Anker Soundcore P20i im Kurztest: Starke Bluetooth-Kopfhörer zum kleinen Preis (Prime-Day-Update)
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Bei den Anker Soundcore P20i handelt es sich um preiswerte Bluetooth-Kopfhörer. Bei Amazon gibt es sie regelmäßig für gerade einmal 16,99 Euro im Angebot. Doch können die Kopfhörer mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen oder sind sie einfach nur billig? Das klären wir im Test.
Update 09. Juli 2025, 16:31 Uhr: Die Anker Soundcore P20i gibt es bei Amazon derzeit im Prime-Day-Angebot. Die kabellosen In-Ear-Kopfhörer sind mit 20 Prozent Rabatt auf die beim Versandhändler angegebene unverbindliche Preisempfehlung von 24,99 Euro erhältlich. Damit kosten sie nur noch 19,99 Euro. Zwar gab es sie in der Vergangenheit auch schon für 16,99 Euro zu kaufen, doch auch zum aktuellen Sonderpreis kann sich der Kauf für alle lohnen, die auf der Suche nach brauchbaren Bluetooth-Kopfhörern für kleines Geld sind.
Ursprünglicher Text vom 27. Mai 2024 (mit aktuellen Preisanpassungen): Wer auf der Suche nach Bluetooth-Kopfhörern ist, stößt schnell auf äußerst hohe Preise. So kosten Premium-Modelle nicht selten zwischen 150 Euro und 250 Euro. Auch Mittelklasse-Modelle sind mit Preisen zwischen circa 50 Euro und 100 Euro nicht gerade günstig. Muss man wirklich so viel Geld ausgeben oder kann man auch einfach zu den Bluetooth-Kopfhörern um die 20 Euro greifen, die sich etwa auf Amazon zuhauf tummeln? Um diese Frage zu beantworten, möchten wir uns die Anker Soundcore P20i einmal genauer ansehen. Diese sind auf Amazon meist zu Preisen zwischen 20 Euro und 30 Euro erhältlich.
Design der Anker Soundcore P20i
Quelle: PCGH
Die Soundcore P20i wiegen nur jeweils 5 g und sind damit angenehm leicht.
Die Ohrstöpsel erinnern verdächtig an die AirPods von Apple. Das Stäbchendesign ist zwar Geschmackssache, doch die optische Ähnlichkeit zum Apple-Produkt ist erst einmal kein Nachteil, denn warum sollte man ein bewährtes Konzept verändern? Die Kopfhörer wiegen jeweils 5 g. Wir empfinden das Gewicht als angenehm und können die Kopfhörer auch über mehrere Stunden im Ohr behalten. Für eine optimale Passform liegen Aufsätze in drei verschiedenen Größen bei. Wir haben uns für die mittlere entschieden. Damit sitzen die Kopfhörer auch bei Jogging-Einheiten fest und sicher. Die Ladeschale ist nahezu quadratisch und wird mit einer Transportschlaufe geliefert. Mit der Schlaufe bringt die Schale 38 g auf die Waage. Somit fällt sie in der Hosentasche oder an einem Gürtelriemen kaum auf. Alles in allem ist das Case ordentlich verarbeitet. Nur den Deckel empfinden wir als etwas dünn. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, denn nichts wackelt und die Magnetschließe verhindert effizient ein unbeabsichtigtes Öffnen des Deckels. Auf eine Lackierung der Ladeschale verzichtet Soundcore. Dadurch bleiben zwar nicht so schnell Fingerabdrücke auf ihr zurück, dafür zerkratzt sie aber schnell. Im Case ist ein USB-C-Anschluss verbaut, über den es geladen werden kann.
So klingen die Bluetooth-Kopfhörer
Die Soundcore P20i sind mit 10-mm-Treibern ausgestattet, die laut Hersteller "einen kraftvollen Sound mit verstärkten Bässen liefern". Und tatsächlich, gerade elektronische, bassreiche Musik macht mit den Kopfhörern richtig Spaß. Der Sound ist voll, fast schon atmosphärisch, wenngleich bei vielen Tonspuren nicht mehr klar differenziert werden kann und der Klang in eine Gemengelage abzudriften droht. Zu diesem Schluss kommen wir, nachdem wir die Lieder "Walk Thru Fire" von Vicetone, "Oblivion" von Clap Codex und "The Universe" von Dr. Peacock angehört haben. Tatsächlich empfinden wir die Bassleistung sogar deutlich besser als bei den wesentlich teureren Google Pixel Buds Pro.
Dafür haben die Kopfhörer ihre Probleme mit Metal. Hier wird das bereits angesprochene Problem, dass einzelne Tonspuren nicht mehr klar erkennbar sind, deutlich. So ist das grandiose Intro von DragonForces "Through The Fire And Flames" mit den Kopfhörern kaum genießbar. Für das 2024 Remaster von Kreators "Enemy Of God" sind die Soundcore P20i auch nur bedingt geeignet. Pop-Musik wie "Shake It Off" von Taylor Swift oder "Celestial" von Ed Sheeran geben die Kopfhörer zufriedenstellend wieder.
Für Telefonate sind zwei Mikrofone integriert. Ein KI-Algorithmus soll dafür sorgen, dass die Stimme immer klar erfasst wird. Ob dies zutrifft oder es etwa in lauten oder windigen Umgebungen zu Störgeräuschen kommt, können wir nicht sagen, da wir während unseres Kurztests kein Telefonat mit den Kopfhörern geführt haben.
Steuerung, App und Einstellungsmöglichkeiten
Die Mediensteuerung ist per Tippbefehl direkt über die Kopfhörer möglich. Was bei einmaligem und zweimaligem Tippen sowie bei Tippen und Halten passieren soll, kann für jeden der beiden Kopfhörer über die Soundcore-Smartphone-App eingestellt werden. Diese ist sowohl bei Google Play als auch im App Store kostenlos erhältlich. Wer mag, kann sich für die App ein Konto erstellen, dies ist aber nicht zwingend notwendig.
Die Verbindung zwischen Kopfhörern und Smartphone beziehungsweise der App funktioniert problemlos. In wenigen Sekunden hatte unser Pixel 8 die Kopfhörer erkannt. Über die App ist es unter anderem möglich, auf 22 voreingestellte Equalizer zuzugreifen. Wir konnten mit der Voreinstellung für Rockmusik etwa den Klang von "Through The Fire And Flames" aufwerten. Wunder sollte man hier aber nicht erwarten. Über die App kann man zudem auf weißes Rauschen zugreifen, etwa zur Konzentration beim Arbeiten oder als Einschlafhilfe. Auch ein Gaming-Modus ist an Bord. Dieser soll die Latenz reduzieren und den Klang von Schritten und Stimmen verbessern. Wir haben den Modus mit dem Handyspiel League of Legends Wild Rift ausprobiert und hatten tatsächlich den Eindruck, dass die Latenz minimiert wurde.
Geräuschunterdrückung und Akkulaufzeit
Quelle: PCGH
Mit der Ladeschale kommen die Kopfhörer auf eine Wiedergabezeit von bis zu 30 Stunden.
ANC ist nicht mit an Bord, das ist im Hinblick auf den niedrigen Preis aber nicht verwunderlich. Allerdings können wir sagen, wenn ein Gummiaufsatz, der optimal ins Ohr passt, gewählt wurde, sorgt dieser bereits für eine effiziente Dämmung von Umgebungsgeräuschen.Der Effekt ist zwar nicht so signifikant wie bei einem guten ANC, aber dennoch spürbar. Ein Umgebungsmodus fehlt den Soundcore P20i ebenfalls, dafür bringen sie aber einen Einzelmodus mit. So ist es möglich, einen Kopfhörer in der Ladeschale aufzubewahren und mit dem anderen Musik zu hören.
Die Akkulaufzeit mit einer Ladung gibt der Hersteller mit bis zu 10 Stunden an. Die Ladehülle kann Stromreserven von bis zu 20 Stunden speichern. Somit kommt man auf eine Wiedergabedauer von bis zu 30 Stunden. Diese Werte kommen uns realistisch vor. So kommen wir mit einer Ladung problemlos durch einen ganzen Arbeitstag. Die Kopfhörer sind mit einer Schnellladefunktion ausgestattet, durch die 10 Minuten in der Ladeschale für eine Wiedergabedauer von bis zu 2 Stunden ausreichen sollen. Auch diese Angabe kommt uns aufgrund unserer Erfahrungen mit den Kopfhörern realistisch vor.
Anker Soundcore P20i: Günstig oder billig?
Wie im Test klar geworden ist, haben die Soundcore P20i ihre Schwächen, doch die Pluspunkte überwiegen ganz klar. Die Verarbeitung ist erstklassig, das Tragegefühl angenehm und der Sound, gerade bei elektronischer Musik und Pop, überzeugend. Für Metal sind die Kopfhörer zwar nur bedingt geeignet, doch mithilfe der Equalizer lässt sich hier noch einiges reißen.
Die Soundcore P20i zeigen, dass man für einen anständigen Bluetooth-Kopfhörer nicht 100 Euro, nicht 200 Euro und nicht einmal 50 Euro ausgeben muss. Bereits zum regulären Preis, der laut Amazon bei 24,99 Euro liegt, wären die Kopfhörer eine Überlegung wert. Wenn sie aber für nur 19,99 Euro im Angebot sind, können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

Ja sehr basslastig, aber da Techno woschd