Linux 6.17 mit optimierter SSD-Unterstützung und Intel Xe3
Der neue quelloffene Betriebssystemkernel Linux 6.17 ist erschienen und bietet einmal mehr zahlreiche Verbesserungen in vielen Bereichen. Er adressiert dieses Mal vor allem moderne SSDs und Intels Arc-GPUs mit Xe2- und Xe3-Architektur.
Der neue freie Betriebssystemkernel Linux 6.17 ist von Linus Torvalds freigegeben worden und bietet einmal mehr zahlreiche Verbesserungen in vielen Bereichen. Das Release adressiert dieses Mal vor allem moderne SSDs sowie Intels Arc-Grafikkarten auf Basis der Architekturen Xe2 ("Battlemage") und Xe3 ("Celestial"). Jetzt haben die Vorbereitungen auf Linux 6.18, den letzten Systemkernel des Jahres, begonnen. Im Detail gibt es jetzt folgende Neuerungen und Verbesserungen durch Linux 6.17.
Optimierte SSD-Unterstützung
Dank Linux 6.17 können Speicherbereiche auf modernen NVMe- und SCSI-SSDs nun effizienter als "null" markiert werden. Das geht einher mit mehr Leistung und weniger Schreibabnutzung und wird mit Hilfe der Flag FALLOC_FL_WRITE_ZEROES der Funktion fallocate() realisiert. Das sorgt dafür, dass SSDs dazu gezwungen werden, die entsprechenden Speicherblöcke tatsächlich mit Nullbytes zu markieren, wie Entwickler Ferdinand Thommes auf linuxnews.de detailliert erläutert.
Wenn eine SSD den WRITE_ZEROES-Befehl umsetzt, wird der betreffende Block intern sicher gelöscht oder mit Nullen überschrieben, oft aber nicht durch einen kompletten Schreibvorgang wie bei HDDs, sondern durch effiziente Controller-Funktionalität, die die Pages schnell auf einen definierten Zustand setzt. - Ferdinand Thommes, linuxnews.de -
Mit Linux 6.17 wird die Nutzung von modernen SSDs somit nicht nur performanter, der neue Kernel sorgt zudem auch für eine geringere Abnutzung der Datenträger.
Optimierte Dateisysteme
Ebenfalls eine Optimierung erhalten die unter Linux zum Einsatz kommenden Dateisysteme Ext4 und Btrfs. Das Ext4-Dateissystem hat dabei eine verbesserte Block-Allocation-Scalability erhalten, was sich insbesondere auf I/O-lastige Desktop-Szenarien positiv auswirkt.
Beide Dateisysteme bieten zusätzlich neue Defragmentierungs- und Kompressionsoptionen. - Ferdinand Thommes, linuxnews.de -
Btrfs unterstützt jetzt experimentell Large-Folio, was die Speicherverwaltung bei großen Dateien weiter beschleunigen soll. Auch die Patches für den NTFS3-Treiber, um bekannte Probleme mit Windows-spezifischen symbolischen Links, sogenannten Symlinks, in Dual-Boot-Szenarien zu beheben, wurden in Linux 6.17 übernommen.
Gerüchteweise könnte Bcachefs mit Linux 6.18 gänzlich aus dem Kernel entfernt werden, aber dazu gibt es bislang allerdings keine Bestätigung von Linus Torvalds. - Ferdinand Thommes, linuxnews.de -
In Sachen SSD-Unterstützung und Dateisysteme ist Linux 6.17 einmal mehr ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.
Neue Grafiktreiber
Linux 6.17 bietet zudem erstmals Support für Intels Xe3-Architektur ("Celestial"), welche in den Mobilprozessoren der Generation Panther Lake ihre Premiere feiern wird. Zudem werden Single Root I/O Virtualization alias "SR-IOV" für Intels aktuelle Battlemage-GPUs und eine konsistentere Hotkey-Belegung beim "Performance Boost" für Laptops geboten. Der neue Kernel bringt zudem weitere Optimierungen für FUTEX mit, was zu einer verbesserten Leistung in Multithreading-Szenarien führen soll.
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Quelle: Linus Torvalds via linuxnews.de

Liebe Grüße
Sven
Wir nähern uns immer mehr der Hauptversion 7 des Kernels.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Du hast in Ferdinands Nachnamen ein 'h' vergessen; er schreibt sich 'Thommes'.
Ich brauche z.B mesa-git in einem meiner Systeme, damit vulkan ueber wayland funktioniert und ich keine random freezes habe. In anderen Systemen brauche ich spezifische patches, manche Kernel, manche mesa, manche sway... etc.
Nur weil ich keine Probleme in meinem Anwendungszweck habe, heisst das lange nicht das es Fehlerfrei funktioniert.
Um dir zu helfen, wie gesagt, und das Problem fuer exakt deinen Fehlerfall zu beheben, brauch es ein Report in die offiziellen Kanaele.
Aber selbst danach, du weisst nicht ob es dann behoben fuer alle ist, und lange nicht, das neue commits neue Fehler hervorrufen.
Weil da gabs vor kurzem ein mesa issue welches Dinge wie memory leaks verursachte, unter anderem.
Du hattest eine Person welche "optimiert" hatte, und danach brauchte es den Community effort das wieder zu beheben... https://gitlab.freedeskto...
Müsste die Performance besser sein? Mit Sicherheit.
Läuft es, abgesehen von den zu hohen Anforderungen, rund? Jap!
Schon weit schlimmere Releases gesehen.