Supertalent Ultradrive ME: SSD im Test
SSD-Laufwerke werden für Spieler immer interessanter. Mit dem Supertalent Ultradrive ME testet PC Games Hardware ein Modell auf Basis von Indilinx und kann eine Preis-Leistungs-Empfehlung aussprechen.
Quelle: PC Games Hardware
Supertalent Ultradrive ME: SSD im Test
Solid State Disks schicken sich an, die altehrwürdige Festplatte in Rente zu schicken. Die Flash-Technik ist schnell, fast ausgereift und mittlerweile auch bezahlbar - doch welches Produkt ist das richtige für den Spielerechner?
Einen Spar-Tipp-Award zu verleihen fällt uns angesichts eines Gigabyte-Preises von über 2 Euro schwer, denn der Abstand zur billigen Festplatte ist nach wie vor gewaltig. Daher belassen wir es bei einer Award-losen Empfehlung, welche sich die Ultradrive ME (nicht zu verwechseln mit der Ultradrive LE) zudem mit den übrigen Modellen teilen muss, die ebenfalls den Indilinx Barefoot und 64-MiByte-DRAM-Cache einsetzen: Sie alle machen schnelle SSD-Technik auch für Spiele-PCs zu einer interessanten Option.
Supertalent Ultradrive ME: Leistung
Über 150 MByte/s beim Schreiben und weit über 200 MByte/s beim Lesen schaffen diese SSDs im Schnitt, wenn sie 64 Gigabyte Kapazität bieten. Die 128er-Modelle kommen gar auf noch höhere Werte, die Ultradrive ME FTM28GX25H kratzt beim Schreiben an der 200-MByte/s-Marke. Zum Vergleich: Lesend wie schreibend erreicht Western Digitals Velociraptor rund 108 MByte/s. All das sind zwar nur recht theoretische Werte, die aber durch unsere Kopiertests bestätigt werden: Eine Ultradrive ME schlägt die Velociraptor auch in der Praxis. Beim Starten von und Arbeiten mit Programmen ist sie ohnehin schneller - ein Vorteil, der sich aus den extrem schnellen Zugriffen ergibt und nur schwer in Zahlen ausdrücken lässt. Auf ähnlich hohem Niveau wie die Ultradrive ME liegt die Corsair P128, die fast dasselbe kostet.
Supertalent Ultradrive ME: Fazit
Die Ultradrive ME von Supertalent ist unsere Preis-Leistungs-Empfehlung - auch wenn sie nur stellvertretend für alle Indilinx-Modelle in diesem Test steht. Die SSD wird im Preisvergleich ab rund 245 Euro angeboten. Die komplette Marktübersicht mit allen SSD-Laufwerken und einem umfangreichen Praxis-Teil finden Sie in der PC Games Hardware 09/2009.
Positiv: Transferrate, Zugriffszeiten, Kopierzeiten
Negativ: Keine nennenswerten Nachteile
| Produktname | Ultradrive ME 128 GB |
|---|---|
| Modellnummer | FTM28GX25H |
| Hersteller (Web) | Super Talent |
| Preis | Ca. 280,- Euro |
| Preis in Euro pro GByte | 2,19 Euro/GByte |
| MTBF* | 1.000.000 Stunden |
| Bauform | Intern, 2,5 Zoll |
| Ausstattung (20 %) | 3,45 |
| Kapazität binär/dezimal | 119,2 GiByte/128,0 GByte |
| Cache | 64 MiByte |
| Herstellergarantie | 2 Jahre |
| Zubehör/Besonderheiten | - |
| Eigenschaften (20 %) | 2,2 |
| Schnittstelle | SATA 3,0 GBit/s |
| Controller | Indilinx Barefoot |
| Flash-Technik | MLC |
| Leistung (60 %) | 1,72 |
| Mittlere Transferleistung lesend/schreibend | 231,1/194,7 MByte/s |
| Mittlere Zugriffszeit lesend/schreibend | 0,1/0,3 ms |
| Kopierzeit 5 GiByte 1 Datei/25.000 Dateien | 1:14/1:58 min |
| Gesamtnote | 2,16 |
Hintergrund: Indilinx Barefoot Controller
Einige der Indilinx-basierten SSDs sind weitgehend baugleich, etwa die Modelle OCZ Vertex, Patriot Torqx, Gskill Falcon und Super Talent Ultradrive ME - die abweichenden Leistungswerte kommen nur durch verschiedene Firmware-Versionen und die unterschiedliche Speicherausstattung zustande.
Besonders viel versprechen wir uns von den insgesamt sieben Modellen mit dem neuen Indilinx-Chip, einem Flash-Controller namens Barefoot: Er ist günstiger als der schnelle Intel-Controller, aber performanter als der Jmicron JMF602, der sich in vielen billigeren SSD-Modellen wie jenen von Hama und Take MS findet. Der Jmicron-Chip leidet mehr noch als andere unter einer Schreibschwäche, die besonders bei SSDs ohne Datenpuffer auftritt und das ganze System aus dem Takt bringen kann.

Mein Sys läuft so Rund wie nur irgendwas. Das unter Win7x64 mit 64GB als Systemplatte. Würd ich auch nicht mehr hergeben.
Bei mir sind unzählige Programme unter Vista auf der Systemplatte, und alles belegt derzeit gerade mal 40 GB. Da dürften dann schon 64 GB reichen, wobei bei VV-Computer laut Preisvergleich eine SuperTalent 64GB gerade mal 139 Euro kostet. Das wäre schon ein schnäppchen, wenn die allgemeinen Probleme mit SSD nicht wären.
Gruß
128GB würden mir von der Kapazität voll reichen, aber nicht für diesen Preis...