Japanische Regierung: "Wir haben den Krieg gegen Disketten gewonnen"

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Japanische Regierung: "Wir haben den Krieg gegen Disketten gewonnen"
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Japans Digitalminister Taro Kono hat bekannt gegeben, dass die japanische Regierung die Verwendung von Disketten aus allen 1.034 Verordnungen verbannt hat. Ausgenommen ist lediglich eine Umweltvorschrift zum Recycling von Fahrzeugen.

Freunde von Retro-Computern denken bei Disketten sicherlich zuerst an Spieleinstallationen auf 3,5- oder 5,25-Zoll-Medien oder an die Erkenntnis, dass man für eine Windows-95-Installation doch lieber die CD-ROM-Variante hätte kaufen sollen als die Edition mit über 10 Disketten. In Japan war die Diskette allerdings noch bis zum 28. Juni dieses Jahres für Behördengänge vorgeschrieben.

"Wir haben den Krieg gegen Disketten am 28. Juni gewonnen!"

Im vergangenen Monat konnte die japanische Digitalagentur die Verwendung des veralteten Speichermediums aus allen 1.034 Verordnungen streichen, die die Verwendung von Disketten vorschreiben. Nur eine Umweltvorschrift über das Recycling von Fahrzeugen blieb von der Änderung verschont, hier dürfen Disketten weiterhin verwendet werden.

Nicht ohne Stolz konnte der japanische Digitalminister Taro Kono daher laut Reuters verkünden: "Am 28. Juni haben wir den Krieg gegen Disketten gewonnen!" Taro Kono ist seit 2022 als Digitalminister im Amt und war zuvor bereits für das Außen- und Verteidigungsministerium sowie das COVID-Impfprogramm zuständig. Auf der Social-Media-Plattform X kann Kono zudem eine beachtliche Followerzahl vorweisen.

Nach der Abschaffung der 3,5-Zoll-Disketten bleibt für das Digitalministerium noch viel zu tun: Denn in den japanischen Behörden werden weiterhin Faxgeräte eingesetzt, eine Abschaffung im Jahr 2021 scheiterte am Widerstand vieler Behörden. Nach dem Erfolg bei der Abschaffung der Diskette könnte Taro Kono also einen neuen Versuch starten, Faxgeräte aus den japanischen Behörden zu verbannen.

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Quelle: Reuters via PC Gamer

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    • Kommentare (26)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PureLuck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HenneHuhn
        Bemerkst du eigentlich selber, wie herablassend du rüberkommst?
        Ist überhaupt nicht herablassend gemeint. Es gibt nun einmal hinsichtlich der digitalen Kommunikation mit Behörden den "normalen Bürger", andere Behörden (z.B. Polizei und Gerichte), besondere natürliche Personen (z.B. Rechtsanwälte) und vereinzelt Unternehmen mit einem vergleichsweise herausragendem technischem Know-How aufgrund ihres Sektors (z.B. größere IT-Dienstleister).

        Zitat von HenneHuhn
        Diese "Pillepalle"-Form der Kommunikation/des Austauschs ist nunmal, wie der Großteil der "normalen Bürger" (Ihgitt!) mit Behörden überhaupt in Kontakt kommen.
        Dass sich die unverschlüsselte Mail (sowohl Transport als auch Inhalt) als vorrangige digitale Übertragung von Daten so wacker hält und vom Bürger genutzt wird, ist aber nicht die Schuld der Behörden. Man müsste den unverschlüsselten Mail-Verkehr komplett "abschalten", um die Bürger dazu zu zwingen, sicher mit Behörden zu kommunizieren. Ich glaube, du siehst ein, dass das in Deutschland (zumindest aktuell noch) keine Alternative darstellt. Somit bleibt als Behörde nur übrig, ein paar sichere Varianten in der Hinterhand zu haben (DE-Mail, sichere Mailgateways, S/MIME, Portale) und lediglich anzubieten.

        Zitat von HenneHuhn
        Woher sollen "wir" auch sonst etwas mitkriegen?
        Mal 5 Minuten Googlen? Mit das erste, was man findet, wenn man nach "sichere Kommunikation mit Behörden" sucht, ist ein Artikel vom BMI zu DE-Mail. Anderes Beispiel für unsere Kreisverwaltung: Auf deren Website findet man den Hinweis zum sicheren Mailgateway des Landes über welches verschlüsselte Nachrichten verschickt werden könnten. Den öffentlichen S/MIME-Schlüssel findet man da übrigens auch. Oder dieser Hinweis hier ist auch leicht zu finden:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zitat von HenneHuhn
        Und ja, ich bin nicht zuständig. Für solche Dinge muss es doch Rahmenvereinbarungen geben. Wenn die öffentliche Verwaltung Aufträge vergibt an soziale Träger, dann muss doch wohl von Auftraggeberseite ein Standard vorgegeben und ermöglicht werden, der mindestens (!) dem rechtlich erforderlichen Minimum entspricht oder - besser! - mit gutem Beispiel vorangeht.
        Wenn du es nicht weißt, wie die Rahmenvereinbarungen zwischen Behörde und deiner Arbeitsstelle aussehen... Ich kann es dir auch nicht sagen. In deinem Profil steht, du kommst aus Bremen. Auch Bremen nutzt beispielsweise DE-Mail. Angenommen, dein AG hat mit den Bremer-Behörden zu tun, hätte man das ja auch mal ansprechen können. Dir scheint der Missstand des mangelhaften Übertragungsweges ja aufgefallen zu sein. Ach ne, du bist/warst ja "nicht zuständig" als Vermittler zwischen Bürger und Behörde.

        Zitat von HenneHuhn
        Wenn in eurer Behörde bezüglich Datenschutz im "Kundenkontakt" alles vorbildlich geregelt ist - fantastisch
        Geregelt ja - halten sich die eigenen Mitarbeiter dran? Nein. Warum nicht? S.o. - man müsste den normalen Mailverkehr verbieten. Ist das realitätsnah? Nein. Würde das die Organisationsleitung überhaupt verstehen und mit tragen? Oh, hell NO!
      • Von PureLuck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HenneHuhn
        Bemerkst du eigentlich selber, wie herablassend du rüberkommst?
        Ist überhaupt nicht herablassend gemeint. Es gibt nun einmal hinsichtlich der digitalen Kommunikation mit Behörden den "normalen Bürger", andere Behörden (z.B. Polizei und Gerichte), besondere natürliche Personen (z.B. Rechtsanwälte) und vereinzelt Unternehmen mit einem vergleichsweise herausragendem technischem Know-How aufgrund ihres Sektors (z.B. größere IT-Dienstleister).

        Zitat von HenneHuhn
        Diese "Pillepalle"-Form der Kommunikation/des Austauschs ist nunmal, wie der Großteil der "normalen Bürger" (Ihgitt!) mit Behörden überhaupt in Kontakt kommen.
        Dass sich die unverschlüsselte Mail (sowohl Transport als auch Inhalt) als vorrangige digitale Übertragung von Daten so wacker hält und vom Bürger genutzt wird, ist aber nicht die Schuld der Behörden. Man müsste den unverschlüsselten Mail-Verkehr komplett "abschalten", um die Bürger dazu zu zwingen, sicher mit Behörden zu kommunizieren. Ich glaube, du siehst ein, dass das in Deutschland (zumindest aktuell noch) keine Alternative darstellt. Somit bleibt als Behörde nur übrig, ein paar sichere Varianten in der Hinterhand zu haben (DE-Mail, sichere Mailgateways, S/MIME, Portale) und lediglich anzubieten.

        Zitat von HenneHuhn
        Woher sollen "wir" auch sonst etwas mitkriegen?
        Mal 5 Minuten Googlen? Mit das erste, was man findet, wenn man nach "sichere Kommunikation mit Behörden" sucht, ist ein Artikel vom BMI zu DE-Mail. Anderes Beispiel für unsere Kreisverwaltung: Auf deren Website findet man den Hinweis zum sicheren Mailgateway des Landes über welches verschlüsselte Nachrichten verschickt werden könnten. Den öffentlichen S/MIME-Schlüssel findet man da übrigens auch. Oder dieser Hinweis hier ist auch leicht zu finden:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zitat von HenneHuhn
        Und ja, ich bin nicht zuständig. Für solche Dinge muss es doch Rahmenvereinbarungen geben. Wenn die öffentliche Verwaltung Aufträge vergibt an soziale Träger, dann muss doch wohl von Auftraggeberseite ein Standard vorgegeben und ermöglicht werden, der mindestens (!) dem rechtlich erforderlichen Minimum entspricht oder - besser! - mit gutem Beispiel vorangeht.
        Wenn du es nicht weißt, wie die Rahmenvereinbarungen zwischen Behörde und deiner Arbeitsstelle aussehen... Ich kann es dir auch nicht sagen. In deinem Profil steht, du kommst aus Bremen. Auch Bremen nutzt beispielsweise DE-Mail. Angenommen, dein AG hat mit den Bremer-Behörden zu tun, hätte man das ja auch mal ansprechen können. Dir scheint der Missstand des mangelhaften Übertragungsweges ja aufgefallen zu sein. Ach ne, du bist/warst ja "nicht zuständig" als Vermittler zwischen Bürger und Behörde.

        Zitat von HenneHuhn
        Wenn in eurer Behörde bezüglich Datenschutz im "Kundenkontakt" alles vorbildlich geregelt ist - fantastisch
        Geregelt ja - halten sich die eigenen Mitarbeiter dran? Nein. Warum nicht? S.o. - man müsste den normalen Mailverkehr verbieten. Ist das realitätsnah? Nein. Würde das die Organisationsleitung überhaupt verstehen und mit tragen? Oh, hell NO!
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PureLuck
        Sag ich ja, du hast nicht viel mit den Behörden am Hut. In dem Fall bist du bzw. dein AG nichts anderes als der normale Bürger. Ihr schickt einfach nur irgendwelche Dokumente hin und her. Von dem, was in den Kommunalverwaltungen wirklich abgeht, hast du keine Ahnung. Und dein AG scheint sich offenbar genauso wenig um einen sicheren Übertragungsweg zu kümmern wie der Normalo. Ist die selbe alte Leier.
        Zumal du schreibst du im Präteritum. Das bedeutet, du bist nicht mal über die aktuelle Situation informiert. Hauptsache erstmal behaupten, die Behörden seien Schuld und "ich bin nicht zuständig". Genau diese Einstellung Bürger trägt Mitschuld an dem digitalen "Fortschritt" in DE. Vermutlich ist der elektronische Ausweis für dich auch Hokuspokus und Datenschutz-Disaster, buhuuu.
        Präteritum? Stimmt, ich bin jetzt seit gut einem Jahr nur noch Fachaufsicht und kriege dadurch mit, wie die Kollegen mit den Behörden kommunizieren. Bemerkst du eigentlich selber, wie herablassend du rüberkommst? Diese "Pillepalle"-Form der Kommunikation/des Austauschs ist nunmal, wie der Großteil der "normalen Bürger" (Ihgitt!) mit Behörden überhaupt in Kontakt kommen. Das ist das, was für die offenbar ekligen "normalen Bürger" das ausschlaggebende Element darstellt. Woher sollen "wir" auch sonst etwas mitkriegen? Einblick in interne Vorgänge haben wir ziemlich logischerweise nicht. Mein AG (an dem ich sonst kaum ein gutes Haar lasse) scheint jedenfalls das Mindeste zu tun, um uns datenschutzrechtlich abzusichern. Dass ich damit nicht wirklich zufrieden bin, sollte offensichtlich sein.
        Und ja, ich bin nicht zuständig. Für solche Dinge muss es doch Rahmenvereinbarungen geben. Wenn die öffentliche Verwaltung Aufträge vergibt an soziale Träger, dann muss doch wohl von Auftraggeberseite ein Standard vorgegeben und ermöglicht werden, der mindestens (!) dem rechtlich erforderlichen Minimum entspricht oder - besser! - mit gutem Beispiel vorangeht.
        Und ja, mir ist vollkommen bewusst, dass es verschiedenste Verwaltungsebenen gibt. Wenn in eurer Behörde bezüglich Datenschutz im "Kundenkontakt" alles vorbildlich geregelt ist - fantastisch, weiter so! Ganz ehrlich gemeint! Andernorts sieht es - ganz offensichtlich - völlig anders aus.

        PS: Ich war selbst mehrere Jahre im öffentlichen Dienst tätig und bin - auch wenn ich ehrlich gesagt nicht wieder dahin zurück will - alles andere als ÖD-feindlich eingestellt.
      • Von PureLuck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HenneHuhn
        Es gehörte jahrelang zu meinen Aufgaben als Beschäftigter bei einem Wohlfahrtsträger, für Klienten Anträge, Nachweise etc. zu den verschiedensten Abteilungen kommunaler Sozial-, Ausländer- und Meldebehörden und dem Jobcenter zu schicken bzw. von denen Dokumente zu empfangen. Da läuft (von Behördenseite aus) nix verschlüsselt. Zumindest hier nicht. Das ganze passiert ja sogar im Auftrag der Kommune - aber es hat sich anscheinend nie jemand die Mühe gemacht, hier eine datenschutzkonforme Vorgehensweise zu etablieren. Und für dieses "Mühe machen" bin ich auch nicht zuständig und - auf technischer Ebene - gar nicht befähigt/befugt. Von meinem Arbeitgeber gab/gibt es die Anweisung, dass wir entsprechende Dokumente nur "mit Bordmitteln" verschlüsselt verschicken dürfen. Sprich: entweder mit Outlook-Plug-In (was nicht mal alle Kollegen haben, angeblich wg. teurer Lizenzen) oder als .rar-Archiv passwortgeschützt senden, das Passwort in separater Mail von anderer Adresse hinterher. In 70% der Fälle klappt es (immerhin), in 30% der Fälle muss dann doch wieder der Postweg herhalten. Von den Behörden kriegen wir dann unverschlüsselte PDFs zurück (+ ne Woche später den Originalbescheid per Post).
        Sag ich ja, du hast nicht viel mit den Behörden am Hut. In dem Fall bist du bzw. dein AG nichts anderes als der normale Bürger. Ihr schickt einfach nur irgendwelche Dokumente hin und her. Von dem, was in den Kommunalverwaltungen wirklich abgeht, hast du keine Ahnung. Und dein AG scheint sich offenbar genauso wenig um einen sicheren Übertragungsweg zu kümmern wie der Normalo. Ist die selbe alte Leier.
        Zumal du schreibst du im Präteritum. Das bedeutet, du bist nicht mal über die aktuelle Situation informiert. Hauptsache erstmal behaupten, die Behörden seien Schuld und "ich bin nicht zuständig". Genau diese Einstellung der Bürger trägt Mitschuld an dem digitalen "Fortschritt" in DE. Die Bürger sind digital viel rückschrittlicher als die Behörden, über die diese Menschen herziehen. Vermutlich ist der elektronische Ausweis für dich auch Hokuspokus und Datenschutz-Disaster, buhuuu.
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PureLuck
        Offensichtlich hast du dann mit Behörden weniger zu tun als du denkst. Sonst hättest du schon mal was von EGVP gehört.
        Es gehörte jahrelang zu meinen Aufgaben als Beschäftigter bei einem Wohlfahrtsträger, für Klienten Anträge, Nachweise etc. zu den verschiedensten Abteilungen kommunaler Sozial-, Ausländer- und Meldebehörden und dem Jobcenter zu schicken bzw. von denen Dokumente zu empfangen. Da läuft (von Behördenseite aus) nix verschlüsselt. Zumindest hier nicht. Das ganze passiert ja sogar im Auftrag der Kommune - aber es hat sich anscheinend nie jemand die Mühe gemacht, hier eine datenschutzkonforme Vorgehensweise zu etablieren. Und für dieses "Mühe machen" bin ich auch nicht zuständig und - auf technischer Ebene - gar nicht befähigt/befugt. Von meinem Arbeitgeber gab/gibt es die Anweisung, dass wir entsprechende Dokumente nur "mit Bordmitteln" verschlüsselt verschicken dürfen. Sprich: entweder mit Outlook-Plug-In (was nicht mal alle Kollegen haben, angeblich wg. teurer Lizenzen) oder als .rar-Archiv passwortgeschützt senden, das Passwort in separater Mail von anderer Adresse hinterher. In 70% der Fälle klappt es (immerhin), in 30% der Fälle muss dann doch wieder der Postweg herhalten. Von den Behörden kriegen wir dann unverschlüsselte PDFs zurück (+ ne Woche später den Originalbescheid per Post).

        Zitat von PureLuck
        Sieht man ja z.B. an dir. Du hast offenbar nicht mal eine Minute damit verbracht, nach Möglichkeiten zu suchen, sicher mit deiner Behörde zu kommunizieren. Ich arbeite bei einer. Wir haben auf unserer Website seit über 6 Jahren unseren öffentlichen S/MIME Schlüssel zum Download hinterlegt, womit uns Externe verschlüsselte Mails zukommen lassen könnten. Rate mal, wie viele Bürger seitdem an die angegebene Mailadresse verschlüsselte Mails geschickt haben...
        Unser Problem in den Behörden ist leider, dass die Sachbearbeiter genau so wenig Dunst von sicherer Übertragung haben wie die Bürger. Da wird die normale Mail halt weiter benutzt, egal wie viele Schulungen, Dienstvorschriften oder sonst was denen vorsetzt.
      • Von PureLuck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HenneHuhn
        „digital sichere Übertragung“ bei Behörden? Ich habe beruflich viel mit Behörden zu tun
        Offensichtlich hast du dann mit Behörden weniger zu tun als du denkst. Sonst hättest du schon mal was von EGVP gehört.

        Zitat von HenneHuhn
        Die schicken lustig komplette Sätze von personenbezogenen und Sozialdaten Dritter per unverschlüsselter E-Mail durch die Weltgeschichte.
        Das liegt aber nicht ausschließlich an den Behörden sondern zu gleichen Teilen auch am Bürger. Es gibt oder gab Mittel für eine sichere elektronische Übertragung (Natürlich abhängig vom Bundesland, da kocht ja fast jeder seine eigene Suppe). Die scheitern aber alle am Bürger, weil der liebe Bürger nicht einsieht, sich irgendeinen Mehraufwand zu machen. Sieht man ja z.B. an dir. Du hast offenbar nicht mal eine Minute damit verbracht, nach Möglichkeiten zu suchen, sicher mit deiner Behörde zu kommunizieren. Ich arbeite bei einer. Wir haben auf unserer Website seit über 6 Jahren unseren öffentlichen S/MIME Schlüssel zum Download hinterlegt, womit uns Externe verschlüsselte Mails zukommen lassen könnten. Rate mal, wie viele Bürger seitdem an die angegebene Mailadresse verschlüsselte Mails geschickt haben...
        Unser Problem in den Behörden ist leider, dass die Sachbearbeiter genau so wenig Dunst von sicherer Übertragung haben wie die Bürger. Da wird die normale Mail halt weiter benutzt, egal wie viele Schulungen, Dienstvorschriften oder sonst was denen vorsetzt.
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