Alseye Halo H240 - günstige 240-mm-AiO-Wasserkühlung im Test [User-Artikel von Tim-CrossfireMachine]
Vor Kurzem stellte Inter-Tech die Alseye-H-Reihe vonAiO-Wasserkühlungen für den Verkauf in Deutschland vor. Inter-Tech importiert aus Fernost, der Verkauf findet dann über die gewohnten Händler hier statt. Angeboten werden die drei typischen Größen, sprich mit 120er, 240er sowie 360er Radiator und Kompatibilität für die gängigen Intel- und AMD-Sockel. Hier im Test schaue ich mir die H240 mal etwas genauer an.
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Die Verfügbarkeit ist zum Testzeitpunkt (November 2019) kurz nach Release bereits gut, wenn auch mit Hindernissen. Preisvergleichportale wie Geizhals.de führen die AiO noch unter den Namen ...
Inter-Tech 88885488 (120mm) ab etwa 48 Euro
Inter-Tech 88885487 (240mm) ab etwa 65 Euro
Inter-Tech 88885486 (360mm) ab etwa 75 Euro
Damit kommt man tatsächlich auf einen günstigeren Preis bei einem deutschen Händler, als bei einem Direktkauf über den AliExpress-Shop des Herstellers mit Versand aus China. In diesem Review beziehe ich mich auf die Preise vom November 2019, eventuell abweichende aktuelle Preise sind selbst zu interpretieren. ;)
Spezifikationen H240
Pumpe: 2600 U/min - Keramiklager - Kupfer Coldplate (glatt)
Lüfter: 800 bis 2000 U/min - Hydrauliklager - 4-Pin-Anschluss
Radiatordicke: 27 mm
Luftstrom pro Lüfter: 31,09-76,80 m³/h
Luftdruck pro Lüfter: 0,53-1,80 mmH2O
Geräuschpegel: 13,5-35,2 dBA
Schlauchlänge: 300 mm
Weitere Daten gibt es auf der Produktseite oder im Herstellershop.
Ein paar Anmerkungen direkt vorweg:
- Die RGB-LEDs haben ein festes Muster und lassen sich nicht steuern
- Bei Steuerung der Lüfter mit DC anstatt PWM sind die LEDs aus
- Wärmeleitpaste ist nicht voraufgetragen
- Die Lüfterhalterungen sind mit Schaumgummi gepolstert
- Lüfterdurchmesser beträgt nur etwa 91 mm
- Schläuche wellen sich, wenn man den Radiator zur Montage dreht
- Die Pumpe gibt an mit 6490 U/min zu laufen
Verpackung/Lieferumfang
Hier gibt es wenig Überraschungen, die Wasserkühlung wurde klassisch in einer passenden Papphalterung versendet, Radiator und Kühlblock sind eingetütet und das Montagezubehör kommt in einem eigenem kleinen Karton. Neben den Brackets für die verschiedenen Sockel sind noch ein 4-Pin-Lüftersplitter, Wärmeleitpaste und zwei Klebe-Pads für die Backplate dabei.
Quelle: OC
Verpackung
Quelle: OC
Zubehör
Montage
Die für den Sockel passendes Brackets werden seitlich in den Pumpenblock geschoben und praktisch festgeklemmt. Hier gab es etwas Verwirrung meinerseits, da eine bebilderte Anleitung zwar sehr löblich ist, aber falsche Bilder dann doch wieder zu Verwirrung führen. Das Intel-Bracket ist identisch zur Abbildung, das AMD-Bracket sieht allerdings völlig anders aus. Ebenfalls fehlt bei beiden Brackets die Beschriftung, auf die sich in der Anleitung bezogen wird. Die nächste Tücke ist dann ein kleiner Plastik-Abstandshalter, welcher nicht beidseitig verwendet werden kann, sondern auf einer Seite etwas hervorsteht. In der Anleitung ist davon nichts zu finden! Schaut man also nicht ganz genau hin, dann merkt man wohl erst beim Festschrauben des Kühlblocks, dass etwas nicht ganz passt. Insgesamt könnte der Einbau also angenehmer gestaltet werden, im Zweifel wird man mit Trial and Error aber wohl auch ans Ziel kommen. Die Klebepads für die Backplate sind aber eine nette Sache, einmal befestigt hat man wieder beide Hände frei.
Bei dem Einbau in mein Core P3 beschreiben die Schläuche einen Halbkreis und sind bei montierten Radiator und Block etwas wellig. Bei einer eher üblichen Orientierung z. B. in der Front oder dem Deckel eines Gehäuses trat es nicht auf.
Quelle: OC
AiO ausgepackt
Quelle: OC
Fehlerhafte Bebilderung
Quelle: OC
Gewellte Schläuche, bei normalen Einbau kein Problem
Quelle: OC
AiO im eingebauten Zustand
Test-Hardware
CPU: Ryzen 5 1600X - 4,00 GHz - 1,40 V
RAM: 8 GiByte DDR4 Crucial Ballistix Sport
Mainboard: Asus Prime B350-Plus
Grafikkarte: Asus ROG Strix GTX 1060 6 GiByte
Netzteil: Bitfenix Whisper M 450 W
Gehäuse: Thermaltake Core P3 - Open Benchtable
Test-Software
Aida64 Extreme v6.10.5200
CPU, FPU, Cache, System Memory Stresstest
Prime95 v29.8b6
Small FFTs - Maximum Heat Stresstest
Getestet wird mit 100% PWM bei der Pumpe und 30%, 60% sowie 100% für die Lüfter.
Da ich nicht über eine Klimaanlage verfüge, sind die Werte in den Graphen das Delta zwischen Raumtemperatur und Temperatur der CPU. So lassen sich alle Kühlungen fair vergleichen, auch wenn die Raumtemperatur unterschiedlich ist.
Quelle: OC
Aida64 Stresstest - 30% RPM
Lüfter-Geschwindigkeit: 1015 RPM - kaum hörbares Rauschen
Umgebung: 20,1°C
Maximale Temperatur: 68°C
Quelle: OC
Aida64 Stresstest - 60% RPM
Lüfter-Geschwindigkeit: 1470 RPM - hörbares Rauschen
Umgebung: 20,2°C
Maximale Temperatur: 65°C
Quelle: OC
Aida64 Stresstest - 100% RPM
Lüfter-Geschwindigkeit: 2000 RPM - lautes Rauschen
Umgebung: 20,0°C
Maximale Temperatur: 55°C
Quelle: OC
Prime95 - 30% RPM
Lüfter-Geschwindigkeit: 1015 RPM - kaum hörbares Rauschen
Umgebung: 20,2°C
Maximale Temperatur: 68°C
Quelle: OC
Prime95 - 60% RPM
Lüfter-Geschwindigkeit: 1470 RPM - hörbares Rauschen
Umgebung: 19,8°C
Maximale Temperatur: 64°C
Quelle: OC
Prime95 - 100% RPM
Lüfter-Geschwindigkeit: 2000 RPM - lautes Rauschen
Umgebung: 19,7°C
Maximale Temperatur: 62°C
Fazit/Zusammenfassung
Die Alseye H240 konnte zuverlässig den übertakteten Ryzen-Prozessor kühlen ohne dabei übermäßig laut zu werden. Das ist absichtlich so formuliert, denn als Silent-AiO würde ich sie auch nicht bezeichnen. Auch wenn die Geräusche der Pumpe (nach dem anfänglichen Glucksen) zwischen dem Rest untergehen, machen sich die Lüfter ab etwa 50% PWM doch bemerkbar. Nicht übermäßig laut, nicht störend, aber ein Rauschen wird immer hörbarer bei steigenden RPM. Bei 100% (2000 U/min) möchte man die Lüfter sicher nicht betreiben.
Die Kühlleistung kann also überzeugen, für das Drumherum gibt es aber Abzüge in der B-Note: Einbau etwas holperig, RGBling-Bling nicht einstellbar, Pumpe gibt unmögliche Werte zurück und die Lüfter sind eher durchschnittlich. Das macht die H240 nicht zu einer schlechten AiO-Lösung, aber der derzeitige Preis des 240mm Modells macht sie 10 Euro teurer als die Konkurrenz ohne RGB und rund 5 Euro teurer als Modelle mit STEUERBAREN RGB-Effekten. Wem sie optisch zusagt und/oder sowieso kein RGB-Anschluss in seinem Rechner hat, kann hier zuschlagen oder auf fallende Preise/Angebote ein Auge haben.
Das 360-mm-Modell ist derzeit die günstigste 360er-All-in-One Wasserkühlung auf dem deutschen Markt und kostet nur 10 Euro mehr als die 240er-Version, also durchaus eine Überlegung wert!

Ich finde es gut, dass mal ein User-Review als Artikel erscheint und nicht immer nur auf das Forum verwiesen wird.
Den Hersteller kannte ich gar nicht, also ist es wirklich nett, mal seinen Horizont zu erweitern. Der niedrige Preis scheint aber seinen Tribut zu fordern. Bei einem günstigen System ist besonders der 360er ein Angebot, das in Erwägung gezogen werden kann.
Vielen Dank für den Test, die Beschreibung der Geräuschkulisse und die vielen Bilder!
Sorry aber für so einen Müll würde ich keinen Cent ausgeben. Schau dir mal die neuen Arctic freezer II Modelle an, so geht aio und zu einem solchen Preis!
dennoch Respekt für Dein Review!