CES extrem: Warmwasserbereiter mit integriertem Bitcoin-Miner für 2.000 US-Dollar
Ist das die Zukunft der Warmwasserversorgung? Auf der CES 2026 hat das Unternehmen Superheat einen Warmwasserbereiter präsentiert, der sich nach kurzer Zeit selbst amortisieren soll, indem er die Abwärme beim Farmen von Bitcoins für die Bereitstellung von warmem Wasser nutzt.
Auf der Technologiemesse CES 2026 in Las Vegas hat das Unternehmen Superheat mit dem H1 eine Lösung vorgestellt, die die Abwärme von Rechenprozessen für die häusliche Energieversorgung nutzbar machen soll. Gesteuert wird das Gerät bei Einfamilienhausbesitzern per App oder bei Einsatz in Mehrfamilienhäusern mittels Web-Interface.
So soll das Bitcoin-Farmen mit dem Warmwasserbereiter funktionieren
Bei dem Gerät von Superheat handelt es sich um einen elektrischen Warmwasserspeicher, der herkömmliche Heizelemente durch spezialisierte Computerhardware ersetzt. Anstatt elektrische Energie in Wärme umzuwandeln, nutzt das System einen integrierten ASIC-Miner (Application-Specific Integrated Circuit), um die Kryptowährung Bitcoin zu schürfen und dadurch Wasser zu erwärmen.
Der technologische Ansatz basiert auf dem Prinzip der Wärmerückgewinnung: Anstatt die Krypto-Mining-Anlage aufwendig zu kühlen, wird hier die entstehende Hitze in das Wasser abgeführt, um mittels der thermischen Energie das Wasser zu erhitzen. Das Gerät ist laut Hersteller für den Einsatz in Einfamilienhäusern, Wohnanlagen und gewerblichen Objekten geeignet und soll nicht mehr Strom verbrauchen als ein herkömmlicher elektrischer Warmwassererwärmer.
Die Anschaffungskosten für den Superheat H1 sollen bei rund 2.000 US-Dollar liegen. Laut Unternehmensangaben können durch das Schürfen von Bitcoins jährliche Einnahmen von etwa 1.000 US-Dollar erwirtschaftet werden (abhängig von der aktuellen Hashrate und dem Marktpreis). Mit dem Gerät sollen bis zu 80 Prozent der kombinierten Strom- und Wasserkosten gedeckt werden können. Im besten Fall amortisiert sich das Gerät nach rund zwei Jahren. Die Betriebsdauer wird auf ca. zehn Jahre geschätzt, was der durchschnittlichen Lebenserwartung konventioneller Warmwasserspeicher entspricht.
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Quelle: via Superheat (via Tom's Hardware)

Ach so, ja, Doom. ^^
Warten wir mal ab, ob Mining bald auch auf Schwangerschaftstests freigeschaltet wird.
Also sinnvoll wäre das, ja, schließlich kann man in so einem Fall womöglich das Geld dann auch ganz gut gebrauchen. lol
Die Idee Rechenleistung für externe anzubieten um mit der Abwärme zu heizen ist ja nicht dumm. Das ergibt ja sogar irgendwie Sinn, denn Rechenzentren geben nicht wenig für Kühlung aus.
Problematisch an diesen Gerätschaften ist nur: Bitcoin wird seit langem nur noch nennenswert mit speziellen ASICs geschürft. Das ist spezial-Hardware, die einzig und allein für das Schürfen von Bitcoin entwickelt und produziert werden. Damit bindet man sich also langfristig an das Schicksal dieser Kryptowährung, denn man kann damit nicht so einfach irgendwas anderes machen. Dazu kommt noch der technische Fortschritt und das sogenannte Halving, was ca. alle 4 Jahre bei Bitcoin passiert. Die Rechenleistung des einmal gekauften Geräts wird sich ja nicht signifikant steigern über die Jahre, der Ertrag (in Bitcoin) wird sich aber mindestens alle 4 Jahre quasi halbieren. Damit ist man indirekt davon abhängig, dass sich auch der Wert der Währung entsprechend verhält. Oder man muss wieder neue Hardware kaufen, die mehr Hashes/kWh schafft .. ein Teufelskreis an Investitionen.
Für klassische Rechenzentren sind dagegen einige Stolpersteine drinne: Die Verfügbarkeit ist schlecht, erstens hat der Privatmensch kaum eine redundante Stromversorgung oder Internetanbindung, zweitens braucht dieser natürlich auch nicht ständig Heizwärme. Bei Heizwärme für Wohnräume lässt sich das noch grob anhand der Außentemperaturen vorhersagen, beim Warmwasser verteilt es sich zumindest über das Jahr, dafür ist die Bedarfskurve eher volatil. Wirklich bedarf entsteht nur wenn gerade jemand duscht/geduscht hat, in den meisten Haushalten dürfte dann der Bedarf für einige Stunden bzw. bis zum nächsten Tag eher gering bzw. nicht vorhanden sein.
Dann kommen natürlich noch so Sicherheitsaspekte hinzu wie Datenschutz etc.
Ich sehe das eigentlich nur sinnvoll nutzbar unter ein paar Prämissen:
1. Es kommt multi-purpose-Hardware zum Einsatz
2. Die Hardware ist in eine Art verteiltes Netzwerk eingebunden, in dem Dienste flexibel hin und her gemanaged werden können.
3. Der Betreiber des Netzwerks ist Inhaber der Hardware und kümmert sich um den Betrieb, sowie den Austausch bei Defekten oder geplanten Erneuerungen.
4. Die Abgabeseite ist irgendwie Bedarfsentkoppelt (mindestens ein Energiespeicher) und/oder ist zu Verbraucherverbünden zusammengeschlossen (Mehrfamilienhäuser bzw. ganze Wohnblöcke mit Nahwärmesystem) um die Bedarfskurven zu glätten.
Mir ist zwar klar dass das so ist, habe aber schon ewig nicht mehr nachgemessen was die Anode so meint (die bereits 9 Jahre alt ist!). War grade nachsehen... 0,31 mA. Ok, in 4 Wochen gibts ne neue. Auf die nächsten 8-10 Jahre.