Deutschland setzt auf Linux: Millionen-Investitionen als Antwort auf Microsofts "Spyware"
Deutschland investiert 1,3 Millionen Euro in KDE Plasma, den Linux-Desktop des Steam Deck. Die Linux-Community feiert die Finanzspritze und erklärt Microsoft, Google, Apple und deren "Spyware" öffentlich den Kampf um digitale Souveränität.
Digitale Souveränität made in Germany - die Sovereign Tech Agency, welche im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung betrieben wird, schreibt der KDE-Community einen großen Scheck aus und bedient damit nun Europas wachsenden Hunger nach Open-Source-Software und einer so sehnlichst herbeigesehnten digitalen Souveränität abermals mit einem Millionenbetrag.
Deutschland fördert KDE Plasma mit 1,3 Millionen Euro
Wer in letzter Zeit das Gefühl hatte, dass Linux irgendwie "lauter" geworden ist, nicht nur im Hinblick auf den Trend "Linux-Gaming", liegt goldrichtig. Deutschland dreht den Verstärker jetzt noch ein Stück weiter auf: Die Sovereign Tech Agency des Bundes hat beschlossen, der KDE-Community, den Entwicklern hinter dem Plasma-Desktop, welcher auch im Steam Deck steckt, 1,3 Millionen Euro aus dem sogenannten Sovereign Tech Fund bereitzustellen. KDE ist dabei keine Eintagsfliege.
Gnome hat bereits 1 Million Euro erhalten
KDE Plasma ist schon der zweite Linux-Desktop in Berlins Open-Source-Strategie: Bereits in den vergangenen Jahren hat dieselbe Behörde den Gnome-Desktop mit einer Million Euro bedacht. Deutschland kauft sich also konsequent in die freie Software-Welt ein, und das mit gutem Grund: Digitale Souveränität.
Wofür genau werden die Steuergelder eingesetzt?
KDE hat via Social Media transparent gemacht, für welche Projekte die deutschen Steuergelder eingesetzt werden sollen. Der Katalog liest sich wie eine Wunschliste für einen ernsthaft einsatzfähigen Desktop-Arbeitsplatz, welcher eine Linux-Distribution und einen Linux-Desktop samt vollumfänglichem Ökosystem vereint.
Deutschland finanziert hier keinen bunten Schein, sondern knallharte Infrastruktur, Enterprise-Tauglichkeit, Datensicherheit, Wiederherstellbarkeit. Das klingt nicht nach Hobby-Projekt, sondern mehr nach einem ernsthaften Angriff auf die Vorherrschaft proprietärer Software in Behörden und Unternehmen. Neben dem Desktop wird außerdem auch die hauseigene Distribution KDE Linux gefördert.
KDE sagt "Spyware" von Microsoft & Co. den Kampf an
Die KDE-Community selbst ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, eine politische Botschaft mitzuschicken: Die Welt kehre gerade von "teurer und unsicherer, spywareverseuchter Software" ab, die von Konzernen wie Microsoft, Google, Meta oder Apple aufgezwungen wird", so die Entwickler in ihrer offiziellen Stellungnahme.
Die Missachtung von Datenschutzgesetzen und persönlichen Daten durch Big Tech ist zu einer Frage der nationalen Sicherheit geworden.
Während die Meldungen über das vorsätzliche Fehlverhalten nahezu täglich die Schlagzeilen füllen, wendet sich die Welt zunehmend von der teuren, unsicheren und spyware-verseuchten Software ab, die uns von Konzernen wie Microsoft, Google, Meta, Apple und Konsorten aufgezwungen wird. — Stellungnahme von KDE e.V.
Die Kernpunkte der Stellungnahme der KDE-Community zur Förderung durch die Sovereign Tech Agency in Höhe von 1.285.200 Euro lassen sich dabei folgendermaßen zusammenfassen:
Auch die Sovereign Tech Agency äußerte sich im Rahmen dieser Stellungnahme in Person ihrer technischen Direktorin Fiona Krakenbürger.
Der Desktop verwaltet persönliche Daten und vermittelt fast jeden Dienst, auf den wir angewiesen sind - von der Arztterminbuchung bis zur Arbeitswelt.
Wir investieren in KDE, weil es eine der zwei großen Desktop-Umgebungen unter Linux ist und eine Schlüsselrolle dabei spielt, wie Millionen von Menschen offene Technologie erleben.
— Stellungnahme der Sovereign Tech Agency
Der Druck auf US-Technologiekonzerne wächst damit auf EU-Ebene und aus Deutschland noch einmal spürbar.
Europa emanzipiert sich von US-Tech
Was sich hier abzeichnet, ist mehr als ein einzelner Förderbescheid. Deutschland und die Europäische Union betreiben aktiv die Ablösung von Windows, Office und Co., aus Gründen der Datensouveränität, der IT-Sicherheit und wachsender geopolitischer Skepsis gegenüber US-amerikanischen Softwareanbietern.
Die Sovereign Tech Agency ist dabei kein Einzelkämpfer; sie ist Teil einer koordinierten europäischen Strategie. Ob das Linux in den nächsten Jahren tatsächlich zum Mainstream-Desktop macht, bleibt natürlich dennoch abzuwarten.
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Quellen: Sovereign Tech Agency | KDE-Communiy | Phoronix

Was wir jetzt am allerliebsten auch noch brauchen könnten - und dies wäre wünschenswert, für noch mehr Unabhängigkeit, ich wiederhole mich sehr gerne:
- Einen CPU Hersteller
- Einen Ram Hersteller
- Einen Graka Hersteller
- etc.
Und jedem von uns, fällt mit Sicherheit auch noch etwas ein.
Bis die EU was nennenswertes produzieren könnte würde es bestimmt locker 10 Jahre dauern, wenn überhaupt irgendwas bei rauskommt. Sobald mehr als 1 eu Staat involviert ist, ist es zum scheitern verurteilt. (Siehe fcas) Dann kommt jeder Staat mit seinen "nationalen Interesse" und schon passiert gar nichts mehr