[26/11/2021] Kingdom Come Deliverance 2 … ich bin ziemlich angetan, wie gut das Rollenspiel geworden ist. Dass Warhorse Studios es hinbekommt, ein anspruchsvolles, der oft faden, uninspirierten und langweiligen, repetitiven Massenkompatibilität trotzendes Spiel zu entwickeln, habe ich nicht angezweifelt. Schließlich kenne ich die Entwickler, habe das Studio in Prag damals während der Entwicklung des ersten Teils besucht und habe mich damals auch mit den generell geschichtlich sehr beflissenen Entwicklern sowie ihrer historischen Beraterin unterhalten können. Und natürlich habe ich mich auch mehrfach mit Chef-Entwickler Dan Várva kurzgeschlossen; es war meines Erachtens von Vornherein vollkommen klar, dass Warhorse Studios bei Kingdom Come Deliverance 2 ihrer Linie die Treue halten werden.
Was mich allerdings ein wenig überrascht hat, ist die Qualität, die Geschliffenheit, mit der Kingdom Come: Deliverance 2 aufwarten kann. Und das direkt zum Launch, was angesichts der Komplexität des Spiels und dessen Mechaniken wirklich bemerkenswert ist. Warhorse muss viel Zeit und Aufwand für Optimierungen, „Entjankung“, „Declunkyfizierungen“ ihrer Mechaniken und generell Feinschliff investiert haben. Auch die Performance ist erfreulich sauber – ich würde gar wetten, in einigen Situationen läuft KCD 2 auch mit heutiger Hardware besser als der Vorgänger. Und schon mit niedrigen bis mittleren Details sieht Kingdom Come Deliverance 2 besser aus als der erste Teil. Den muss ich allerdings mal durchspielen. Das möchte ich eigentlich machen, bevor ich mich auch privat wirklich ausführlich mit dem zweiten Teil von Kingdom Come beschäftige. Schließlich war schon der Vorgänger ein Hit. Und wenn ich schon in die Haut von Heinrich schlüpfe, dann möchte ich auch seinen ganzen Leidens- und Schaffensweg verfolgen. Ich habe jüngst einen neuen Anlauf gestartet, nachdem ich in der Vergangenheit irgendwie nie richtig dazu gekommen bin, richtig in das tolle Mittelalter-Szenario einzutauchen – Zeit wird’s. (Philipp Reuther)