[PLUS] Der große Linux-Grafikkarten-Index im Detail: 10 GPUs, 10 Spiele und 3 Auflösungen
Die Alternative, das Freiheitsversprechen: Linux ist dank Proton und Mesa zum Lichtblick am Windows-geplagten Himmel geworden. Doch wie gut kann man unter Linux spielen? Unser großer GPU-Index in der ausführlichen Plus-Version.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das Testsystem
- 2 GPU-Treiber
- 3 Benchmark-Tool
- 4 Spiele und Savegames
- 5 Anno 117: Pax Romana
- 6 A Plague Tale: Requiem
- 7 The Outer Worlds 2
- 8 Kingdom Come: Deliverance 2
- 9 Metro Exodus EE
- 10 Baldur's Gate 3
- 11 Clair Obscur: Expedition 33
- 12 Ghost of Tsushima
- 13 Cyberpunk 2077
- 14 Faszination & Einschränkung
- 15 Neuer Mesa, neues Glück?
Dank der Bemühungen der Community und Valves Vorstoß mit SteamOS sowie dem Steam Deck schreitet die Linux-Optimierung für den Spielegebrauch voran. Nicht zuletzt, weil Windows vielen ein Dorn im Auge ist. Bloatware, Bugs, Lizenzen und Account-Bindungen - all das scheint beim Open-Source-Konkurrenten kein Problem zu sein. Dennoch gibt es eine Hemmschwelle für Nutzer, umzusteigen, denn das System erfordert Eingewöhnung, bietet aber das Potenzial für ein gutes und stressfreies Spielerlebnis. Wir wollen dem Gaming unter Linux auf den Grund gehen und prüfen, wie gut ein optimiertes Linux-System sich gegen Windows behaupten kann. Im PCGH-Linux-Index müssen sich zehn Grafikkarten von drei Chip-Schmieden im Parcours mit zehn Spielen auf Linux und Windows in drei Auflösungen behaupten.
Das Testsystem
Da es in unserem Index primär um die Leistung von Grafikkarten geht, nutzen wir ein System mit High-End-CPU. AMDs Ryzen 7 9800X3D ist dank 3D V-Cache noch immer die Speerspitze im Gaming-Segment (bis der 9850X3D erscheint). Der Prozessor wurde uns von Zed Up zur Verfügung gestellt. Dafür ein ganz großes Dankeschön, denn derartige Kooperationen machen Projekte wie den Linux-Index erst möglich.
Unser Testsystem: Ein Arbeitstier - in diesem Fall ein Arbeits-Einhorn - mit Ryzen 7 9800X3D und zwei Betriebssystemen.
Unser Arbeitsspeicher ist mit 48 GiByte großzügig bemessen und mit einer möglichen Geschwindigkeit von DDR5-6800 CL34 flink. Da es sich um ein AMD-System mit Infinity Fabric handelt, nutzen wir selbstverständlich nicht einen derart hohen Takt, der sich jenseits der Stabilitätsgrenze befindet. Auf DDR5-6000 gedrosselt ist das System flott und stabil - essenziell für reproduzierbare Ergebnisse. Auch wenn ein manuelles Tuning theoretisch noch mehr CPU-Leistung liefern kann, wäre die Gefahr fehlerhaften Verhaltens seitens des Testsystems groß.
CPU und RAM sitzen auf einem Unterbau von Gigabyte. Das X870 Aorus Elite Wifi7 bietet alles Nötige, unter anderem zwei Lane-Sharing-freie SSD-Plätze. Wie von CachyOS empfohlen - und auch aus Speicherplatzgründen und der Einfachheit halber - nutzen wir zwei System-SSDs, eine mit Windows und eine mit Linux. Dual Boot wird nicht benötigt; das Betriebssystem kann einfach mit F12 beim Start per Boot-Override gewählt werden.
Linux einrichten
Der Wechsel von Windows gestaltet sich anfangs wirklich nicht einfach. Denn die Betriebssystemstruktur und die Steuerung über die Befehlskonsole erfordern etwas Eingewöhnung. Hat man den Dreh jedoch raus, ist vieles aber auch einfacher. Und wenn man mal nicht weiterweiß, ist ChatGPT dank guter Datenlage ein fähiger Begleiter.
Gaming-optimierte Distributionen zielen auf eine höhere Nutzerfreundlichkeit ab und bringen meist schon die aktuellen, benötigten Kompatibilitäts-Tools, um PC-Spiele zum Laufen zu bringen. Wir entscheiden uns für die Distribution CachyOS. Die passende ISO-Datei kann über die Website des Anbieters heruntergeladen und beispielsweise per Balena Etcher oder Ventoy auf einen Bootstick gespielt werden.
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