25-nm-Flash: Micron lästert, Corsair macht's transparent und Mushkin verschiebt
Das Reizthema 25-nm-Flash macht weiterhin die Runde. Nach dem Vorpreschen von OCZ stimmen nun auch die Konkurrenten Corsair und Mushkin sowie der Flash-Hersteller Micron (dessen Tochter Crucial eigene SSDs vertreibt) in die Kakophonie ein.
Der Generationswechsel bei Flash-Bausteinen von 34- zu 25-nm-Fertigung schlägt weiterhin hohe Wellen. Nachdem die als Vorreiter am stärksten betroffene Firma OCZ am Freitag eine kulante Lösung für die eigenen Produkte auf den Weg gebracht hatte, bohrt nun Flash-LIeferant Micron noch einmal in der Wunde. Als Hintergrund empfehlen wir unsere Zusammenfassung der 25-nm-Flash-Affäre und OCZs Lösung vom 18. Februar.
Im firmeneigenen Innovationsblog teilt Justin Sykes, Microns Director für SSD-Marketing, unter dem Titel "Wie man eine solide 25nm SSD baut (und wie nicht)" erst einmal kräftig aus. Ohne Namen zu nennen, bezeichnet er die Aufregung der Kunden als gerechtfertigt und die negativen Meinungen zu 25-nm-Flash im Allgemeinen als ungerechtfertigt, da die Probleme bei einer planvollen Vorgehensweise vermeidbar sind. Es helfe auch, so Sykes weiter, wenn man tiefgehendes Wissen von der Funktionsweise von NAND-Chips habe.
Quelle: Micron
Crucial C300 vs. C400 Performance
Als Beispiel nennt er natürlich Microns hauseigene SSD-Abteilung, für die er arbeitet. Die unter dem Markennamen Crucial vertriebenen Produkte seien mit der kommenden C400-Generation, die als Crucial M4 SSD im Handel erscheint, bestens für 25-nm-NANDs gerüstet. Da habe man als Tochter von Micron natürlich durch frühen Zugriff und enge Zusammenarbeit gewisse Vorteile.
In Sachen Verlässlichkeit schreibt Sykes, die neue C400-Reihe habe dieselbe Lebensdauer wie die bisherigen C300-Modelle - nämlich eine Gesamtschreibleistung (TBW, Total Bytes Written) von 72 Terabyte für die 128-, 256- und 512-GByte-Modelle - die 64-GB-Versionen verfügen lediglich über die Hälfte. Was sich zunächst ziemlich wenig anhöre, werde verständlicher, wenn man die Werte aufrechnet. Auf die garantierte Lebensdauer von fünf Jahren gerechnet, könnten so knapp 40 GByte pro Tag geschrieben werden - weit mehr, als der durchschnittliche PC-Nutzer benötige. Außerdem beharrt er darauf, dass die vermarketete Kapazität einer SSD immer auch dem entsprechen sollte, was der User an nutzbarem Speicherplatz erhält.
OCZ-Konkurrent Mushkin hat auf ihren Webseiten angekündigt, vorerst keine Flash-Speicherchips aus 25-nm-Fertigung einzusetzen und so lange wie möglich noch Produkte auf 34-nm-Flash-Basis verkaufen. Man wolle den unausweichlichen Wechsel auf 25-nm-Flash erst vollziehen, wenn man von der Qualität des neuen Flash-Speichers überzeugt sei - macht aber keine Angaben zu eventuellen Zeitrahmen diesbezüglich. Außerdem wolle man verstärkt darauf achten, die neuen Produkte differenziert zur alten Generation anzubieten.
We here at Mushkin, Inc. have always strived to deliver the best hardware that has gone through the most strenuous quality control process. We feel that consumers will not yet enjoy the benefits of 25nm Flash memory because of the capacity-reduction issues involved. We will continue to provide SSDs utilizing 34nm Flash memory chips to ensure that our customers get the quality product they're expecting and what they very well may have ordered before. As soon as we are convinced of the effectiveness of 25nm Flash memory, we will release products that meet our standards which are accurately described as being different than their 34nm counterparts.
Quelle: Corsair
Corsair Force F80-A mit 25-nm-Flash
Wie bereits in unserer Meldung am Freitagnachmittag angekündigt, hat Corsair mit einer Pressemitteilung vom Freitagabend, welche allerdings noch nicht auf der Corsair-Webseite aufgeführt ist, nun ihre Pläne zum Übergang auf 25-nm-Flash bestätigt.
So that our customers are perfectly clear about what they are getting, we will be changing the model numbers on all 25nm based drives and transitioning the drive capacities we offer where necessary. For example, a drive that would have been sold as 120GB when built with 34nm flash will be launched as a 115GB version," said Jared Peck, Global Product Marketing Manager for SSDs at Corsair, "All Force Series drives built with 25nm flash will also have a '-A' suffix on the part and/or model number, making it easy to determine exactly what you're getting.
Corsair erwartet, dass die SSD-Modelle Force F115-A (115 GB) und Force F80-A (80 GB) ab Ende Februar im Einzelhandel erhältlich sein werden. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 215 beziehungsweise 169 US-Dollar und damit 34 respektive 30 US-Dollar niedriger als bei den mit 34-nm-Flash bestückten Versionen F120 und F80. Im Corsair-Blog gibt der Hersteller detaillierte Auskünfte zu Bezeichnungen, für den Nutzer verfügbare Kapazität und erwarteten Leistungswerten in englischer Sprache. Weitere Informationen finden Sie in einer separaten PCGH-Meldung.

klingt logisch
ich vermute aber auch, dass die einfach noch nicht ganz mit der umstellung zurecht kommen und mehr vorteile im shrink stecken, als man vermuten möchte
und sollten die 25nm-ssd nicht nur absolut, sondern auch relativ (also EUR/GB) günstiger sein, als die alten 34nm, dann sehe ich keinen grund, warum man nicht umsteigen sollte
ob die lebensdauer jetzt 7, 10 od 20j ausmacht, hängt ja vorrangig am nutzungsverhalten und da wir hier im pcgh-forum wohl ganz gut abschätzen können, was wir "nutzen" und außerdem SSDs derzeit nach wie vor eine leading-edge-technology sind, wissen wir genau, worauf wir uns einlassen
man könnte auch sagen, wir sind test-user einer technologie, die eben erst in ein paar jahren in einem aldi-rechner stecken wird...
und wenn Crucial mit seiner 400er reihe die geschw. steigert und die lebensdauer stabil bleibt, wird das im sommer meine SSD für meinen neuen rechner ^^ (ich liebäugel ja sehr mit einer 300er)
und wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind sand-force-controller zwar nicht sehr stabil in ihrer leistung, da diese sehr von der komprimierbarkeit der daten abhängt, aber die nand-chips werden durch die kompression und die geringere effektive datenspeicherung geschont und hier sollte eig. der derzeitige nachteil durch 25nm-chips durch SF-controller ein wenig aufgewogen werden
beim shrinken verkleinert sich auch die oxidschicht, die als isolator fungiert. ist diese quasi durchbrochen, ist die zelle defekt.
beim löschen muss eine so hohe spannung angelegt werden, dass die schicht immer beschädigt wird.
mein verdacht ist, dass die löschspannung zwar beim shrinken gesenkt werden kann, aber in relation zu der, bei den größeren zellen, größeren oxidschicht nicht weit genug und zerstört die oxidschicht schneller.
aber gefunden hab ich darüber auch noch nichts.
Die Lebensdauer sinkt nicht zwangsweise mit dem shrinken, es scheint nur aktuell einfach noch irgendwelche Probleme zu geben
Mir fehlt jetzt das nötige Hintergrundwissen zu NAND-Chips, aber wieso verkürzt sich die Lebensdauer beim shrinken?