[PLUS] Linux-PCs vom Windows-Rechner aus steuern
PCGH Plus: Linux-PCs vom Windows-Rechner aus steuern: Um von Windows aus übers Netz auf Linux zuzugreifen, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 11/2025.
Fernbedienung
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Nutzen Sie Ihren Linux-PC nicht als Hauptrechner, weil Sie häufiger am Windows-Rechner arbeiten? Dann steht die Linux-Maschine vielleicht auch nicht im selben Raum, und Sie greifen von Windows aus über das Netzwerk darauf zu. Welche Software Sie dafür am besten verwenden, hängt davon ab, welche Art von Zugriff Sie benötigen. Möchten Sie nur die Dateien in Ihrem Home-Verzeichnis verwenden, richten Sie mit Samba eine Netzwerkfreigabe ein und binden sie unter Windows ein. Bevorzugen Sie es, Befehle in der Bash einzugeben, bauen Sie über die Secure Shell (SSH) eine Verbindung zum Linux-PC auf. Benötigen Sie hingegen den kompletten Linux-Desktop, ist auch das kein Problem: Es genügt, dafür die Bildschirmfreigabe zu aktivieren. Sie nutzen dann unter Windows den RDP-Client.
Secure Shell
Klassisch ist der Fernzugriff auf Linux-Rechner vor allem für administrative Aufgaben via Shell üblich. Das war schon vor über 30 Jahren so, als sich die Internet-Nutzer noch vertrauten und unverschlüsselte Verbindungen über Telnet nutzten. Dessen Nachfolger ist die Secure Shell (SSH), die ebenfalls Remote-Logins unterstützt, dabei aber sowohl die Verbindung als auch die Übertragung der Zugangsdaten verschlüsselt.
Eine gelingende SSH-Verbindung setzt voraus, dass auf dem Zielrechner ein SSH-Server installiert und aktiviert ist. Auf dem lokalen Rechner benötigen Sie einen SSH-Client. Das Einrichten des Servers unter Debian und Ubuntu ist schnell erledigt: Spielen Sie das Paket openssh-server ein, zum Beispiel in der Konsole mit sudo apt install openssh‑server.
Windows 11 bringt bereits einen SSH-Client mit. Sie starten ihn aus jedem Terminalfenster heraus, sowohl mit der Powershell als auch mit der klassischen Windows-Shell (cmd.exe). Um eine Verbindung zum Ubuntu-Rechner aufzubauen, müssen Sie dessen IP-Adresse kennen. Unter Linux zeigt das Kommando ip ‑o ‑4 a in der Shell die IP4-Adressen aller konfigurierten Netzwerkgeräte. Der erste Eintrag nennt die Adresse für localhost (immer 127.0.0.1) und spielt in diesem Kontext keine Rolle. Meist werden Sie in der zweiten Ausgabezeile fündig [Bild 01]. Das Tool verwendet die CIDR-Notation. Das sogenannte Suffix, in der Abbildung /16, gehört nicht zur Adresse, die in unserem Beispiel 172.16.1.45 lautet.
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Fernzugriff leicht gemacht: Wer seinen Linux-PC bequem vom Windows-Rechner aus steuern möchte, hat heute so viele Optionen wie nie zuvor. Dank integrierter SSH- und RDP-Unterstützung in Windows 11 gelingt der Zugriff auf Kommandozeile oder Desktop ohne zusätzliche Tools. Der PCGH-Plus-Artikel erklärt Schritt für Schritt, wie Sie SSH-Verbindungen einrichten, passwortlose Logins per Schlüsselpaar ermöglichen, den Remote-Desktop aktivieren und Dateien via Samba-Freigabe im Windows-Explorer einbinden. Dazu gibt es Praxistipps zu Sicherheit, Komfortfunktionen wie Copy & Paste zwischen Systemen und zur Wahl der passenden Methode für Ihren Anwendungsfall.
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