Surround-Sound aus Papier: 150 Gramm schwerer Lautsprecherring von TU Chemnitz vorgestellt

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Surround-Sound aus Papier: 150 Gramm schwerer Lautsprecherring von TU Chemnitz vorgestellt (1)
Quelle: TU Chemnitz

Forscher der Technischen Universität Chemnitz haben ein Verfahren vorgestellt, mit dem man Surround-Sound-Lautsprecher auf Papier drucken kann. Papier oder eine Folie wird dazu als Trägermaterial beidseitig mit einem leitfähigen organischen Polymer bedruckt. Ein vorgestellter Lautsprecher, der an einen Lampenschirm erinnert, wiegt gerade einmal 150 Gramm.

Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Chemnitz haben ein Verfahren vorgestellt, um einen Surround-Sound-Lautsprecher auf Papier zu drucken. Der in dem Zusammenhang präsentierte Klanggeber besteht aus einem rund vier Meter langen Papierbogen mit 56 Lautsprechern. Zu einem Ring angeordnet, entsteht ein Surround-Sound-Lautsprecher nach Art eines 7.1-Systems.

Schon im Jahr 2015 hatte ein Team am Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz das mehrfach ausgezeichnete "T-Book" vorgestellt. Für das "sprechende Buch" wurde das Papier mit Elektronik bedruckt, allerdings kam damals noch eine halbautomatische Einzelbogenfertigung zum Einsatz. Mittlerweile könne man das vom Institut entwickelte "T-Paper" in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren drucken.

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"T-Ring" als günstige Infotainment-Lösungen

Als Trägermaterial dient ein Blatt Papier oder auch eine Folie. Dieses wird mit zwei Schichten eines leitfähigen organischen Polymers als Elektroden bedruckt. Dazwischen sitzt eine piezoelektrische Schicht, die das Papier beziehungsweise die Folie als aktives Element in Schwingungen versetzt. Der Sound entsteht durch die Luftverdrängung.

"Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Printmedientechnik, Chemie, Physik, Akustik, Elektrotechnik und Wirtschaft, die aus sechs Nationen stammen, entwickelten eine kontinuierliche, hochproduktive und sichere Rollenproduktion von Lautsprecherbahnen", sagt Projektleiter Georg C. Schmidt. Neben dem neuen Rolle-zu-Rolle(R2R)-Druckverfahren habe man weitere Inline-Technologien eingesetzt. Darunter die Laminierung funktionaler Schichten.

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Der eingangs erwähnte Lautsprecherbogen, der "T-Ring", entstand auf diesem Wege. Er wiegt nach Angaben der Forscher nur 150 Gramm und besteht zu 90 Prozent aus konventionellem, beidseitig bedruckbarem Papier. "So sind nun günstige Infotainment-Lösungen etwa in Museen, auf Messen und in der Werbebranche möglich", so Schmidt. "In öffentlichen Gebäuden ist beispielsweise eine sehr homogene Beschallung langer Strecken wie Korridore möglich. Aber auch die Prozesstechnik selbst könnte für andere Bereiche interessant werden, zum Beispiel zur Fertigung von Inline-Messsystemen für Industrie 4.0."

Quelle: TU Chemnitz

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von -Shorty-
        Ja rate mal woher meine Grüße stammen.
        Man hört das sächsische gar nicht so bei Dir.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von -Shorty-
        Ja rate mal woher meine Grüße stammen.
        Man hört das sächsische gar nicht so bei Dir.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Bislang hängt man jedenfalls selbst einfache Ausdrucke hinter Sicherheitsglas. Da werden offenliegende Papierlautsprecher auf sich warten lassen.
      • Von -Shorty- Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Sprachausgabe an Bushaltestellen dürfte weniger an den Formen herkömmlicher Lautsprecher scheitern, sondern an Bedienung, Ansteuerung und vor allem Vandalismussicherheit. Da ist bedrucktes Papier bestimmt kein Fortschritt.
        Wenn es deutlich günstiger zu produzieren und leichter zu entsorgen ist, wäre das auf alle Fälle ein Vorteil. Auch bei Vandalismus. Geht ja auch um Ressourcen.
        Aber ja, dieser Einsatzzweck hat noch Fallstricke.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Sprachausgabe an Bushaltestellen dürfte weniger an den Formen herkömmlicher Lautsprecher scheitern, sondern an Bedienung, Ansteuerung und vor allem Vandalismussicherheit. Da ist bedrucktes Papier bestimmt kein Fortschritt. Und wenn die Tonqualität nicht weitaus besser als bei bisherigen Flächen-Piezo-Speakern ist (und bei einer Entwicklung mit Fokus auf Kostensenkung ist das unwahrscheinlich) kann man damit auch keine HiFi-Boxen ersetzen. Aber wenn man zum Beispiel auf Bahnhöfen künftig nicht mehr alle 40 m einen extra lauten Lautsprecher einsetzt, dessen Ton dann hübsch zeitversetzt zu 6 anderen, unterschiedlich weit entfernten als unverständlicher Brei ins Ohr kommt, wäre das schon ein riesiger Fortschritt.
      • Von -Shorty- Lötkolbengott/-göttin
        Ein Produkt für Museen, Messen und Werbetechnik ist in der aktuellen Lage sicherlich nicht einfach an den Markt zu bringen.

        Sprechende Fahrpläne an Bushaltestellen, das wäre doch mal was, gerade für ältere Menschen.

        Ein anderer Gedanke, ist es dann auch möglich ein Papier-Mikrofon auf Basis derselben Technik zu entwickeln?
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