Western Digital: Festplattenpreise nicht vor Ende 2012 auf Talfahrt
Gegenüber The Register erklärte der Vertriebsleiter von Western Dgital, Ian Keene, dass die Preise für Hard Disk Drives nicht vor Ende 2012 fallen werden. Die Flutkatastrophe in Thailand zieht immer noch ihre Kreise, wenngleich nun hohe Kosten für den Wiederaufbau die Preise hochhalten.
Auch ein dreiviertel Jahr nach der Flutkatastrophe in Thailand haben sich die Preise für Magnetfestplatten nicht auf ihr Ursprungsniveau eingependelt. Ian Keene, Vertriebsleiter für Großbritannien und Irland erklärte gegenüber The Register warum dem so sei und wann fallende Preise in Aussicht stehen. Seinen Angaben nach, rechne er nicht vor Ende 2012 bzw. Anfang 2013 mit niedrigeren Preisen. Zwar sei die Produktion wieder in der Lage die Nachfrage zu decken, doch wirken sich nunmehr die anfallenden Kosten stark auf die Preise aus. Trotz stillgelegter Produktion habe Western Digital auch weiterhin Löhne zahlen müssen, denen kein Produktions-Output entgegenstand. Ferner ein Grund wäre die Verlagerung der Produktion nach Malaysia.
Dennoch zeichnet Keene ein positives Bild in Bezug auf die Produktionskapazitäten. Man habe sich schneller erholt als gedacht. Laut Quellen bei den Distributoren liege der Preis für ein Terabyte immer noch bei 90 US-Dollar. Zum Vergleich: Vor der Flut lag der Preis bei 50 US-Dollar. Es dürfte spannend werden, wie sich die Hersteller klassischer Magnetfestplatten gegenüber den aufkommenden Solid State Drives behaupten wollen. Trotz Naturkatastrophen liegt der Preis für ein Gigabyte HDD-Speicherplatz immer noch zehnmal niedriger, als für einen Gigabyte auf einer SSD. Auf der anderen Seite wird die Quasi-Monopolstellung von Western Digital und Seagate kritisiert. Samsung und Hitachi verkauften ihr Festplattengeschäft an beide Konkurrenten bzw. wurden gleich kurzerhand übernommen. Der Vorwurf die Preise absichtlich hochzuhalten steht im Raum.
Quelle: The Register
Solange heißt es einfach: Abwarten. Durch die günsten SSD-Preise lohnt es sich bei Selbstbau-PCs, neue Systeme erstmal auf SSD zu installieren und eine alte HD als Datengrab weiter zu nutzen. Wenn die Preise wieder unten sind kann man ja eine reine Datenplatte recht einfach austauschen.
Immerhin: Vor der Krise hatte ich eine externe USB3-2GB-Platte für 72 Euro gekauft, jüngst wieder einer für "nur noch" 92 Euro.
Den Preisanstieg mit dem Wiederaufbau zu verknüpfen ist mMn Abzocke
Heute:
Seagate ST3000DM001 3 TB --> 150 EUR, d.h. 5 cent / GB
Ist doch OK !