Nokia Lumia 900 im Hands-on-Test: High-End-Modell mit Windows Phone 7.5?
Das Lumia 900 ist das aktuelle Smartphone-Topmodell von Nokia. Reichen das sehr gute 4,3-Zoll-AMOLED-Display und die nützliche Zusatz-Software um gegen andere Windows-Phone-Modelle oder gar das Galaxy S3 und das iPhone 4S zu bestehen? Wir zeigen, für welche Käufer sich das Lumia 900 lohnt und machen den Test mit dem Windows-Phone-7.5-Gerät.
Das erste Nokia-Smartphone mit Windows Phone 7.5 war das Lumia 800. Vor allem das ungewöhnliche Design mit seiner edlen Oberfläche und das gute AMOLED-Display machten das Lumia 800 zum guten Windows-Phone. Bei Kamera, Leistung und vor allem App-Auswahl kann es aber nicht mit vergleichbar teuren Android-Smartphones mithalten. Im Gegenzug bekommen Interessenten, die es gerne farbig haben, eine reichhaltige Auswahl.
Nun ist das größere Modell Lumia 900 endlich auch in Deutschland verfügbar. Die wichtigsten Unterschiede: Anstelle des 3,7-Zoll-Diplays des 800er-Modells kommt beim Lumia 900 ein 4,3-Zoll-Modell zum Einsatz. Das größere Display sorgt natürlich auch für einen höheren Stromverbrauch, weshalb Nokia einen Akku mit einer Kapazität von 1.830 mAh nutzt; beim Lumia 800 waren es noch 1.450 mAh. Das ist mehr als ausreichend, um das größere Display zu kompensieren. So gibt Nokia offiziell an, dass die Ausdauer bei der Musikwiedergabe von 55 auf 60 Stunden gestiegen ist. Beim Video-gucken sind es sogar acht (Lumia 900) gegenüber 6,5 Stunden (Lumia 800). Die offizielle Akkulaufzeit für Telefonate im GSM-Netz ist hingegen deutlich gesunken.
Frontkamera und Fotoqualität: ordentlich aber nicht gut
Die dritte wichtige Neuerung des Lumia 900 ist die zusätzliche Front-Kamera. Beim Lumia 800 gibt es lediglich eine Kamera auf der Rückseite. Praktisch ist, dass erneut eine Hardware-Taste zur Verfügung steht, mit der Sie aus jeder Situation heraus direkt zur Kamera-App gelangen. So müssen Sie sich nicht erst durch Menüs wühlen, um einen Schnappschuss zu machen. Die Zeit, die zwischen dem Betätigen des Auslösers und dem fertigen Foto vergeht, ist beim Lumia 900 aber deutlich länger als bei anderen aktuellen Top-Smartphones wie dem HTC One X, dem Samsung Galaxy S3 oder dem iPhone 4S. Zudem ist die Bildqualität nur mittelmäßig, wie unser folgender Vergleich zeigt. Wer gerne mit dem Smartphone fotografiert, ist daher mit einem iPhone 4S, dem Samsung Galaxy S3, dem HTC One S oder dem One X besser beraten. Für gelegentliche Schnappschüsse reicht die Lumia-900-Kamera aber.
Gehäuse und Ergonomie: groß und schwer
Mit dem Display ist natürlich auch das Gehäuse gewachsen. So ist das Lumia 900 mit 12,8 x 6,8 x 1,2 cm (Höhe x Breite x Tiefe) deutlich größer als das Lumia 800 (11,6 x 6,1 x 1,2 cm) und erreicht sogar fast die Abmessungen des Galaxy S3 (13,7 x 7,1 x 0,8 cm). Damit ist das Lumia 900 gerade noch hosentaschentauglich, eignet sich aber nur bedingt für die Ein-Hand-Bedienung. Zudem ist das Nokia-Smartphone mit 160 Gramm relativ schwer. Das größere und dünnere Galaxy S3 bringt es auf 133 nur Gramm. Beim HTC One S (ebenfalls mit 4,3-Zoll-Display) sind es nur 120 Gramm. Zudem störten uns die harten Kanten des Lumia 900.
Display-Qualität: Niedrige Pixeldichte, hoher Kontrast
Obwohl das Display gewachsen ist, arbeitet es erneut mit der mittelmäßigen Auflösung 800 x 480. Dabei handelt es sich um eine Einschränkung von Windows Phone 7.5 - andere Auflösungen werden nämlich nicht unterstützt. Dementsprechend bietet das Lumia 800 mit 800 x 480 auf 3,7 Zoll sogar die höhere Pixeldichte (252 ppi) und wirkt daher schärfer. Beim Lumia 900 sind es nur 217 ppi. Dementsprechend wirkt gerade Schrift auf Webseiten bei mittlerer Zoomstufe grobkörnig und kann erst beim Hereinzoomen gelesen werden.
Ansonsten ist das Display des Lumia 900 aber erfreulich kontrastreich und bietet sehr gute Farben. Dank AMOLED-Technik wirken schwarze Flächen zudem richtig schwarz, weshalb man je nach Blickwinkel und Lichteinstrahlung gar nicht genau erkennt, wo das Display aufhört und das Gehäuse anfängt. Der folgende Vergleich zeigt, wie gut Gehäuse und AMOLED-Display ineinander übergehen. Beim ebenfalls verwendeten HTC Titan mit S-LCD statt AMOLED ist hingegen ein deutlicher Unterschied zwischen dem Ende des Displays und dem Beginn des schwarzen Rahmens erkennbar.
Nützliche Zusatzfunktionen
Ein großer Vorteil der Lumia-Reihe gegenüber anderen Smartphones: Auf den Nokia-Modellen ist bereits eine sehr gute Navigations-App vorinstalliert, die sogar offline funktioniert (wichtig beim Auslands-Aufenthalt). Zum Vergleich: Die beliebte Navi-Software Navigon für iOS und Android kostet aktuell rund 60 Euro. Bei dem ebenfalls vorinstallierten Nokia Musik können Sie zudem aus einer riesigen Auswahl Musikdateien kaufen. Die Preise waren bei unserem ersten Check ähnlich wie bei Apple iTunes oder Amazon. Zudem haben Sie auch bei Nokia Musik die Möglichkeit, bei einem Song reinzuhören, bevor Sie ihn kaufen.
Geschwindigkeit: schnell genug für Windows 7.5
Der verwendete Qualcomm-Prozessor arbeitet mit 1,4 GHz und einem CPU-Kern. Das mag angesichts der ersten Quadcore-Smartphones überholt wirken, allerdings unterstützt Windows Phone 7.5 grundsätzlich nur Singlecore-Chips. Zudem ist das Microsoft-Betriebssystem nicht so Hardware-hungrig wie Android, weshalb es sich auf dem Lumia 900 schnell und flüssig bedienen lässt. Beim Aufbau von Webseiten haben jedoch High-End-Android-Smartphones sowie das iPhone 4S die Nase vorne. Das belegt auch der Browsermark, bei dem das Lumia 900 33.345 Punkte erreicht. Zum Vergleich: Beim iPhone 4S sind es 88.800 Punkte und beim Samsung Galaxy Nexus mit Android 4 sogar 98.600 Punkte.
Fazit: Guter Exot zum hohen Preis
Wenn Sie ein möglichst einfach zu bedienendes Smartphone mit großem Display wollen, bei dem bereits sehr viel nützliche Anwendungen vorinstalliert sind, ist das Lumia 900 eine gute Wahl. Allerdings stehen im Windows Market noch immer deutlich weniger Apps und Spiele zur Verfügung als bei iOS oder Android. Immerhin sind mittlerweile wichtige Apps wie Skype oder Whatsapp für Windows Phone 7.5 erhältlich. Für Hobby-Fotografen oder Vielsurfer gibt es zudem zum gleichen Preis bessere Smartphones. Schließlich kostet das Lumia 900 aktuell rund 490 Euro. Konkurrenz bekommt Nokia damit besonders aus den eigenen Reihen, denn das kleinere Lumia 800 ist mit 340 Euro deutlich günstiger und eine gute Wahl, wenn Sie auf eine Frontkamera verzichten können. Auch das Windows-Phone HTC Titan, bietet mit 4,7 Zoll sogar ein größeres Display und kostet mittlerweile nur noch 280 Euro.
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Bei der Berechnung der Route im Nokia-Navi ist die Route innerhalb eines Augenblicks fertig berechnet... auch das Starten von Apps oder das Wechseln zwischen verschiedenen Anwendungen geht mehr als Flüssig.
was windows phone 8 angeht, so würde ich nicht davon ausgehen, dass man auf das Erscheinen dieses Betriebssystems warten kann. Das wird sich noch hinziehen UND dann wird es im ersten Release sicher nicht halb so stabil laufen wie das derzeitige System.
Meine Meinung.
Die Kamera ist SPITZE (wie haben die Tester denn so schlechte Fotos erreicht), die Bedienung perfekt und die "fehlenden" Apps sind wohl eher ein Gerücht. Es gibt ALLES und das bereits in mehrfacher Ausführung. Noch mehr Apps braucht kein Mensch... wer braucht denn zehn verschiedene Kompass Apps??
Für mich mit Abstand das Beste Smartphone, allen Kritikern zum Trotz!
mobile-reviews.de | Handys, Smartphones & Tablets unter der Lupe - Nokia Lumia 900- Das Smartphone mit Windowsphone Betriebssystem im Test
und zwar bei allen drei.
das nokia ist etwas zu dunkel (verschmerzbar), das bild ist insgesamt zu kühl
die bilder vom s3 sind irgendwie verzerrt (was aber nur im direkten vergleich auffällt) und das gut-licht-bild ist verwackelt
beim 4s wurde einfach so massiv nachbearbeitet, sowas als einzig erreichbares rohbild auszugeben sollte verboten werden...
und verrauscht sind sie alle xD (aber das kriterium kann in der handy-klasse fairer weise nicht zählen, megapixel-wahn sei dank... -.-)