Ausstattung ist sehr gut, das Gewichtssystem hilfreich und die Software fällt Logitech-typisch sehr umfangreich aus und ist einfach zu bedienen. Zusätzlich enthält sie Features wie die Untergrund-Kalibrierung oder die Ausschaltfunktion für das Angle-Snapping, welche die eh schon sehr gute Leistung des bisher einmaligen 12.000-Dpi-Sensors noch einmal einen Tick verbessern. Es macht sogar Spaß, mit der sehr empfindlichen Abtastung ein wenig im MS Paint herumzuspielen und man ist überrascht wie präzise und verzögerungsfrei Logitechs Eigenentwicklung auch die kleinste Bewegung umsetzt. In puncto Leistung ist der neue Sensor definitiv die Referenz. Bei der Ausstattung und den Eigenschaften, respektive der Ergonomie und den Tastendruckpunkten zieht die Logitech G502 Proteus Core mit den drei erstplatzierten im PCGH-Einkaufsführer, der Steelseries Sensei MLG Edition, Roccat Kone XTD und der Razer Ouroboros gleich. Ein Top-Produkt, das allerdings etwas günstiger als 80 Euro sein könnte.

Testtabelle Logitech G502 Proteus Core (Auszug aus Testtabelle mit 18 Wertungskriterien)
Produkt G502 Proteus Core
Hersteller (Webseite) Logictech (www.logitech.de)
Preis/Preis-Leistung Ca. 80,- Euro/gut
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1098847
Bauart/Anschluss Kabel-Maus/USB
Empfohlener Spielstil Low-, Mid- und High-Sense 
Ausstattung: 1,88
Abtastung/Lasertyp Optisch (Laser/Eigenentwicklung) 
Anzahl Tasten 9 + Vier-Wege-Scrollrad
Max. Auflösung 12.000 Dpi (+Untergrundkalibrierung) 
Kabellänge Ca. 180 cm
Sonderausstattung 6 programmierbare Sondertasten, Dpi-Umschaltung, Gewichtssystem mit Schwerpunktverlagerung, Makrofunktion, Profilspeicher, Beleuchtung, 1.000 MHz Polling Rate, Scrollrad-Rasterung ausschaltbar, Daumenablage 
Note Eigenschaften: 1,90
Geeignet für Rechtshänder
Gewicht 128 Gramm + 5 x 3,6 Gramm
Druckpunkte Haupt-/Sondertasten Sehr gut/sehr gut
Druckpunkt/Rasterung Scrollrad Gut/befriedigend bis gut
Verarbeitung/Software Seht gut/sehr gut
Leistung: 1,11
Ergonomie Sehr gut
Präzision/1.000 Hz Polling-Rate Sehr gut/ja, per Software
Gleiteigenschaften Gut bis sehr gut
Anspruchsverhalten (Latenz) Sehr gut
Gesamtnote (Fazit) 1,42
  Wichtige Bewertungspunkte
  + Ausstattung
  + Leistung des 12.000-Dpi-Sensors
  + Ergonomie (beide Griffstile)

PCGH-Wertung

1,42
67
    • Kommentare (67)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JackA Lötkolbengott/-göttin
        Geb ich dir recht, die paar Milimeter, die sie die Form abgeflacht haben, macht sie ergonomisch leider ungangenehmer, da war die damalige MX-Form perfekt.
      • Von JackA Lötkolbengott/-göttin
        Geb ich dir recht, die paar Milimeter, die sie die Form abgeflacht haben, macht sie ergonomisch leider ungangenehmer, da war die damalige MX-Form perfekt.
      • Von editor666 Schraubenverwechsler(in)
        Ist zwar alt aber trotzdem: Das ist bei der Nutzung von 2 oder mehr Monitoren mit höherer Auflösung wie full HD nützlich. Trotzdem liegt die G500s besser in der Hand. Auch die 3 Tasten sind bedeutend besser bei der G500S untergebracht für den Daumen. Dort eine zusätzliche (Snipertaste) wäre klasse gewesen. Aber Logitech hat die gute Ergonomie leider! nicht beibehalten. Auch wenn alle Tester Lobeshymnen verkünden. Für mich ein (ergonimischer) Rückschritt zur G500s.
      • Von Gary94 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Khazar
        ... und das Rechtshalten Script zum DPi runterschrauben(ich spiele auf 3200 und wenn ich die Kimme anziehe mit rechte Maustaste gedrückt halten, dann springt die DPi für diesen Moment auf 2500) klappt ganz gut.

        Ähm, man kann in BF4 doch die Zoom Empfindlichkeit in den Einstellungen, nach belieben einstellen? Wozu so eine unnötige Taste konfigurieren?
      • Von Spinal BIOS-Overclocker(in)
        Ich habe mir die Maus auch bestellt, damit meine G9 abgelöst wird. Richtig schön finde ich sie nicht, aber scheinbar handelt es sich um ein super Gesamtpaket. Zwar gefällt mir die Kone besser, aber ich hatte die Ur-Kone und bin nie glücklich mit ihr geworden, da war es vielleicht gar nicht schlecht dass die diesen Fehler hatte und das Mausrad plötzlich im Eimer war. Bin wieder zurück zu Logitech, bin zwar kein großer Logitech Fan, aber bis auf einen Garantietausch wegen Sensor-Ausfall bei meiner ersten G9 habe ich noch keine einzige defekte Logitech Maus gehabt.
        Was sich manche Leute an dem 12k Sensor stören ist mir allerdings ein Rätsel, denn laut Tests ist es offenbar einer der besten, wenn nicht der beste Sensor den es derzeit gibt. Da ist es mir wurscht welche Zahl dabei steht.
        Hat denn jemand einen Vergleich zur G9? Die G9 war mir immer etwas zu klein und zu kurz. Wenn ich am Zweitrechner die MX510 in der Hand hatte, fühlte sich das immer etwas "richtiger" an. Ich hoffe die G052 vereint die Tugenden beider Mäuse und legt vielleicht noch einen drauf

        Edit: Ich weiß, der Thread ist was älter, aber vielleicht gibts ja noch was input, oder Tipps.

        bye
        Spinal
      • Von Khazar
        So ich habe gestern Abend mal die G502 getestet, ich bin von der G400 umgestiegen. Also ich habe innerhalb von 2 Stunden fast meine alte Leistung in BF4 erreicht. Die Maus ist erstmal umgewohnt, weil man darauf achten muss wo man seine Finger positioniert wegen den zusätzlichen Knöpfen. Aber im Laufe der Benutzung habe ich es recht schnell rausgehabt, habe die Maus vernünftig über das Mauspad gekriegt und das Rechtshalten Script zum DPi runterschrauben(ich spiele auf 3200 und wenn ich die Kimme anziehe mit rechte Maustaste gedrückt halten, dann springt die DPi für diesen Moment auf 2500) klappt ganz gut.

        Alles in allem bin ich mit der neuen G502 sehr zufrieden und wenn jmd mal was neues haben will und etwas in Richtung der G400 hat, dann kann ich die G502 nur empfehlen.

        P.S. die Verpackung ist aber mal das lächerlichste was ich sehen durfte für 80€..
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk