Geforce Now unter Linux: Die Geforce RTX 5080 aus der Cloud ausprobiert
Wir haben uns Nvidia Geforce Now nativ unter Linux angeschaut, und mit der von uns getesteten Ultimate-Mitgliedschaft, welche die Rechenleistung einer Geforce RTX 5080 bereitstellt, ist das Cloud-Gaming schlicht und ergreifend ein echter Game Change für das freie Betriebssystem.
Geforce Now unter Linux
Am heutigen Tag erscheint die native App, welche Geforce Now endlich auch offiziell unter Linux an den Start bringt. Wir hatten die Möglichkeit, uns eine Vorabversion schon seit einigen Tagen auf einem Tuxedo Stellaris 16 - Gen7 anzusehen und Nvidias Cloud-Gaming-Service ganz ausführlich zu testen. In diesem Testbericht erfahren Sie, wie es uns dabei ergangen ist und wie erfolgreich die Premiere von Geforce Now auf dem freien Betriebssystem war.
System und Hardware
Unser Testsystem, bei dem es sich, wie erwähnt, um ein Tuxedo Stellaris 16 - Gen7 handelt, welches uns freundlicherweise von der Tuxedo Computers GmbH zur Verfügung gestellt wurde, verfügte dabei über die nachfolgenden technischen Spezifikationen:
- AMD Ryzen 9 9955HX3D
- 2 × 16 GiByte DDR5-5600 CL46
- Nvidia Geforce RTX 5090 Notebook-GPU
- 2 × 2 TB NVMe-SSD mit PCIe 5.0 ×4
- 16" IPS mit 2.560 × 1.600 Pixel
Selbstverständlich hatte die leistungsstarke Konfiguration mit dem Streaming-Dienst nur wenig Arbeit und glänzte dadurch mit einer Akkulaufzeit von mehr als 4 Stunden. Das 16 Zoll große IPS-Display, welches mit 2.560 × 1.600 Pixeln in QHD auflöst und bis zu 300 Hz unterstützt, ermöglichte es uns zudem, von den hohen Frameraten, welche die Geforce RTX 5080 in der Ultimate-Mitgliedschaft von Geforce Now liefert, zu profitieren und den Dienst entsprechend ausreizen zu können.
Weitere Informationen zum Testgerät finden sich auf der offiziellen Webseite des in Augsburg beheimateten Herstellers.
Grundvoraussetzungen
Bevor es losging, wurde unser Tuxedo Stellaris 16 - Gen7, welches mit dem neuesten Release von CachyOS betrieben wurde, auf den neuesten Stand gebracht. Anschließend stand uns die nachfolgende Softwarebasis für den Test von Geforce Now unter Linux zur Verfügung.
- CachyOS 26.01
- KDE Plasma 6.5.5
- KDE Frameworks 6.22
- KDE Gear 25.12.1
- Linux 6.18.7
*) der Steam-Client wurde auf die neueste Version vom 21. Januar 2026 aktualisiert.
CachyOS wurde also auf den neuesten stabilen Build 260124 aktualisiert und war bereit für die Vorabversion von Geforce Now, die uns von Nvidia zur Verfügung gestellt wurde.
Hinweis: Nvidia empfiehlt in seinem offiziellen Reviewer's Guide, dass Geforce Now unter Linux mit dem stabilen Linux x64 Display Driver 580.126.09 unter Ubuntu mit X11 genutzt werden sollte. Auf unserem Testgerät kam jedoch der Linux x64 Display Driver 590.48.01, also der aktuelle Beta-Branch, zum Einsatz. Zudem läuft CachyOS unter Wayland und die Installation und der Betrieb von Geforce Now verliefen dennoch absolut problemlos.
Geforce Now installieren
Die native App für Geforce Now unter Linux, welche uns von Nvidia vorab zur Verfügung gestellt wurde, lag in der Version 2.0.81.175 vor und dient nur zu Testzwecken. Die finale Version von Geforce Now für Linux wird noch am heutigen Tag über die offizielle Webseite verfügbar gemacht, wie uns Nvidia bereits im Rahmen des Tests mitgeteilt hat.
Quelle: PCGH
Die Installation der nativen App gestaltet sich mit der von Nvidia bereitgestellten Setup.bin als schnell und unkompliziert, und nach weniger als 5 Minuten ist der gesamte Prozess bereits abgeschlossen. Geforce Now startet initial automatisch und so finden wir uns auf dem bekannten Anmeldungsbildschirm des Cloud-Gaming-Dienstes wieder. Dabei ist die "Experience" genauso, wie auf aktuellen Computersystemen unter Windows 11.
Nach der Anmeldung über den Geforce-Account müssen wir noch unseren Steam-Account verknüpfen, damit wir auf unsere gesamte Spiele-Bibliothek zugreifen können, aber auch das funktioniert bereits in der Vorabversion absolut unproblematisch. Instabilitäten oder sogar Abstürze hatten wir bei unserem gesamten Test nicht zu verzeichnen. Die native App entpuppte sich dabei in der Praxis als bereits sehr ausgereift und äußerst stabil.
Quelle: PCGH
Nach der Installation lässt sich Geforce Now sowohl über eine Verknüpfung auf dem Desktop von CachyOS im Desktop-Modus als auch direkt über den Steam-Client im Gaming-Modus starten. Lobenswert ist, dass die App im Steam-Client automatisch in unsere Bibliothek aufgenommen wurde und mit nur einem Klick gestartet werden kann. Los geht's!
Hinweis: Auch die finale respektive öffentliche Version von Geforce Now für Linux wird offiziell noch als Beta-Version bezeichnet und ist laut Nvidia bis auf Weiteres auch als solche anzusehen. Im Betrieb ist davon allerdings nichts zu merken.
Geforce Now in der Praxis
Da uns von Nvidia speziell für diesen Test eine volle Ultimate-Mitgliedschaft für Geforce Now zur Verfügung gestellt wurde, stand uns die gegenwärtig höchstmögliche Leistungsstufe des Cloud-Gaming-Services zur Verfügung. Diese beinhaltet ...
- ... einen Server mit einer virtuellen CPU mit 16 Prozessorkernen ("16 vCPUs")
- ... einen Geforce-RTX-5080-SuperPOD mit der Leistung einer Geforce RTX 5080
- ... eine maximale Streaming-Auflösung von bis zu 5K/UHD-2 sowie bis zu 360 Hz
- ... Nvidia DLSS 4 mit Multi Frame Generation, Ray Reconstruction und Nvidia Reflex
- ... 100 Stunden monatliche Spielzeit ohne Werbung und kurze Wartezeiten
- ... HDR10, G-Sync und Audiowiedergabe in 7.1
Neben dem vollständigen Featureset von Nvidia DLSS 4 samt Frame Generation, Ray Reconstruction und dem Latenzverbesserer Nvidia Reflex wurde außerdem auch das neue Transformer-KI-Modell, welches mit DLSS 4 eingeführt wurde, in Geforce Now übernommen.
Im Praxistest kann Geforce Now auf unserem Tuxedo Stellaris 16 mit den versprochenen Frameraten und glatten Frametimes punkten. Für den Geforce-RTX-5080-SuperPOD ist es zu keinem Zeitpunkt ein Problem, die 2.560 × 1.600 Pixel mit den versprochenen 60 Bildern pro Sekunde+ auf das IPS-Display des Gaming-Notebooks zu bringen. Selbst solche grafischen Schwergewichte wie z. B. Cyberpunk 2077 mit maximalen Details, Pathtracing und HDR10 entlocken der virtuellen Geforce RTX 5080 keinerlei Stottern und auch die niedrigen Systemlatenzen wissen zu überzeugen. Der wahre Game Changer ist aber der "Ressourcenhunger", welcher erfreulich entsprechend niedrig ausfällt.
Cyberpunk 2077 im Test
Die Redaktion hat sich Cyberpunk 2077 auf Geforce Now unter Linux in drei unterschiedlichen Szenarien angesehen. In allen drei Einstellungen betrug die Ausgabeauflösung dabei stets 2.560 × 1.600 Bildpunkte, während DLSS 4 im Quality-Preset zum Einsatz kam.
Dank dreier Zwischenbilder und DLSS 4 Multi Frame Generation (×4-Modus) läuft das anspruchsvolle dystopische Action-Rollenspiel auf Geforce Now mit den höchstmöglichen Grafikeinstellungen und Pathtracing sogar mit durchschnittlich 230 Bildern pro Sekunde, ohne dass dabei nennenswert höhere Latenzen als auf dem Desktop-PC auszumachen wären. Die Systemlatenzen betrugen im Durchschnitt 12 bis 14 Millisekunden. Dank einer geringen Leistungsaufnahme waren die Lüfter des Notebooks dabei zu keiner Zeit hörbar.
Erste Einschätzung
Geforce Now ist besonders im Hinblick auf die Leistungsaufnahme auch unter Linux ein echter Game Changer und erlaubt es, auch grafisch anspruchsvollste Titel mit maximalen Einstellungen, Raytracing und sogar Pathtracing mit hohen Bildraten zu spielen. Besonders Systeme, welche nicht über eine leistungsstarke dedizierte Grafikkarte verfügen, profitieren davon, dass mit Geforce Now jederzeit eine potente Nvidia Geforce RTX 5080 mit einem vollständigen Featureset inklusive DLSS 4 und Multi Frame Generation über die Cloud bereitgestellt werden kann. Die geringen Latenzen und der stabile Betrieb lassen im Praxiseinsatz nach kürzester Zeit vergessen, dass Spiele gar nicht nativ laufen.
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Was genau ist an meinem Ansatz nicht pragmatisch?
Deswegen ist BF6 zum Beispiel auch nicht über Boosteroid spielbar.
Es fällt auf, das gerade wenn es um Kernel AntiCheat Games gibt, die eigentlich nur von den Cloud Diensten, bei GFN laufen.
Abseits vom Kernel AntiCheat scheinen sie sich aber nicht mit Rockstar,Sony und From Software einigen zu können, die gibt es hingegen bei Boosteroid wieder.
Boosteroid ist allerdings krampfig.
Zwar kein Stundenlimit, aber man muss bei jedem Start die Game Settings neu vornehmen... bei GFN werden die (auf Wunsch) gespeichert. Lässt sich in den GFN Optionen einstellen.
Bei Shadow ist es zum Beispiel so, das dort die Kernel AntiCheat Games ebenfalls nicht laufen weil sie die VM erkennen. Das wird bei Hetzner kaum anders sein nehme ich an.