Superdome: 15 Noctua-Lüfter in einer PC-Seitenwand senken Temperaturen deutlich
Aus 15 Noctua-Lüftern wird eine komplette PC-Seitenwand: Der Youtuber Major Hardware zeigt mit dem "Superdome" ein ungewöhnliches DIY-Projekt, das im Spielebetrieb die Temperaturen seines Systems deutlich senken soll.
Der Youtuber Major Hardware hat ein neues DIY-Projekt vorgestellt, bei dem eine klassische Seitenwand durch ein Modul aus 15 Noctua-120-mm-Lüftern ersetzt wird. Das Konstrukt trägt den Namen "Superdome" und basiert auf einem 3D-gedruckten Aufbau für ein Lian Li O11 Dynamic XL. Der Überlieferung nach entstand die Idee aus einem früheren Experiment namens "Fanjattan Project", bei dem bereits viele kleine Lüfter zu einem großen Verbund kombiniert wurden. Für den neuen Aufbau habe Noctua dann die benötigten Lüfter sowie Material für optisch passende 3D-Druckteile bereitgestellt.
15 Lüfter als komplette Seitenwand
Im Video wird gezeigt, dass der Aufbau nicht nur aus den 15 Lüftern selbst besteht, sondern auch aus einem großflächigen, gewölbten Rahmen, der die komplette Seitenöffnung des Gehäuses abdeckt. Major Hardware spricht dabei auch die praktischen Probleme an: Das Kabelmanagement sei wegen der vielen Y-Adapter unübersichtlich ausgefallen. Zwei Lüfter liefen zunächst nicht, weil sie schlicht nicht angeschlossen waren. Trotzdem soll - das fragen sich wohl viele - das fertige Modul im Betrieb überraschend leise gewesen sein. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf deutlich: Während ein Noctua NF-A12x25 laut Bericht rund 6,1 Watt aufnimmt, kam das frühere "Fanjattan Project" auf 8,1 Watt und der "Superdome" auf 27,6 Watt.
Temperaturen sinken im Spielebetrieb deutlich
Ziel des Ganzen und besonders auffällig sind die im Video gezeigten Temperaturwerte im Gaming-Einsatz. Demnach lag die Temperatur des Systems ohne "Superdome" in mehreren Partien von Battlefield 6 bei rund 86,3 Grad Celsius. Mit montierter Lüfter-Seitenwand sank der Wert auf 66,9 Grad Celsius. Ein deutlicher Rückgang, doch Major Hardware selbst schränkt das Ergebnis ein: Im verwendeten System arbeiten oberer und unterer Radiator als Exhaust, um die RGB-Lüfter besser sichtbar zu machen. Dadurch werde das System im Spielebetrieb tendenziell wärmer als nötig.
Das Projekt ist damit vor allem ein Showcase für einen ungewöhnlichen Luftstrom-Aufbau und weniger ein alltagstauglicher Standard-Umbau. Hinzu kommt, dass die Materialkosten recht hoch sind, und nicht jeder wird das Glück haben, dass Noctua die Lüfter spendiert. Außerdem gibt es keinen Staubschutz für die offene Konstruktion, wodurch Staub leichter ins Gehäuse gelangen kann. Wer den Umbau trotzdem nachbauen möchte, bekommt offenbar Unterstützung: Die Baupläne für den "Superdome" sind veröffentlicht worden, und wer will, kann so auch Nachteile der Konstruktion wie den fehlenden Staubschutz verbessern.
Bereits im März hatte PC Games Hardware über ein anderes Major-Hardware-Experiment berichtet, bei dem 15 kleine Mini-Lüfter gegen einen einzelnen Noctua NF-A12x25 antraten. Dort lagen die Temperaturen unter Last mit etwa 69,5 Grad Celsius für den Referenzlüfter und rund 69 Grad Celsius für die Mini-Lüfter-Konstruktion praktisch gleichauf. Der neue "Superdome" geht nun deutlich weiter, weil hier nicht ein CPU-Kühler-Lüfter ersetzt wird, sondern gleich eine komplette Gehäuseseite als aktives Frischluftmodul dient.

Da ist ja JEDES Fishtank-Case hübscher, selbst dann, wäre es von einem Bus überfahren worden...!
Ich habe sonst kein Bild gefunden. Mein Cooler Master Gehäuse von damals war sehr viel hübscher. Silber/schwarz mit schöner Front. Aber auf das Aussehen vom Gehäuse habe ich nie viel Wert gelegt. Ich fand die großen Seitenlüfter immer pracktisch.
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