Logitech G Pro X2 Superstrike: So schlägt sich die Maus ohne klassischen Klick in der Praxis

Bei der G Pro X2 Superstrike ersetzt Logitech die Haupttastenschalter mit klassischem Klick durch ein Haptisch Induktives Trigger-System (HITS) mit Rapid Trigger. HITS verspricht sehr flotte Klicks dank besonders kurzer Auslösezeiten. Stimmt das? Wir berichten von unseren Eindrücken.

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Special Frank Stöwer
Logitech G Pro X2 Superstrike: So schlägt sich die Maus ohne klassischen Klick in der Praxis
Quelle: PCGH

Die analoge Technik zählt zu den wenigen echten Umbrüchen bei Gaming-Peripherie - ob als optische Schalter, Hall-Effekt-Switch, Tunnel-Magnetoresistance-Technik (kurz TMR - Weiterentwicklung der Hall-Effekt-Technologie) oder als Induktionslösung. Bisher steckte das Prinzip vorwiegend in den Sticks von Gamepads oder in Gaming-Tastaturen wie Logitechs Pro X TKL Rapid; bei Mäusen blieb der Klick der beiden Haupttasten meist mechanisch - teils auch optisch. Trotzdem steckte weiterhin eine klassische Mechanik dahinter.

Unterstützung durch Logitech

Der Artikel entstand in Kooperation mit Logitech und berichtet über die praktische Erfahrung unseres Redakteurs Frank Stöwer beim zweiwöchigen Einsatz der Logitech G Pro X2 Superstrike. Trotz Sponsorings gab es abseits des Fokus auf Logitech-Produkte keine inhaltlichen Vorgaben.

Genau an der Tastenmechanik setzt Logitech bei der G Pro X2 Superstrike (hier im PCGH-Preisvergleich) an und legt als erste Maus den Fokus konsequent auf Analogtechnik: Nicht Funk oder Sensor sollen den Abstand zur Konkurrenz definieren, sondern der Klick selbst. Das Haptisch Induktive Trigger-System (kurz HITS) ersetzt herkömmliche Mikroschalter durch eine induktive, analoge Erfassung samt Haptik-Aktuator, der den Auslösepunkt fühlbar nachbildet. Ergänzt wird das durch Rapid Trigger, eine Technik, die Sie bereits von Gaming-Tastaturen kennen. Rapid Trigger reduziert den effektiven "Reset-Weg": Das Tast- oder Klicksignal wird nicht erst nach vollständigem Loslassen zurückgesetzt, sondern bereits beim minimalen Entlasten. Dadurch sind sehr schnelle Wiederholungen und fein dosierte Bewegungen beim Halten und Loslassen möglich.

Die Zielgruppe der HITS-Technologie sind natürlich die Profis, die im Match jede Millisekunde beim Klick herausholen wollen - Logitech spricht je nach Empfindlichkeit von bis zu 30 ms. Doch von der innovativen Technik, die E-Sportlern Vorteile verschaffen soll, kann sicher auch der Otto-Normal-Gamer profitieren. Selbst derjenige, der mit Maus täglich acht Stunden im Büro arbeitet, sollte einen Nutzen aus der haptisch-induktiven Auslösemechanik der Logitech G Pro X2 Superstrike ziehen. Letzteres hat unser Peripherie-Experte Frank Stöwer zwei Wochen lang bei seiner täglichen Arbeit überprüft. Nach Feierabend musste Logitechs Maus ohne klassischen Klick dann beweisen, dass sich auch im Spielbetrieb die Feuerrate spürbar verbessert.

<strong>Logitech G Pro X2 Superstrike: </strong>So schlägt sich die Maus ohne klassischen Klick im Alltag - Eindrücke nach 14 Tagen im Einsatz Quelle: PCGH Logitech G Pro X2 Superstrike: So schlägt sich die Maus ohne klassischen Klick im Alltag - Eindrücke nach 14 Tagen im Einsatz

E-Sports-Maus ohne klassischen Klick: Wie geht das?

Bei klassischen Mäusen sitzt unter der linken und rechten Taste meist ein Mikroschalter: Sie drücken die Taste herunter, der Schalter "klickt" bei einem festen Punkt (typisch im Bereich von rund 0,4 mm Hub) und gibt dann ein digitales Signal aus. Dieses Prinzip ist simpel, aber auch starr - Auslösepunkt und Rückstellweg sind konstruktionsbedingt vorgegeben.

Die Logitech G Pro X2 Superstrike bricht mit genau dieser Mechanik. Statt eines Mikroschalters wird die Bewegung der Taste analog erfasst: Unter der Taste sitzt eine "Trigger Plate", deren Position ein induktiver Sensor elektromagnetisch verfolgt. Anders gesagt: Die Maus misst, wie weit die Taste tatsächlich bewegt wurde - ähnlich wie man es von analogen Eingaben, etwa bei magnetischen Tastenschaltern, kennt, nur eben für den Hauptklick. Sobald die gemessene Bewegung einen festgelegten Punkt erreicht, erzeugt ein Linearresonanzaktor (LRA) ein taktiles Feedback, also das "Klickgefühl". Der spürbare Klick ist damit nicht mehr das Ergebnis eines mechanischen Schalters, sondern eine bewusst erzeugte Rückmeldung zum Auslösezeitpunkt.

Hauptklick ohne Mikroschalter: Die Superstrike erfasst den Tastenweg per Trigger-Platte und induktivem Sensor. Ein Linearresonanzaktor (LRA) erzeugt das Klickgefühl exakt am per Software definierten Auslösepunkt. Quelle: Logitech Hauptklick ohne Mikroschalter: Die Superstrike erfasst den Tastenweg per Trigger-Platte und induktivem Sensor. Ein Linearresonanzaktor (LRA) erzeugt das Klickgefühl exakt am per Software definierten Auslösepunkt. Weil die Taste nicht an einen einzelnen Schaltpunkt gebunden ist, lässt sich der Auslösepunkt in mehreren Stufen festlegen; zusätzlich kommt eine Rapid-Trigger-Logik hinzu, bei der auch der Rücksetzpunkt (Reset) variabler wird. Technisch möglich sind dabei sehr kleine Bewegungsänderungen - Logitech gibt eine Detektion bis hinunter zu rund 60 µm an, also etwa in der Größenordnung eines menschlichen Haares. Das erklärt die Antwort der Techniker im Logitech-Labor in Lausanne auf die PCGH-Nachfrage, warum man denn für die Logitech G Pro X2 Superstrike nicht den Hall-Effekt nutze. Bei nur 0,62 mm gesamtem Hubweg und zehn Abstufungen (0,062 mm je Schritt) entgegnete man uns, dass die Induktionstechnik einfach präziser respektive besser geeignet sei. Die Hall-Effekt-Technik sehe man dagegen eher bei Tastenschaltern mit typischen 4,0 mm Hub.

Variabler Auslöse- und Reset-Punkt mit Rapid Trigger: Logitech nennt eine Bewegungserkennung bis 60 &micro;m. Bei 0,62 mm Hub und 10 Stufen setze man auf Induktion statt Hall Effekt. Quelle: PCGH Variabler Auslöse- und Reset-Punkt mit Rapid Trigger: Logitech nennt eine Bewegungserkennung bis 60 µm. Bei 0,62 mm Hub und 10 Stufen setze man auf Induktion statt Hall Effekt. Was die als Haptisch Induktives Trigger-System (kurz HITS) bezeichnete Technologie der Logitech G Pro X2 Superstrike in der Praxis bringt und wie sich das im Spiel anfühlt, beantwortet dies allerdings noch nicht. Darum geht es im nächsten Abschnitt.

HITS: Was bringt's Profis und Amateuren, wie wurde getestet?

Logitech zeigt PCGH-interne HITS-Messreihen und Eventdaten: Prototypen ab Ende 2024, Tests mit 45 Profis und später 120 Personen. Beim 'Pro Winter Workshop' (16.12.2025, Lausanne) und bei der IEM Katowice wurden Klicklatenz und CPS verglichen. Quelle: Logitech Logitech zeigt PCGH-interne HITS-Messreihen und Eventdaten: Prototypen ab Ende 2024, Tests mit 45 Profis und später 120 Personen. Beim "Pro Winter Workshop" (16.12.2025, Lausanne) und bei der IEM Katowice wurden Klicklatenz und CPS verglichen. Zu Effekten und möglichen Vorteilen der HITS-Technologie präsentiert Logitech PCGH interne Messreihen mit E-Sportlern sowie Resultate aus Test-Events. Laut der Schweizer wurde das System in mehreren Stufen erprobt: Ende 2024 gingen erste Prototypen in Research-Termine, danach testeten nach Logitechs Angaben 45 Profispieler die Maus "undercover" auf Turnieren. Für die Validierung sei der Kreis später auf 120 Testpersonen erweitert worden; über 2025 hinweg folgten mehrere Feedback-Runden, um Hard- und Software nachzuschärfen.

Als größtes Event nennt Logitech den "Pro Winter Workshop": Am 16. Dezember 2025 kamen 64 Profi-E-Sportler aus mehr als 13 Teams ins Logitech-Büro nach Lausanne. Über eine Woche seien 18 Tests gelaufen; als Datengrundlage nennt Logitech 22 TB Messdaten und 1.820 Minuten aufgezeichnetes Gameplay. Frühe Erprobungen fanden zudem bei der IEM Katowice statt: 29 Spieler testeten an sieben Stationen, geprüft wurden Klickgeschwindigkeit und Präzision.

<strong>Vergleich: </strong>Klickgeschwindigkeit Quelle: Logitech Vergleich: Klickgeschwindigkeit Ein von Logitech kommunizierter Praxisvergleich (40 Pro- und Nicht-Pro-Spieler, siehe unten) beziffert die Erkennungszeit des Klicks bei Profis mit 8 ms (Superstrike) gegenüber 23 ms (andere Mäuse), also 15 ms Vorteil im Mittel; bei Nicht-Profis mit 11 ms gegenüber 37 ms, also 26 ms. Zusätzlich nennt Logitech "bis zu 30 ms" Einsparung bei besonders empfindlicher Einstellung. Beim Klicktempo steigen laut Logitechs Messung die Klicks pro Sekunde bei Profis von 7,8 auf 8,6, bei Nicht-Profis von 6,3 auf 6,9. Als Erklärung führt Logitech eine feinere Erkennung an: Fast die Hälfte der registrierten Klickbewegungen würde bei Standardmäusen nicht als Klick zählen, weil schon sehr kleine Auf-/Abwärtsbewegungen bis hinunter zu 60 µm ausreichen sollen.

Messungen: Verringerung der Latenz und Vergleich der Klickgeschwindigkeit. Quelle: Logitech Messungen: Verringerung der Latenz und Vergleich der Klickgeschwindigkeit. Auch Spielmetriken, also messbare Kennzahlen aus dem Gameplay, werden genannt: In League of Legends lägen Profis demnach tendenziell rund 6 Prozent höher bei den Aktionen pro Minute als mit einer Superlight 2. Einzelne Profis äußern sich laut Logitech positiv zur Schnelligkeit und wollen die Maus weiter testen.

Für Alltag und Büro ist hauptsächlich die Einstellbarkeit relevant: Logitech nennt pro Haupttaste zehn Auslösepositionen, fünf Stufen für die Rapid-Trigger-Logik (Rücksetzpunkt) sowie sechs Intensitäten der haptischen Rückmeldung. Damit lässt sich die Maus nicht nur auf hohe Sensibilität, sondern auch auf "sicheres" Auslösen trimmen (späterer Punkt, klarere Rückmeldung) - etwa beim Markieren oder Ziehen. Wichtig: Sämtliche hier genannten Daten, Werte und Aussagen zu Vorteilen stammen von Logitech; unser Bericht aus zwei Wochen Praxis folgt im nächsten Abschnitt.

Logitech G Pro X2 Superstrike im vierzehntägigen Einsatz

Bevor ich jetzt ausführlich von meiner zweiwöchigen Praxiserfahrung mit der Logitech G Pro X2 Superstrike berichte, noch ein paar Worte über deren Form und Ergonomie. Von ihren Vorzügen kann ich nämlich nur voll profitieren, wenn Logitechs Schnellfeuermaus auch optimal in meiner Hand liegt. Obwohl für den Claw- und Fingertip-Griffstil konzipiert, eignet sie sich auch bestens für den von mir bevorzugten Palm-Grip. Das Heck ist lang gezogen und die Oberschale fällt flach aus, sodass ich meine Handinnenfläche bequem auf dem hinteren Bereich des Gehäuses ablegen kann.

Die Form der Logitech G Pro X2 Superstrike (links), die man von der G Pro X Superlight 2 (rechts) übernimmt, gefällt mir als Palm-Grip-Spieler und ich empfinde diese als ergonomisch. Dazu sind auch meine große Hand und die langen Finger kein Problem. Quelle: PCGH Die Form der Logitech G Pro X2 Superstrike (links), die man von der G Pro X Superlight 2 (rechts) übernimmt, gefällt mir als Palm-Grip-Spieler und ich empfinde diese als ergonomisch. Dazu sind auch meine große Hand und die langen Finger kein Problem.

Ich besitze zwar eine größere Hand und längere Finger, allerdings ragt nur der Mittelfinger über die rechte Maustaste hinaus. Ich muss zwar etwas aufpassen, dass ich bei scharf gestelltem Schnellauslöser (Wert "1" oder "2") und einem geringen Betätigungsdruck (Stufe 1 bis 3) die rechte Maustaste nicht ungewollt auslöse, aber nach ein wenig Eingewöhnungszeit verschwanden diese Fehlklicks. Außerdem gefällt mir die Griffigkeit des aus leicht angerautem Kunststoff gefertigten Gehäuses, sodass ich das mitgelieferte Grip-Tape nicht benötige.

In Shootern: Die schießt schon sehr schnell

Bei meinen Spiele-Sessions kann ich wenig überraschend nach wenigen Minuten unterschreiben, dass die G Pro X2 Superstrike eine Maus ist, die speziell für Gamer entwickelt wurde. Natürlich standen professionelle Spieler im Vordergrund, aber vom haptisch-induktiven Trigger-System (HITS) und der Möglichkeit, den Betätigungsdruck und die Klick-Haptik per G Hub einstellen zu können, profitieren auch Gelegenheitsspieler wie ich. Ich zocke zwar mittlerweile eher selten, bevorzuge dann aber Ego-Shooter wie Battlefield 6, Call of Duty: Black Ops 7 oder spiele Action-Titel wie Red Dead Redemption 2, Mafia: The Old Country oder Indiana Jones und der Große Kreis.

Battlefield 6 ist einer der Ego-Shooter, bei dem ich spürbar von der Möglichkeit profitiere, die Rapid-Trigger-Funktion und den Auslösepunkt einstellen zu können. Meine Feuerrate erhöht sich peu à peu. Quelle: PC Games Battlefield 6 ist einer der Ego-Shooter, bei dem ich spürbar von der Möglichkeit profitiere, die Rapid-Trigger-Funktion und den Auslösepunkt einstellen zu können. Meine Feuerrate erhöht sich peu à peu. Gerade beim Schießen (linke Maustaste) und Aktionen mit der rechten Maustaste stelle ich schon nach wenigen Stunden fest, dass ich mit der fünfstufig verstellbaren Rapid-Trigger-Funktion in Kombination mit der Option, den Auslösedruck/-punkt zehnstufig einstellen zu können, über ein effektives Werkzeug verfüge. So schnell wie mit Logitech G Pro X2 Superstrike habe ich noch nie geschossen oder Aktionen ausgeführt. Der Kontrast zu üblichen Mäusen beeindruckt mich dann doch mehr, als ich anfänglich erwartet hätte! Das Gute dabei ist: Meine persönliche Feuerrate erhöht sich Stück für Stück, ähnlich einer Lernkurve, da ich die kombinierten Einstellungen für die Rapid-Trigger-Funktion und den Betätigungsdruck kontinuierlich anpassen und verfeinern kann. Gestartet bin ich mit moderaten Werten (Betätigungsdruck: 5/Schnellauslöser: 4), an die ich mich aber schon nach ein paar Stunden gewöhnt habe. Schnell stellte ich die Einstellungen schärfer (Betätigungsdruck: 3/Schnellauslöser: 2) und lande dann nach mehreren "Spielabenden" bei der Einstellung, bei der sowohl Rapid Trigger als auch der Betätigungsdruck auf der niedrigsten Stufe 1 stehen.

Die Klick- respektive Feuerfrequenz, die ich hier erreiche, wäre, egal ob mit mechanischen oder optischen Tastenschaltern wie bei der Logitech G Pro Superlight 2, die mir zum Vergleich zur Verfügung steht, für mich einfach nicht erreichbar. Die Ergebnisse der E-Sportler-Tests spiegeln sich also in meinen Erfahrungen wider. Ebenfalls vorteilhaft: Ich kann auch die Intensität des Feedbacks, also der Klick-Haptik, nach meinem Gusto und dazu noch an meine Präferenzen beim Betätigungsdruck und den Rapid-Trigger-Einstellungen anpassen. Ich bevorzuge beispielsweise einen deutlich spürbaren Klick, auch bei schärfsten Einstellungen.

Feineinstellungen erwünscht: Mit den sehr umfangreichen HITS-Einstellungen in der G-Hub-Software habe ich die Möglichkeit den Betätigungsdruck, Schnellauslöser (Rapid Trigger) und die Klick-Haptik ganz genau nach meinem Gusto festzulegen. Quelle: PCGH Feineinstellungen erwünscht: Mit den sehr umfangreichen HITS-Einstellungen in der G-Hub-Software habe ich die Möglichkeit den Betätigungsdruck, Schnellauslöser (Rapid Trigger) und die Klick-Haptik ganz genau nach meinem Gusto festzulegen.

Die taugt auch für's Büro

Nach dem Vergnügen kommt die Arbeit. Heißt im Klartext: Die Logitech G Pro X2 Superstrike muss sich bei Anwendungen und der täglichen Büroarbeit behaupten, und das tut sie! Ich gebe zu, zunächst war ich skeptisch, ob sich die Klick-Haptik, beim einzelnen Auslösevorgang der Haupttasten und bei Aktionen wie Markieren oder Ziehen wirklich so definiert anfühlt wie bei einer regulären Maus, etwa Logitechs G Pro X Superlight 2c. Wie ich bei der täglichen Büroarbeit feststelle, fühlt sich der Klick schon völlig anders an und erinnert an haptische Touchpads, fällt aber keinesfalls schlechter aus. Auch in den Stufen "1" und "2" wird der Auslösepunkt noch spürbar signalisiert. Trotzdem starte ich erst einmal mit der Stufe "5". Da ich die Office-taugliche Schnellfeuermaus auf dem Logitech-Powerplay-2-Induktionsladepad nutze, muss ich mir keine Gedanken darüber machen, dass diese Einstellung, wie mich G Hub warnt, zu viel Akkuleistung konsumiert.

Die G Pro X2 Superstrike ist zu Logitechs Powerplay-2-Induktionsladepad kompatibel. Da wird die Akkuleistung auch bei maximaler Klickhaptik oder 8.000 Hz Polling-Rate nicht zum Problem. Quelle: PCGH Die G Pro X2 Superstrike ist zu Logitechs Powerplay-2-Induktionsladepad kompatibel. Da wird die Akkuleistung auch bei maximaler Klickhaptik oder 8.000 Hz Polling-Rate nicht zum Problem.

Schnell merke ich jedoch, dass mir der Maximalwert bei der Klick-Haptik nicht so ganz zusagt. Nachdem ich zeitweise die vierte Stufe ausprobiert habe, lande ich final bei Stufe "3". Die Rückmeldung bleibt auch damit noch definiert und der Klick fällt kräftig genug aus, um den Auslösepunkt klar zu signalisieren. Das passt für mich. Wie schon beim Spielen stelle ich auch bei der täglichen Büroarbeit fest, dass sich beim Auslösedruck, respektive bei dem Punkt, an dem die Haupttasten auslösen, eine Progression einstellt. Da es anfangs noch öfter vorkam, dass ich beim Linksklick den Mittelfinger mitbewegte und die rechte Taste auslöste, kombinierte ich eine sehr hohe Klick-Haptik (Wert: 5) mit einem hohen Betätigungsdruck (Wert: 8).

Bereits nach zwei Tagen Eingewöhnung reduzierte ich den Wert auf "5". Jetzt, wo ich die Logitech G Pro X2 Superstrike 14 Tage im Alltag im Einsatz habe, steht die Option Betätigungsdruck mittlerweile bei "3". Damit klicke ich mich sehr flott durch Webseiten, fertige zügig Online-Artikel im CMS an, kümmere mich um meinen Mailverkehr oder arbeite wirklich schnell mit Excel-Tabellen und anderen Anwendungen/Apps. Auf die Schnellfeuerfunktion habe ich dabei allerdings komplett verzichtet. Die sorgt im Desktop-Betrieb für viel zu empfindliche Doppelklicks.

Was mir ebenfalls im Arbeitsalltag aufgefallen ist: Je geringer der Auslösedruck, respektive, je kürzer der Auslöseweg, desto weniger Kraft benötige ich für einzelne Tastendrucke und Doppelklicks. Dazu suggeriert auch eine geringe Klick-Haptik, dass man gefühlt weniger Kraft benötigt, um die Taste zu betätigen. Fest steht: Ich spare nicht nur bei Mausbewegungen dank lediglich 61 g Gewicht einiges an Kraft. Auch Mausklicks lassen sich mit minimaler Fingerkraft ausführen, das hilft bei einem langen Arbeitstag. Und nicht zu vergessen: Die Logitech G Pro X2 Superstrike klickt sehr leise, denn die Vibration des Haptik-Aktuators ist äußerst geräuscharm - das freut die Kollegen im Büro.

Bildergalerie: Logitech G Pro X2 Superstrike im Praxistest

Fazit: Logitech G Pro X2 Superstrike im zweiwöchigen Einsatz

Logitechs kommunizierte und mit internen Tests belegte Vorteile der G Pro X2 Superstrike wie eine schnellere Klick-Erkennung und höhere Wiederholraten bestätigen sich auch in meinem vierzehntägigen Praxistest: Vor allem beim Spielen macht sich die Kombination aus einstellbarem Auslösepunkt/Betätigungsdruck und Rapid Trigger schön bemerkbar. Nach kurzer Eingewöhnung konnte ich die Werte schrittweise "schärfer" setzen und subjektiv schneller schießen sowie Aktionen zügiger wiederholen als mit klassischen mechanischen oder optischen Klicks. Die anpassbare Klick-Haptik hilft dabei, den Auslösepunkt trotz kurzer Wege klar zu spüren.

Im Büro ist die Logitech G Pro X2 Superstrike ebenfalls nutzbar, aber anders: Rapid Trigger bleibt dort ausgeschaltet, weil er im Desktop-Betrieb zu empfindlich reagiert und Doppelklicks begünstigt. Ohne Rapid Trigger profitiere ich dennoch von kurzen Auslösewegen, dem niedrigen Gewicht (61 g) und der Feinabstimmung von Betätigungsdruck und Haptik: Navigation, CMS, Mails und Tabellen gehen flott, mit wenig Fingerkraft. Ergonomisch passt die Superstrike auch im Palm-Grip; anfängliche Fehlklicks bei sehr sensiblen Einstellungen verschwanden nach Gewöhnung. Positiv für alle Einsätze sind zudem das im Vergleich sehr leise Klickverhalten und das haptische Feedback, das subjektiv wirklich zu gefallen weiß.

Ihre Meinung ist gefragt!

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von R86 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Schöner, ausführlicher Artikel, wie man ihn sich wünschen würde. Leider merkt man in jedem Absatz den Beweggrund des Autors, den Lesenden zu manipulieren, da Logitech hierfür ein kleines Sümmchen auf den Tisch gelegt hat. Holt mich jetzt nicht wirklich ab, vor allem bei dem Preis.

        PS: Wer Probleme hat ein über 60g schweres, leicht gleitendes Objekt von A nach B zu bewegen, sollte vielleicht mal über etwas körperliche Betätigung nachdenken. Vielleicht zum Anfang ein paar Federn stemmen...
      • Von R86 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Schöner, ausführlicher Artikel, wie man ihn sich wünschen würde. Leider merkt man in jedem Absatz den Beweggrund des Autors, den Lesenden zu manipulieren, da Logitech hierfür ein kleines Sümmchen auf den Tisch gelegt hat. Holt mich jetzt nicht wirklich ab, vor allem bei dem Preis.

        PS: Wer Probleme hat ein über 60g schweres, leicht gleitendes Objekt von A nach B zu bewegen, sollte vielleicht mal über etwas körperliche Betätigung nachdenken. Vielleicht zum Anfang ein paar Federn stemmen...
      • Von Mr_Squiggy Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Und garantiert wird Logitech das Mausrad nicht gefixt haben. Meine Superlight 2 ist ihr Geld NULL Wert. Hab die knapp 1 Jahr und das Mausrad springt hin und her, leider ein weitverbreitetes Problem. Logitech hat sogar ne Funktion in die Software gebaut die die Bewegung des Mausrads die ersten Millisekunden ignoriert, hilft trotzdem nicht. Man scrollt auf ner website nach unten, Bild springt nach oben. Du willst ne Waffe in nem Game wechsel, fck u, hier Random Ergebnis, vllt haste dein Messer in der Hand.

        Für alle die ne Alternative suchen, schaut euch mal die Rapoo VT2 MAX Gen-2 an. Zu finden schon für 41Euro. Wird meine nächste Maus und wenn die solang wie die Superlight 2 hält, ist sie ihr Geld wert.
      • Von der_yappi Volt-Modder(in)
        180€ für ne Maus? Ham die den Billunder Lack gesoffen?
        Ne, lass ma.
      • Von Cernan68 Freizeitschrauber(in)
        Vielleicht was für einen Black Friday Deal. Der Preis ist mir zu verrückt und da ich kein E-Sportler bin, brauche ich sie auch nicht wirklich.
      • Von Joshu4undZirael PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von rum
        Klingt gut (wirklich!)!
        Jetzt noch die 1, vorne am Preis, wegnehmen und ich würd's mal probieren
        Ja, das wäre ein Preis der so weit ok wäre, da ginge ich mit.
        Suche schon lange nach einer Maus, bin Linkshänder, und das wäre genau die passende aber bei dem Preis verzichte ich lieber drauf.
      Direkt zum Diskussionsende
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