Samsung mit Dolby-Atmos-Soundbar auf der CES
Auf der CES in Las Vegas hat Samsung eine Soundbar vorgestellt, die aus vier Lautsprechern besteht und trotzdem Dolby Atmos wiedergeben soll. Damit dürfte die Technik für Durchschnittskunden deutlich interessanter werden, denn das eigentliche 7/5.1.4-System mit seiner Menge an Lautsprechern und Kabeln schreckt viele ab.
Dolby Atmos ist im Kino gerade beim ersten Mal und in bei guter Umsetzung ein Erlebnis. Für das Heimkino aber ist die Technik teuer und vor allem Einnehmend. Neben dem klassischen 7/5.1-Arrangement müssen nämlich auch (üblicherweise) vier Deckenlautsprecher montiert werden. Das ist meist nur was für echte Cineasten, die der Unterhaltung im Wohnzimmer alles andere unterordnen oder einen eigenen Raum dafür haben. In der Theorie beherrscht Dolby Atmos für zuhause sogar 24.1.10 - allerdings nicht in Echtzeitberechnung so wie im Kino.
Mit der auf der CES vorgestellten Soundbar von Samsung, wird zumindest die Menge der Lautsprecher deutlich reduziert, die im Raum verteilt werden müssen. Die HW-K950 besteht aus einer Soundbar, die unter dem Fernseher montiert wird und drei Lautsprecher hat, sowie zwei Lautsprechern für die Positionierung nahe der Couch, die den Ton nach oben abstrahlen, wo er von der Decke reflektiert wird und so das räumliche Gefühl erzeugen soll.
Samsung verspricht, dass dieses Setup genügt, um den Zuhörer komplett mit Ton zu umhüllen. Praktisch ist, dass der Subwoofer und die Surround-Lautsprecher drahtlos versorgt werden. So entfällt der übliche Kabelsalat zumindest bei 5 Kanälen des emulierten 5.1.4-Setups. Um die Stromversorgung kommt man aber bei allen Boxen nicht herum.
Dolby dürfte die HW-K950 gefallen. Mit Soundbars erreicht man dann doch eine deutlich größere Zielgruppe als mit Receivern und Lautsprechern, die eher die Cineasten ansprechen. Genau da drohte Dolby Atmos nämlich letztlich stecken zu bleiben - in der kleinen, wenn auch feinen, Nische. Wirtschaftlich ist das aber weniger spannend. Neben Samsung kann auch Yamaha ein Dolby-Atmos-Konzept bieten Hier wird 7.1.2 durch viele Lautsprecher in einer Box erzeugt, die 1.600 USD kostet
Ob Samsungs Soundbar auch DTS:X unterstützt ist unklar, aber der Standard hat ohnehin Etablierungsprobleme. Einen Preis und Einführungstermin blieb Samsung ebenso schuldig.

Und da nicht jeder bereit ist, weit über 1000 Euro (und viel, viel Zeit für die Theorie) in das Heimkino zu investieren, haben solche Soundbars ihre Daseinsberechtigung. Alleine dadurch, dass sie für eine größere Verbreitung des Standards sorgen dürften, profitieren auch Nichtkäufer davon.
Ich hasse Sound Bars die bekommen noch nicht mal ordentliches 5.1 hin, Geld Verschwendung meiner Meinung nach.