Green Tech: Intel und Acer zeigen zu 90 Prozent recycelbaren PC

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Umweltfreundlicher Intel NUC
Quelle: Intel

Um PCs umweltfreundlicher zu machen, demonstriert Intel gemeinsam mit Acer, wie ein neuer, grüner Mini-PC aussehen könnte. So sollen sich 90 Prozent der verbauten Komponenten recyceln lassen.

Microsoft hat den Fokus bei der aktuellen Surface-Generation auf die Reparierbarkeit gelegt und möchte so den eigenen Hardware-Partnern wie Asus, Dell & Co. aufzeigen, wie man sich ein modernes Laptop vorstellt. Kunden können etwa beim Surface Laptop 5 als originale Ersatzteile den Touchscreen, Tastatur samt Handballenauflage, die Gehäuseunterseite samt Standfüßen, den Akku, die SSD sowie das Mainboard samt CPU und RAM kaufen und selbst tauschen. Künftig soll der Nachhaltigkeitsgedanke noch weitergehen, wie Intel demonstriert. Gemeinsam mit Acer hat man auf einem Event in Peking einen NUC gezeigt, bei dem sich 90 Prozent der verbauten Komponenten recyceln lassen.

Weniger Anschlüsse = Mehr Umweltfreundlichkeit

Laut dem chinesischen Magazin Sohu hat Intel hierzu neue Richtlinien für die Hardware-Partner aufgestellt, damit diese möglichst umweltfreundlich produzieren und die Komponenten sich leicht ausbauen und wiederverwenden lassen. Beim gezeigten Prototyp ist ein Intel-Prozessor der 12. Generation der Alder-Lake-Architektur verbaut. Zur Steuerung hat Intel die "Intel Green Computer Software Control Center" entwickelt, die anhand der PC-Nutzung die Hardware auf eine bessere Energieeffizienz einstellen soll. Was Anwender bereits heute machen können, um Strom am PC zu sparen, haben wir in einem mehrteiligen Special beleuchtet.

Bildergalerie

Alle Komponenten stecken in einem kleineren Gehäuse, das sieben statt acht Liter fasst und mit lediglich vier Schrauben das Mainboard hält. Laut Intel beherbergt der grüne Mini-PC ein Mainboard mit weniger Komponenten als bei bisherigen NUCs. So sollen statt 1.800 nur noch 1.400 Komponenten verbaut sein. Zudem soll allein die Hauptplatine um sechs Prozent effizienter arbeiten als ein herkömmliches Mainboard. Im Vergleich zum ATX-Standard fällt das Mainboard um 36 Prozent kleiner aus, was Materialien und Kosten spart. Neben zwei SO-DIMM-RAM-Slots gibt es nur einen M.2-Slot und einen PCI-Express-x16-Erweiterungssteckplatz. Im Netzteil ist Galium Nitride verbaut, das die Effizienz steigert und dafür sorgt, dass das ATX-Netzteil um 70 Prozent kleiner ausfällt. Harz und Glasfaser lassen sich schwer beim Recycling trennen, daher setzt sich Intel für Leiterplatinenlösungen ein, schließlich besitzt Metall eine hohe Recyclingquote. Noch ist unklar, wann ein solcher, auf Nachhaltigkeit fokussierter PC erscheint.

Ebenfalls lesenswert: Strom sparen bei Gaming-PCs: Warum jeder ein Framelimit braucht

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Sammlung zum grünen PC von Intel:

  • Gemeinsam mit Acer hat Intel einen neuen NUC vorgestellt, der bis zu 90 Prozent recycelbar sein soll.
  • Zur Steigerung der Energieeffizienz hat Intel die "Intel Green Computer Software Control Center" entwickelt, die sich automatisch dem Nutzungsverhalten anpassen soll.
  • Im Mini-PC ist ein neues Mainboard verbaut, das im Vergleich zum ATX-Standard um 36 Prozent kleiner ausfällt, was Materialien und Kosten spart. Neben zwei SO-DIMM-RAM-Slots gibt es nur einen M.2-Slot und einen PCI-Express-x16-Erweiterungssteckplatz.
  • Um die Effizienz zu erhöhen, ist im Netzteil Galium Nitride verbaut.

Quellen: Sohu, Tomshardware

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Effizienz ist schon Pflicht, beim Rest gibt es auch schon Regelungen.
        Darüber ließe sich jetzt hervorragend streiten, inwiefern etwa aktuelle GPUs im Auslieferungszustand effizient sind (nicht!)
        Zitat von Pu244
        Der große Dreh und Angelpunkt ist einfach, dass der Konsument nicht gewillt ist, das Zeug langfristig einzusetzen, das ist das größte Problem. Von einer Nutzung als Ersatzteillager, wie früher, besonders in der DDR üblich, brauchen wir garnicht zu reden.
        das hat auch damit zu tun, dass die Dinge zu günstig sind und wir zu gut verdienen.
        An meinem Mercedes schraube ich gerne selber rum und lasse den reparieren, bei meinem Ford ist mir das letztlich völlig egal, den kann ich auch jederzeit durch einen neueren ersetzen.
        Same bei alltagsgegenständen. Ich machs zwar nicht, aber ich könnte. Ich hab aber sparen gelernt und investiere das übrige Geld lieber.

        Zitat von Pu244
        Die Grenze ist halt eben meist der RAM, aber nicht nur. Ich habe 2011 einen Office PC zusammengestellt, mit Phenom II 955 BE und 16GB RAM. Das Ding war absoluter Overkill und damals hat hier eigentlich fast jeder an der Sinnhaftigkeit gezweifelt. Bis auf die IGP wäre das Ding auch als guter Gaming PC durchgegangen. Der Aufpreis war relativ gering.

        12 Jahre später ist das Ding immer noch super unterwegs. Eventuell könnte es mit der Graka ein Problem geben, wenn ein neuer Monitor angeschlossen werden soll, analoge Anschlüsse sind heute nicht mehr der Hit. Aber da muß man dann einfach eine alte GeForce 600 reinstopfen, oder von mir aus eine Arc 380 und dann läuft das Ding nochmal 10 Jahre.
        stimmt, sitze selbst grad wieder am i7 von 2008, 24 GB RAM aber nur DDR 3
        Zitat von Pu244
        Im Gegensatz dazu kann man heute Laptops kaufen, die 128GB eMMC und 4GB RAM, samt Win 11 haben. Diese Gurken sind schon veraltet, wenn man sie kauft.
        Auch hier könnte man entgegenwirken und etwas fordern, das langfristig ausreichend sein sollte.
        RAM ist günstig, warum nicht gleich 8 oder 16?
        Zitat von Pu244
        Es ist halt eben nicht nachhaltig, sich 5 schlechte, statt ein gutes System zu kaufen , auch wenn diese jeweils wenig Ressourcen verbrauchen. Solange man es nicht wieder über den Stromverbrauch hinausheizt, ist eine lange Nutzungszeit einfach das beste.
        bin ich voll bei dir
        Zitat von Pu244
        Komischerweise will kaum einer selbst Einschnitte hinnehmen. Da gibt es einen gesellschaftlichen Konsens. Deshalb ist es richtig, den Leuten ihre Freiheit zu lassen.
        sparen sollen immer die anderen, das habe ich auch von hunderten Interviews mit "Fridays For Future" Kindern gelernt.
        Zitat von Pu244
        Das würde ich nicht sagen, die Impfquote war schon recht hoch.
        Aber es hätte keine Pflicht gebraucht
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Effizienz ist schon Pflicht, beim Rest gibt es auch schon Regelungen.
        Darüber ließe sich jetzt hervorragend streiten, inwiefern etwa aktuelle GPUs im Auslieferungszustand effizient sind (nicht!)
        Zitat von Pu244
        Der große Dreh und Angelpunkt ist einfach, dass der Konsument nicht gewillt ist, das Zeug langfristig einzusetzen, das ist das größte Problem. Von einer Nutzung als Ersatzteillager, wie früher, besonders in der DDR üblich, brauchen wir garnicht zu reden.
        das hat auch damit zu tun, dass die Dinge zu günstig sind und wir zu gut verdienen.
        An meinem Mercedes schraube ich gerne selber rum und lasse den reparieren, bei meinem Ford ist mir das letztlich völlig egal, den kann ich auch jederzeit durch einen neueren ersetzen.
        Same bei alltagsgegenständen. Ich machs zwar nicht, aber ich könnte. Ich hab aber sparen gelernt und investiere das übrige Geld lieber.

        Zitat von Pu244
        Die Grenze ist halt eben meist der RAM, aber nicht nur. Ich habe 2011 einen Office PC zusammengestellt, mit Phenom II 955 BE und 16GB RAM. Das Ding war absoluter Overkill und damals hat hier eigentlich fast jeder an der Sinnhaftigkeit gezweifelt. Bis auf die IGP wäre das Ding auch als guter Gaming PC durchgegangen. Der Aufpreis war relativ gering.

        12 Jahre später ist das Ding immer noch super unterwegs. Eventuell könnte es mit der Graka ein Problem geben, wenn ein neuer Monitor angeschlossen werden soll, analoge Anschlüsse sind heute nicht mehr der Hit. Aber da muß man dann einfach eine alte GeForce 600 reinstopfen, oder von mir aus eine Arc 380 und dann läuft das Ding nochmal 10 Jahre.
        stimmt, sitze selbst grad wieder am i7 von 2008, 24 GB RAM aber nur DDR 3
        Zitat von Pu244
        Im Gegensatz dazu kann man heute Laptops kaufen, die 128GB eMMC und 4GB RAM, samt Win 11 haben. Diese Gurken sind schon veraltet, wenn man sie kauft.
        Auch hier könnte man entgegenwirken und etwas fordern, das langfristig ausreichend sein sollte.
        RAM ist günstig, warum nicht gleich 8 oder 16?
        Zitat von Pu244
        Es ist halt eben nicht nachhaltig, sich 5 schlechte, statt ein gutes System zu kaufen , auch wenn diese jeweils wenig Ressourcen verbrauchen. Solange man es nicht wieder über den Stromverbrauch hinausheizt, ist eine lange Nutzungszeit einfach das beste.
        bin ich voll bei dir
        Zitat von Pu244
        Komischerweise will kaum einer selbst Einschnitte hinnehmen. Da gibt es einen gesellschaftlichen Konsens. Deshalb ist es richtig, den Leuten ihre Freiheit zu lassen.
        sparen sollen immer die anderen, das habe ich auch von hunderten Interviews mit "Fridays For Future" Kindern gelernt.
        Zitat von Pu244
        Das würde ich nicht sagen, die Impfquote war schon recht hoch.
        Aber es hätte keine Pflicht gebraucht
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Recyclingpflicht, Ressourcenschonende (aus erneuerbaren Beständen) Bauweise von gewissen Teilen, Effizienz usw usf.
        Effizienz ist schon Pflicht, beim Rest gibt es auch schon Regelungen.

        Der große Dreh und Angelpunkt ist einfach, dass der Konsument nicht gewillt ist, das Zeug langfristig einzusetzen, das ist das größte Problem. Von einer Nutzung als Ersatzteillager, wie früher, besonders in der DDR üblich, brauchen wir garnicht zu reden.

        Zitat von Rollora
        das ist weit hergeholt und unrealstisch, aber machbar. bzw. Lizenzen für Personen die sowas wirklcih benötigen ("Creators"). Ja. Niemand "braucht" einen PC der mehr als 500W frisst, niemand bracht einen riesigen Spritschlucker.
        Eine solche staatliche Gängelung endet meist recht übel. In dem Fall bin ich auf Seite Che Guevaras: "entweder es gibt Kaffee für alle oder es gibt Kaffee für keinen". (auch Massenmörder können super Ideen haben).

        Zitat von Rollora
        ist halt die Frage - und daran würde es scheitern - wo die Grenze ist.
        Die Grenze ist halt eben meist der RAM, aber nicht nur. Ich habe 2011 einen Office PC zusammengestellt, mit Phenom II 955 BE und 16GB RAM. Das Ding war absoluter Overkill und damals hat hier eigentlich fast jeder an der Sinnhaftigkeit gezweifelt. Bis auf die IGP wäre das Ding auch als guter Gaming PC durchgegangen. Der Aufpreis war relativ gering.

        12 Jahre später ist das Ding immer noch super unterwegs. Eventuell könnte es mit der Graka ein Problem geben, wenn ein neuer Monitor angeschlossen werden soll, analoge Anschlüsse sind heute nicht mehr der Hit. Aber da muß man dann einfach eine alte GeForce 600 reinstopfen, oder von mir aus eine Arc 380 und dann läuft das Ding nochmal 10 Jahre.

        Im Gegensatz dazu kann man heute Laptops kaufen, die 128GB eMMC und 4GB RAM, samt Win 11 haben. Diese Gurken sind schon veraltet, wenn man sie kauft.

        Es ist halt eben nicht nachhaltig, sich 5 schlechte, statt ein gutes System zu kaufen, auch wenn diese jeweils wenig Ressourcen verbrauchen. Solange man es nicht wieder über den Stromverbrauch hinausheizt, ist eine lange Nutzungszeit einfach das beste.

        Zitat von Rollora
        naja nicht zwangsweise, man müsste sie nur reparierbar machen.
        Doch, die Dinger sind dann quasi zwangsweise weg, da sich die Erweiterungsslot mit dem Einplatinendesign beißen.

        Zitat von Rollora
        und der entscheidet sich fast nie für die Umwelt, deshalb gehörts halt leider forciert.
        Komischerweise will kaum einer selbst Einschnitte hinnehmen. Da gibt es einen gesellschaftlichen Konsens. Deshalb ist es richtig, den Leuten ihre Freiheit zu lassen.

        Zitat von Rollora
        Wie die Pandemie ja zeigt ist der Mensch zu egoistisch um aufeinander aufzupassen. Sonst hätts keine Impf/Masken/sonstwaspflicht geben
        Das würde ich nicht sagen, die Impfquote war schon recht hoch.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Was willst du denn da verpflichtend einführen? Greenwashing Blabla für jedes Produkt?
        Recyclingpflicht, Ressourcenschonende (aus erneuerbaren Beständen) Bauweise von gewissen Teilen, Effizienz usw usf.
        Zitat von Pu244
        Verbot größerer Rechner?
        das ist weit hergeholt und unrealstisch, aber machbar. bzw. Lizenzen für Personen die sowas wirklcih benötigen ("Creators"). Ja. Niemand "braucht" einen PC der mehr als 500W frisst, niemand bracht einen riesigen Spritschlucker.

        Zitat von Pu244
        Wobei die leistungsschwachen Gurken früher auf dem Müll landen.
        ist halt die Frage - und daran würde es scheitern - wo die Grenze ist.
        Zitat von Pu244
        Eventuell wären Erweiterungsmöglichkeiten für Laptops (RAM, SSD) noch eine gute Idee, aber dann nkann man sich von den Ultrabooks verabschieden.
        naja nicht zwangsweise, man müsste sie nur reparierbar machen.
        Zitat von Pu244
        Am Ende ist es eine Sache des Kunden.
        und der entscheidet sich fast nie für die Umwelt, deshalb gehörts halt leider forciert.
        Wie die Pandemie ja zeigt ist der Mensch zu egoistisch um aufeinander aufzupassen. Sonst hätts keine Impf/Masken/sonstwaspflicht geben
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Im Prinzip Greenwashing Blabla.

        Man kann alles zu 100% wiederverwerten. Es ist nur eine Frage .der Kosten, des Willens und der Sinnhaftigkeit.

        Von daher nicht viel neues.

        Zitat von Rollora
        Nette Studie.
        Dennoch wirds erst dann interessant, wenn das verpflichtend wäre.
        Was willst du denn da verpflichtend einführen? Greenwashing Blabla für jedes Produkt?

        Verbot größerer Rechner? Wobei die leistungsschwachen Gurken früher auf dem Müll landen. Eventuell wären Erweiterungsmöglichkeiten für Laptops (RAM, SSD) noch eine gute Idee, aber dann nkann man sich von den Ultrabooks verabschieden.

        Am Ende ist es eine Sache des Kunden.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Nette Studie.
        Dennoch wirds erst dann interessant, wenn das verpflichtend wäre.
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