Kuriose Alternativen zur Wärmeleitpaste: Ketchup siegt gegen Zahnpasta
Zahnpasta muss in immer wiederkehrenden Experimenten nicht selten als Wärmeleitpasten-Ersatz herhalten, dabei ist die nicht unbedingt die beste Alternative. Bessere Resultate liefert etwa Ketchup.
Hersteller von Wärmeleitpasten und Wärmeleitpads werben stetig mit innovativen Neuerungen zur Übertragung von Abwärme auf Kühlkörper. Doch seit jeher müssen auch allerhand Lebensmittel, Hygieneprodukte und Kosmetika als kostengünstige Alternative bei experimentierfreudigen Tüftlern herhalten.
Ein aktueller und humoristischer Vergleich kommt aus dem Community-Forum von Computerbase.de. Dort wollte der User "AssassinWarlord" eigentlich nur sein Sammelsurium an Wärmeleitpads und -pasten durchtesten, griff, als er schon einmal dabei war, allerdings auch zu diversen Alternativen. Das Ergebnis: Besonders effektiv waren dabei Zahnpasta und Tomaten-Ketchup, während Käse am ungeeignetsten war. Eine ähnlichen Test hatte PCGH schon 2009 unternommen. Wir testeten damals, wie sich die CPU-Kühlung mit Ketchup, Nivea-Creme und Co. als Wärmeleitmittel eignen.
Vorab sei zu erwähnen, dass derartige Experimente nicht unbedingt zum Nachahmen empfohlen sind, wenn man ein vorzeitiges Ableben der Komponente nicht riskieren möchte. Für den Vergleich von AssassinWarlord hielt eine bereits betagte Radeon R7 240 her, die mit 30 Watt eine nur geringe TDP aufweist. Um die GPU auf Temperatur zu bringen, wurde Furmark jeweils 5 Minuten laufen gelassen. Der ursprünglich verbaute Passiv-Kühler musste zur Verkürzung der Test-Dauer derweil einem Aufbau mit Lüfter weichen, der mit fester Drehzahl konfiguriert wurde, um so vergleichbare Ergebnisse zu liefern.
Als alternative Test-Subjekte gegenüber Marken-Produkten von unter anderem Arctic, Alphacool, Thermalgrizzly und EKWB dienten die bereits erwähnte Zahnpasta, Tomaten-Ketchup und Käse. Hinzu gesellten sich unter anderem eine dünne Kartoffelscheibe, Penaten-Creme, Kupfer-Tape sowie Kupfer-Paste.
Während der Tests sah die Radeon R7 240 das Temperatur-Limit von 105 Grad Celsius häufiger. Laut Tabelle kam es allerdings fast ausschließlich zum temperaturbedingten Throttlen. Nur im Falle von doppelseitigem Wärmeleit-Klebepad mit Aluminium schaltete die genügsame Grafikkarte ab. In der Kategorie der Alternativen zu Wärmeleitpaste und -pads zeigte Ketchup mit 71 Grad Celsius das beste Ergebnis. Bei der altbewährten Zahnpasta kletterte die Temperatur auf 90 Grad Celsius. Den größten Reinigungsaufwand verursachten derweil Kartoffel und Käse. Während die Kartoffel (hartkochend) immerhin nur gemütlich vor sich hin brät und dabei Wasser und Stärke verliert, schmilzt der Käse vollständig und verteilt sich in seinen verflüssigten Bestandteilen über das komplette GPU-Package. Wer sich das recht fettige Resultat sowie auch die anderen Aufnahmen der Experimente zu Gemüte führen möchte, findet diese im Community-Forum von Computerbase.de. Dort gibt es auch die ausführliche Tabelle und Balken-Diagramme des kuriosen Leser-Tests.

Sonst heisst Knien und schrubben.
Sonst heisst Knien und schrubben.
Nett...
Unterhaltsam...
aber:
sinnlos und schon öfter da gewesen...
Falls ich mal keine WLP mehr zur Hand habe, greife ich dann lieber in unseren Nachtschrank:
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(Abb. ähnlich)
um einen zwar kurzfristigen, aber sehr guten Ersatz zu haben...
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Igor hat das Thema nämlich auch vor 2 Tagen (2 Tage nach dem Artikel auf CB) wieder aufgewärmt ^^
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