ChatGPT: Eine Anfrage kostet Microsoft bis zu 100 Milliliter Wasser
Eine Anfrage an den KI-Chatbot ChatGPT von OpenAI kostet Microsoft bis zu 100 Milliliter Wasser. Das geht jetzt aus einer vorläufigen Studie der Universität von Kalifornien hervor, welche sich mit den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Umwelt beschäftigt. In seiner aktuellen Form ist der Einsatz von KI für die Umwelt eine Katastrophe.
Wie aus einem Bericht der Associated Press ("AP") jetzt hervorgeht, soll der Wasserverbrauch für die Bereitstellung von ChatGPT auf den Servern von Microsoft allein im Jahr 2022 rund 1,7 Milliarden Gallonen (6,4 Milliarden Liter) betragen haben, während bereits 2021 rund 1,1 Milliarden Gallonen (4,1 Milliarden Liter) Wasser für die Kühlung der Systeme aufgewendet werden mussten. Die Forscher von der Universität Kalifornien, welche sich mit den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Umwelt beschäftigen, gehen dabei von einem noch einmal deutlich höheren Kühlwasserverbrauch in diesem Jahr aus. Insgesamt müssen 285.000 Prozessorkerne und 10.000 GPUs entsprechend gekühlt werden.
KI für die Masse ist eine Katastrophe für die Umwelt
In seiner aktuellen Form ist der Einsatz von KI für die Umwelt eine Katastrophe, denn neben den mehreren Milliarden Litern an Wasser wird auch eine Unmenge an Energie verbraucht. Dies geht nicht nur aus den nun erhobenen Zahlen von Microsoft hervor, sondern betrifft mehr und mehr die gesamte IT-Industrie, welche fortwährend dem "Boom" um künstliche Intelligenz hinterherrennt. Wie aktuell aus dem neuesten Umweltbericht (PDF) von Google hervorgeht, stieg auch dort der jährliche Wasserverbrauch im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent an.
Bis zu 100 Milliliter Wasser pro ChatGPT-Anfrage
Wie die Forscher herausgefunden haben, kann eine Anfrage an ChatGPT je nach Standort des Servers und der dortigen Wetterlage bis zu 100 Milliliter Kühlwasser verbrauchen. In der Regel werden so für etwa 5 bis 50 Anfragen an den KI-Chatbot durchschnittlich 500 Milliliter Kühlwasser in Anspruch genommen.
The growing carbon footprint of artificial intelligence (AI) models, especially large ones such as GPT-3 and GPT-4, has been undergoing public scrutiny. Unfortunately, however, the equally important and enormous water footprint of AI models has remained under the radar.
For example, training GPT-3 in Microsoft's state-of-the-art U.S. data centers can directly consume 700,000 liters of clean freshwater (enough for producing 370 BMW cars or 320 Tesla electric vehicles) and the water consumption would have been tripled if training were done in Microsoft's Asian data centers, but such information has been kept as a secret.
Making AI Less "Thirsty": Uncovering and Addressing the Secret Water Footprint of AI Models
(Quelle)
Shaolei Ren von der Universität Kalifornien ("Cornell University") bemängelt, dass Microsoft, Google und die anderen Tech-Giganten keinerlei offiziellen Angaben zum Ressourcenverbrauch ihrer Serversysteme in Bezug auf den Betrieb von KI-Modellen machen. Wie die Associated Press den Wissenschaftler zitiert, seien sich die meisten Menschen nicht bewusst, wie hoch der Ressourcenverbrauch von KI-Modellen wie GPT-4 und Googles LaMDA wirklich sei.
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Quelle: AP via Heise, Cornell University

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