Asus ROG Pugio im Test: Perfekter Spielpartner dank modularer Seitentasten und austauschbarer Omron-Schaltern?
Bei der ROG Pugio, dem jüngsten Spross der Gaming-Mäuse aus der Republic of Gamers-Reihe, setzt Asus auf Flexibilität und Modularität. Wie bei den beiden ROG-Gladius-Modellen lassen sich nicht nur die Omron-Schalter für die Hauptasten ohne Lötarbeiten wechseln. Der Spieler kann auch entscheiden, ob er den RGB-Nager mit oder ohne Seitentasten einsetzt. Macht das die Pugio zu einer empfehlenswerten Spielermaus?
Inhaltsangabe:
Bei der neuen, für 80 Euro erhältlichen ROG Pugio kombiniert Asus bewährte Ausstattungsmerkmale mit neuen Features. Die Aura-Sync-kompatible RGB-Beleuchtung sowie die Möglichkeit, die Haupttastenschalter ohne den Einsatz eines Lötkolbens austauschen zu können, bot schon die von uns in einer Print-Marktübersicht (PCGH 04/2017) mit einer Top-Produkt-Auszeichnung (Note: 1,32) prämierte Asus ROG Gladius II. Die modularen Seitentasten der ROG Publio sind dagegen ein Novum, wenn auch nur für Asus-Mäuse. Modulare Seitentasten als Ausstattungsmerkmal sind nämlich auch bei der Logitech G900 Chaos Spektrum und der Roccat Nyth zu finden, wobei Roccats Nyth, anders als die achsensymmetrische G900 und die neue Asus ROG Pugio, nicht für Links- und Rechtshänder geeignet ist.
Von der Möglichkeit abgesehen, die ROG Publio individuell mit Seitentasten und die Tastenschalter bestücken zu können, will die Spielermaus natürlich auch mit einer präzisen Abtastleistung des optischen Sensors (IR-LED) sowie einer sehr guten Ergonomie punkten. Liegt die Pugio ähnlich gut in der Hand liegt wie Gladius II aus Asus ROG-Familie? Bietet die Software der Pugio ebenfalls Optionen zur Pfadbegradigung, Lift-Off-Distanz und Untergrundkalibrierung? Diese und andere Fragen klären wir im folgenden Test.
Asus ROG Pugio - Ausstattung: Flexibilität wird groß geschrieben
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Pugio: Ein perfekter Spielpartner dank modularer Seitentasten und austauschbarer Omron-Schaltern? (11)
Die freie Wahl bei der Zahl und Anordnung der Seitentasten und die Möglichkeit, die Haupttastenschalter zu wechseln, sind klar die Hauptausstattungsmerkmale der ROG Pugio. Doch auch die restliche Ausstattung lässt kaum Wünsche offen und richtet sich gezielt an den Gamer. Für die zweistufige Dpi-Umschaltung (50-Dpi-Schritte möglich) steht ein Knopf direkt hinter dem mit einer Gummierung versehenen, beleuchteten Scrollrad bereit, die modifizierbaren Seitentasten lassen sich frei programmieren und beispielsweise für Makros oder das Umschalten zwischen den drei wählbaren Profilen nutzen. Wie es sich für eine gute Gamermaus gehört, ist ein interner Speicher vorhanden, der die drei Profile inklusive der RGB-Beleuchtungseinstellungen sowie die für jedes Profil erstellten Tastenkombis aufnimmt.
Die für die drei Beleuchtungszonen (Mausrad, Hecklogo und Leuchtstreifen an der Seite und dem Boden) gewünschten Effekte lassen sich in Asus' ROG-Armoury-Software einfach festlegen. Wie bei der mit der ROG Gladius II gelieferten Version findet man hier einerseits sechs vorgefertigte Kombi-Effekte für alle drei Zonen. Andererseits kann der Spieler einen von vier Lichttricks für jede Zone einzeln einstellen (Dauerbeleuchtung, Atem-, Farbwechsel- und Reaktiv-Lichteffekt). Erfreulicherweise lassen sich die Beleuchtungseinstellungen auch an einem anderen Rechner ohne ROG Armoury wieder abrufen. Das gilt übrigens auch für die unter den Menüpunkt "Leistung" und "Kalibrierung" festgelegten Einstellungen. Die werden dadurch möglich, dass dem Sensor eine ARM-CPU zur Seite steht, die bei der Pfadbegradigung, der Lift-Off-Distanz und bei der Untergrundkalibrierung helfend eingreift. Eine einstellbare Polling Rate (Software) von 1.000 Hz, eine Transporttasche für die Maus, ein Case für die Seitentasten und Omron-Schalter sowie eine Asus ROG-Logo runden die durchaus gelungene Ausstattung ab.
Wer die Seitentasten nach seinem Gusto umbauen möchte, kann dies zügig erledigen, denn die Konstruktion, die Asus sich hat einfallen lassen, ist simpel. Im Sockel der Taster befindet sich ein Magnet, an den die Tastenkappen andocken (siehe Bildvergleich oben). Wer komplett auf Seitentasten verzichten will, wechselt diese gegen eine Abdeckung aus, die ebenfalls Kontaktstellen aus Metall hat, den Schalter im Tastensockel jedoch nicht auslöst. Der Wechsel der Omron-Switches (2 × D2F-01F) für die beiden Haupttasten geht ebenfalls einfach vonstatten. Nachdem die vier Gummiabdeckungen entfernt und die vier Schrauben auf der Unterseite der ROG Pugio gelöst sind, lässt sich die Oberschale durch leichtes Anheben und nach hinten ziehen entfernen - achten Sie auch darauf, das Dpi-Anzeigekabel zu entfernen. Die beiden Omron-Schalter lassen sich dann ohne großen Aufwand tauschen, da sie lediglich in einen Sockel eingebaut und nicht verlötet sind. Beim Zusammenbau muss man unbedingt aufpassen, dass die vier Plastikabdeckungen zum Mausboden eben eingesetzt werden, da ansonsten die Gleitfähigkeit stark beeinträchtigt ist. Wer übrigens noch andere Switches einbauen will, kann das ebenfalls machen, denn der Schaltersockel der Pugio nimmt auch folgende Omron-Modelle auf:
- Omron D2F-Serie: D2F, D2F-F, D2F-01, D2F-01F
- Omron D2FC-Serie: D2FC-3M, D2FC-F-7N, D2FC-F-7N (10M), D2FC-F-7N (20M), D2FC-F-K (50M)
Asus ROG Pugio - Eigenschaften: Ergonomisch mit modifizierbaren Haupttastendruck
Im Vergleich mit anderen Gamermäusen, beispielsweise der Roccat Kone EMP, der Razer Mama Tournament Edition oder der ROG Gladius II aus dem eigenen Hause, fällt das Heck der ROG Pugio nicht nur kürzer aus. Es fällt auch steiler ab und verfügt über zwei durchaus spürbare Falzen, die sich von den Außenrändern der Haupttasten nach hinten ziehen. Trotzdem schmiegt sich das Hinterteil der Pugio beim Palm-Grip angenehm in die Handinnenfläche, selbst, wenn diese wie die ganze Hand deutlich größer als die Norm ausfällt. Der Claw-Grip-Spieler dagegen profitiert von den großzügig dimensionierten und mit einer strukturierten Gummierung versehenen Griffmulden. Die geben dem Daumen und kleinen Finger beim Führen der Maus optimalen Halt. Allerdings sollten Rechtshänder/Linkshänder dann auf die Tasten an der jeweils gegenüberliegenden Seite der achsensymmetrischen Maus verzichten, da die hintere der beiden Knöpfe im Klauengriff schnell vom kleinen Finger ungewollt ausgelöst wird. Fest steht, egal mit welchen Griffstil oder welcher Hand Sie die ROG Publio über das Mauspad manövrieren, die Ergonomie ist sehr gut, sodass eine Ermüdung oder Verspannungen des Handgelenks nicht auftreten.
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Pugio: Ein perfekter Spielpartner dank modularer Seitentasten und austauschbarer Omron-Schaltern? (13)
Die Tatsache, dass die Omron-Schalter für die beiden nicht in die Oberschale integrierten Haupttasten gewechselt werden können, sorgt dafür, dass jeder Spieler den Druckpunkt per Schalterwahl selbst bestimmen kann (siehe Kompatibilitätsliste oben) und somit immer das Optimum wählt. Der Druckpunkt der Zusatztasten lässt sich allerdings nicht modifizieren und fällt insgesamt etwas weniger knackig und direkt aus als der der beiden D2FV-F-K-Varianten in den Haupttasten. Die Erreichbarkeit aller Tasten liefert keinen Grund zur Beanstandung, denn dank des hohen, steil abfallenden Hecks positioniert sich der Daumen automatisch unterhalb der beiden Daumentasten - falls vorhanden. Des Weiteren muss sich der Zeigefinger bei der Bedienung des Dpi-Umschalters nicht übermäßig krümmen.
Asus ROG Pugio - Leistung: Anstandslose Abtastung mit niedriger Hubhöhe
Im Spielealltag schlägt sich die ROG Pugio bestens und auch als reines Arbeitsgerät am Office-PC macht sie eine sehr gute Figur. Das ist der Verdienst des optischen Pixart-PMW 3330-Sensors. Die per Infrarot abtastende Einheit garantiert auch bei maximaler Abtastrate von 7.200 Dpi noch die volle Kontrolle über die Pugio und selbst sehr schnelle Richtungswechsel, beispielsweise bei heftigen Shooter-Gefechten in Quake Champions, setzt sie ohne Verzögerung um. Dazu kommen gute Gleiteigenschaften und eine für einen optischen Nager mit Infrarot-LED niedrige Hubhöhe (Lift-Off-Distanz) von ca. 1 mm. Die Abtastung profitiert aber auch klar von dem helfend eingreifenden ARM-Prozessor, denn der Sensor lässt sich für eine Oberflächen kalibrieren und die Hubhöhe kann händisch minimiert werden. Des Weiteren wird es Ihnen überlassen, ob sie auf Angle Snapping verzichten oder die Technik für die Begradigung der Zeigerbewegung nutzen wollen.
Bildergalerie
Asus ROG - Das Fazit: Empfehlenswerte, modifikationsfreundliche Gamermaus
Eine Spar- oder Preis-Leistungs-Tipp ist die Asus ROG Pugio eher nicht, ein empfehlenswerter Spielpartner ist sie aber auf jeden Fall. Die Ausstattung ist gut, die Sonderausstattung sogar noch besser und nützlicher, weil sie sowohl optimale Haupttastendrücke als auch eine Flexibilität bei der Anzahl der Seitentasten sowie deren Nutzung bietet. An der Ergonomie gibt es ebenfalls nichts auszusetzen, zumal sie für jeden Griffstil und unabhängig von der Maushand sehr gut ausfällt. In Kombination mit einer zusätzlich durch die Software noch optimierbaren Leistung ergibt das eine Wertung von 1,40 was einer Schulnote von "noch sehr gut" entspricht.
| Produkt | ROG Pugio |
|---|---|
| Hersteller/Vertieb (Webseite) | Asus (www.asus.com) |
| Preis/Preis-Leistung | Ca. 80,- Euro/befriedigend |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1643056 |
| Bauart/Anschluss | Kabelmaus/USB |
| Empfohlener Spielstil | Low-, Mid- und High-Sense |
| Ausstattung: | 1,78 |
| Abtastung/Lasertyp | Optisch (IR-LED)/Pixart PMW 3330 |
| Anzahl Tasten | 7, 5 oder 3 (individuell montierbare Seitentasten) + Scrollrad |
| Max. Auflösung | 7.200 Dpi |
| Kabellänge | Ca. 200 cm |
| Sonderausstattung | Vier modular anbrigbare und programmierbare Sondertasten, Dpi-Umschaltung (zwei Stufen, 50 Dpi-Schritte), ARM-CPU, Speicher für drei Profile und Makros (maximal 50 Zeichen), RGB-Beleuchtung (5 Effekte für Scrollrad, Logo und Seiten-/Bodenpartie), Ersatz-Omron-Schalter (D2F-01F), Box für modulare Seitentasten und Omron-Schaler, Transporttasche, ein ROG Sticker |
| Eigenschaften: | 1,60 |
| Geeignet für/Gewicht/Verabeitung | Links- und Rechtshänder/103 Gramm/sehr gut |
| Druckpunkte Haupt-/Sondertasten | Sehr gut/gut bis sehr gut |
| Druckpunkt/Rasterung Scrollrad | Gut/gut bis sehr gut |
| Funktionsumfang und Features Software | Sehr gut/Lift-Off-Distanz verstellbar, Optionen für die Pfadbegradigung und Untergrundkallibrierung, sehr umfangreicher, einfach bedienbarer Makro-Editor |
| Leistung: | 1,21 |
| Ergonomie | Sehr gut (alle Griffstile) |
| Präzision/1.000 Hz Polling-Rate | Sehr gut/ja, per Software |
| Gleiteigenschaften | Gut bis sehr gut |
| Abtastverhalten/Lift-Off-Distanz | Sehr gut/niedrig: ca. 1,0 mm |
| Gesamtnote (Fazit) | 1,40 |
| Pro und Contra: | + Ergonimie für beide Griffstile |
| + Ausstattung: modulare Seitentasten/wechselbar Haupttastenschalter | |
| + Umfang und Funktionen ROG Armoury-Software |

Kostet zwischen 25-55€ und war gut.
Kein rumspielen mit Gewichten, Farben odre sonstiges.
Die Preise find ich ein witz. Suche einen einfachen nachfolger, aber bei den Preisen... Wie schlägt sich den eine Logitech G203?
Jetzt halt irgendeinen (schnurlosen) Nachfolger.
...
Maus gefällt mir.
Das war nur im Falle der Sensei(und auch da war die einstellbare LOD ein Sensor Feature), PMW3330 bietet Surface Tuning, einstellbares Angle Snapping und anpassbare LOD von Haus aus, ob ARM, Encore III oder etwas anderes als MCU verwendet wird ist da recht egal.
Zudem fehlen auch wieder wichtige Information hinsichtlich der Performance der Maus.