[PLUS] 360er-AiO-Wasserkühlungen im Test: Teure bis günstige Modelle diverser Hersteller
Wir schicken 360-mm-Kompaktwasserkühlungen durch unseren lautheitsnormierten Testparcours. Von günstig bis teuer prüfen wir acht verschiedene Kühlsysteme auf Herz und Nieren.
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Nachdem bis jetzt lediglich die kompakten 240-mm-Modelle unserem Testparcours die Hand schütteln durften, ist es aus gegebenem Sommer-Anlass nun Zeit, die größeren Geschwister im 360er-Format unter die Lupe zu nehmen. Denn auch wenn die Logik diktiert "größer = besser", gilt es unvoreingenommen zu prüfen, wie gut sich die Kombination aus erweiterter Kühlfläche und zusätzlichem Lüfter in einem lautheitsnormierten Test wirklich verhält. Dafür haben sich insgesamt acht Kompaktwasserkühlungen eingefunden. Darunter befinden sich Produkte von großen Komponenten-Herstellern wie Asus, MSI oder Corsair, aber auch von Kühlungsspezialisten wie Be Quiet, Arctic, Enermax, NZXT und Deepcool. Preislich gibt es in diesem Test keine Richtlinie. Schon früher konnte sich zeigen, dass im Kompaktwasserkühlungssegment der Preis eine deutlich untergeordnete Rolle spielt und die Leistung meist von vielen anderen Faktoren abhängig ist. Und das bestätigt sich auch erneut in diesem Test. Von unter 100 Euro geht es im Feld bis über die 300-Euro-Marke, und von sehr guter Leistung bis zu eher dürftigen Ergebnissen.
Testmethodik
Unser Lautheitsmessgerät: Ein Cortex Analyzer NC10.
Wie für Kompaktwasserkühlungen üblich unterziehen wir auch die 360-mm-Modelle einem lautheitsnormierten Test, erfassen die maximale Leistung und die dabei entstehende Lautstärke und messen die Lärmbelastung durch die Pumpe bei maximaler und minimaler Drehzahl. Zusätzlich gibt es eine Einordnung in die Gesamtleistungs-Rangliste und einen Vergleich mit allen bisher getesteten Wasser- und Luftkühlern. Für den lautheitsnormierten Test wird jede Kühlung auf unserem Testsystem montiert. Dieses besteht aus einem Intel Core i9-12900K, der auf einem Gigabyte-Z790-Tachyon-Mainboard sitzt. Die CPU wird im BIOS auf eine feste Energieaufnahme von 200 Watt gesetzt. Um das Verhältnis zwischen Kühlleistung und Lautstärke nun zu erfassen, werden die Lüfter jeder Kompaktwasserkühlung mittels externer Steuerung, einer Aquacomputer Aquaero 6, so lange in ihrer Drehzahl justiert, bis fünf verschiedene Lautheitswerte erreicht werden. Gemessen werden letztere über einen Cortex Analyzer NC10 in 50 cm Abstand von der Nabe des mittleren Lüfters. Um die Messung nicht zu verfälschen, bleibt das eigentliche Testsystem ausgeschaltet, denn Pumpe und Spulenfiepen steigern den Lärmpegel. Die fünf Messpunkte stellen verschiedene Anwendungsszenarien dar.
- 0,2 Sone: Ultra-Silent
- 0,3 Sone: Silent
- 0,5 Sone: Normaler Betrieb
- 1,0 Sone: Last
- 2,0 Sone: Hohe Last
Zu jedem Wert werden die dabei anliegenden Drehzahlen erfasst und anschließend bei eingeschaltetem System, voll drehender Pumpe und unter CPU-Last nachgestellt. Letztere besteht aus einer Cinebench-Dauerschleife, die für jeden Messpunkt das Kühlsystem 20 Minuten lang malträtieren muss. Haben sich die Temperaturen auf einen Wert eingependelt, werden mittels Hwinfo die durchschnittlichen Kerntemperaturen der CPU sowie die über vier Sensoren erfasste Umgebungstemperatur ermittelt. Die Differenz der beiden Temperaturen liefert einen Wert, den wir als Grundlage für die Leistungsbewertung einer AiO nutzen können. Je niedriger das "Temperatur-Delta", desto besser ist die Leistung.
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Folgende Produkte finden Sie im Test:
• Arctic Liquid Freezer III Pro 360 A-RGB
• Asus Ryuo IV SLC 360 ARGB
• Be Quiet Pure Loop 2 360 mm
• Corsair Nautilus 360 RS
• Deepcool LQ360
• Enermax Liqmax IV 360
• MSI MAG Coreliquid A15 360
• NZXT Kraken Elite 360 RGB
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