Nvidia Vera Rubin: Server-Rack kostet 7,8 Millionen US-Dollar

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Nvidia Vera Rubin: Server-Rack kostet 7,8 Millionen US-Dollar
Quelle: HPE

Laut einer aktuellen BoM-Analyse von Morgan Stanley kostet ein einzelnes Nvidia Vera Rubin NVL72 Server-Rack rund 7,8 Millionen US-Dollar - 2 Millionen davon entfallen allein auf den Speicher. Das ist fast das Doppelte des Vorgängers.

Mit dem neuen Vera Rubin NVL72, das inzwischen fertiggestellt wurde, will Nvidia den Nachfolger des aktuellen Grace Blackwell 300 NVL72 auf den Markt bringen - und der Preis hat es in sich. Wie das Investmenthaus Morgan Stanley (via X) in einer aktuellen Bill-of-Materials-Analyse ("BoM") vorrechnet, wird ein einzelnes Enterprise-Server-Rack mehr als 7,8 Millionen US-Dollar kosten und damit dementsprechend fast doppelt so teuer wie die Vorgängergeneration.

Vera Rubin NVL72: Morgan Stanley schätzt Bill of Materials auf 7,8 Mio. USD

Ein Grace Blackwell 300 NVL72 hatte noch mit rund 4 Millionen US-Dollar zu Buche geschlagen, doch für deutlich mehr Leistung veranschlagt Nividas auch einen deutlich höheren Preis. Es handelt sich um geschätzte Materialkosten, welche Hyperscaler wie Amazon ("AWS"), Microsoft ("Azure"), Google ("GCP") und Oracle ("OCI") an die ODM-Fertiger zahlen sollen - nicht um die reinen Herstellungskosten Nvidias. Solche "Supercomputer" im Rack werden unter anderem von HPE angeboten.

Die Kosten für ein Nvidia Vera Rubin NVL72 belaufen sich auf mehr als 7,8 Millionen US-Dollar. Quelle: Morgan Stanley via Aaron Die Kosten für ein Nvidia Vera Rubin NVL72 belaufen sich auf mehr als 7,8 Millionen US-Dollar. Wer ein Server-Rack über einen OEM wie Lenovo, Asus, Gigabyte oder Dell beziehen will, dürfte sogar noch einmal kräftig draufzahlen müssen als über einen großen ODM wie beispielsweise Hewlett Packard Enterprise ("HPE") oder Supermicro.

Vera Rubin NVL72: Speicher als zweitgrößter Kostenfaktor

Das Kuriose: Während die Rubin-GPUs - welche nach der amerikanischen Astronomin Vera Rubin benannt wurde - weiterhin den größten Einzelposten stellen, ist es nicht die GPU, die für den eigentlichen Preissprung sorgt. Mit rund 2 Millionen entfallen in etwa 25 bis 30 Prozent der Gesamtkosten eines Vera Rubin NVL72 allein auf den Speicher - im direkten Vergleich zum Vorgänger Grace Blackwell 300 NVL72 bedeutet das eine Verteuerung um unglaubliche 435 Prozent. Die Speicherkrise lässt schön grüßen.

54 TB LPDDR5X für die CPUs und 20,7 TB HBM4 für die GPUs treiben den Preis. Quelle: Nvidia 54 TB LPDDR5X für die CPUs und 20,7 TB HBM4 für die GPUs treiben den Preis. Der Grund liegt auf der Hand: Ein einzelnes Vera-Rubin-NVL72-Server-Rack bringt unter anderem ganze 54 Terabyte LPDDR5X-Speicher in Form von SOCAMM-Modulen unter, dazu rund 20 Terabyte HBM4 über alle 72 Rubin-GPUs verteilt und einen hohen 3D-NAND-Speicheranteil im Wert von mehr als einer Million US-Dollar - bei einem GB200 NVL72 war NAND-Storage praktisch nicht vorhanden.

Die globale Speicherkrise tut ihr Übriges: Die Kontraktpreise für LPDDR5X und HBM sind durch die KI-Nachfrage massiv gestiegen, Nvidia selbst zahlt laut SemiAnalysis derzeit rund 8 US-Dollar pro GiB LPDDR5X - mit weiterhin steigender Tendenz.

Grace Blackwell vs. Vera Rubin: Preisvergleich

Der direkte BoM-Vergleich beider Generationen zeigt, dass nicht nur der Speicher, sondern praktisch jede Komponente teurer geworden ist - mit der GPU als nach wie vor wertvollstem Einzelposten:

BoM im Vergleich: Nvidia Grace Blackwell 300 NVL72 vs. Vera Rubin 200 NVL72 Quelle: Sven Bauduin (erstellt mit Claude Opus 4.7) BoM im Vergleich: Nvidia Grace Blackwell 300 NVL72 vs. Vera Rubin 200 NVL72 Für PC-Enthusiasten ist die Zahl von 2 Millionen US-Dollar Speicherkosten pro KI-Rack indirekt deshalb relevant, weil sie erklärt, warum die Preise für DDR5 und GDDR7 im Consumer-Bereich seit Monaten kein Stoppschild kennen - die Speicherhersteller bedienen lieber Nvidia und Co. zu KI-Premium-Konditionen, statt 32-GiB-DDR5 vergleichsweise günstig an Endkunden zu liefern. Und ein Ende der globalen Speicherkrise ist auch im zweiten Halbjahr 2026 längst nicht in Sicht.

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Quelle: Morgan Stanley via Aaron / via PC Gamer

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Wie soll das gehen, wenn die Konkurrenz kaum produzieren kann? Wie gesagt machen dann die Händler die hohen Preise. Erst wenn die Produktionskapazitäten die Nachfrage befriedigen können, werden die Straßenpreise sinken und dann senkt Nvidia die Preise eben einfach auch.
        Natürlich nicht sofort, aber sicher wird es da noch Bewegung auf dem Markt geben.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Wie soll das gehen, wenn die Konkurrenz kaum produzieren kann? Wie gesagt machen dann die Händler die hohen Preise. Erst wenn die Produktionskapazitäten die Nachfrage befriedigen können, werden die Straßenpreise sinken und dann senkt Nvidia die Preise eben einfach auch.
        Natürlich nicht sofort, aber sicher wird es da noch Bewegung auf dem Markt geben.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von MechUnit
        Natürlich nimmt man das Geld gerne mit und denkt als Unternehmen gewinnmaximiert orientiert. Wenn man da jetzt aber von der Konkurrenz preislich unterboten wird, kann das nach hinten los gehen.
        Wie soll das gehen, wenn die Konkurrenz kaum produzieren kann? Wie gesagt machen dann die Händler die hohen Preise. Erst wenn die Produktionskapazitäten die Nachfrage befriedigen können, werden die Straßenpreise sinken und dann senkt Nvidia die Preise eben einfach auch.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Nicht vergessen, dass die Knappheit nicht bei den Chipdesigns, sondern den Produktionskapazitäten liegt. Nvidia kann das Geld nehmen und in Entwicklung und größere Anteile der knappen Produktionskapazitäten investieren oder es den Händlern überlassen. Und auch wenn sich da was tun wird, wird das eher über lang als über kurz passieren und solange nimmt man das Geld natürlich gerne mit und tut alles dafür, dass man die Leute möglichst lange an sich bindet, bevor sie sich offeneren und günstigeren Alternativen zuwenden.
        Natürlich nimmt man das Geld gerne mit und denkt als Unternehmen gewinnmaximiert orientiert. Wenn man da jetzt aber von der Konkurrenz preislich unterboten wird, kann das nach hinten los gehen.
      • Von Hagal Software-Overclocker(in)
        Zitat von MrRobot
        Wie viel Paranoia kann ein Deutscher schieben.
        Du: Ja
        Типові висловлювання лівих не замислюючись спочатку над тим, звідки насправді родом цей співвітчизник
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Sven
        Tja was soll ich dazu sagen. Derzeit brauche ich keinen Server, sprich diese Meldung spricht mich derzeit nicht an. Wenn es soweit ist, ein benötigter Server, komme ich auf diesen Artikel zurück. Scheint ja was zu können das Rack.
      Direkt zum Diskussionsende
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