Chip-Sicherheitslücken: Bei AMD wurden 2021 mehr CPU- und bei Intel mehr GPU-Probleme entdeckt
Intel hat einen Sicherheitsbericht veröffentlicht, der die 2021 neu entdeckten Sicherheitslücken in AMD- und Intel-Produkten behandelt. Demnach wurden 2021 sowohl in CPUs als auch in GPUs zahlreiche neue Fehler entdeckt, von denen aber nur wenige kritisch waren. Außerdem hat Intel durch die Vega-Architektur einige Sicherheitslücken von AMD geerbt.
Seit 2018 die großen Hardware-Sicherheitslücken Spectre und Meltdown bekannt wurden, taucht immer wieder das Thema Chip-Sicherheit auf. Passend dazu hat Intel nun einen Sicherheitsbericht veröffentlicht, in dem das Unternehmen über die 2021 entdeckten Sicherheitslücken spricht und sich dabei mit dem Mitbewerber AMD vergleicht.
Intel erbt GPU-Sicherheitslücken von AMD
Laut der von Intel veröffentlichten Übersicht wurden 2021 insgesamt 16 Probleme bei Intel-CPUs entdeckt, wobei das Unternehmen zehn davon selbst ausfindig gemacht hat. Bei AMD sollen es im gleichen Zeitraum hingegen 31 Lücken gewesen sein, die durchweg von Dritten gemeldet wurden.
Quelle: Intel
2021 wurden bei CPUs von Intel 16 und bei CPUs von AMD 31 Sicherheitslücken entdeckt. Bei Grafikkarten steht es hingegen 51 zu 27, wobei ein Teil der Intel-Sicherheitslücken aber eigentlich durch AMD verursacht wurde.
Bei den Sicherheitslücken in GPUs liegt laut dem Bericht hingegen AMD vorne. Demnach sollen 2021 27 Sicherheitslücken in Radeon-GPUs entdeckt worden sein, wohingegen es bei Intel 51 waren. Dabei sollen laut Intel 23 der gemeldeten GPU-Sicherheitslücken aber gar keine Intel-Architektur betreffen, sondern stattdessen den Kaby-Lake-G-Prozessor. Dieser setzt im Gegensatz zu anderen Intel-Produkten auf eine integrierte Vega-GPU von AMD, womit die Lücken der Vega-Architektur sowohl AMD als auch Intel zugerechnet werden. Ohne diesen Sondereffekt wären es somit nur 28 neue GPU-Lücken bei Intel gewesen.
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Rein anhand der Anzahl der Lücken ist eine genaue Bewertung der Sicherheit von AMD- oder Intel-Produkten aber ohnehin kaum möglich, denn die Anzahl der entdeckten Sicherheitslücken liefert nicht zwingend auch Informationen über die Anzahl der vorhandenen Lücken. Außerdem sind viele der Sicherheitslücken nur bedingt ausnutzbar, womit sie wenig problematisch sind. Laut Intel waren 2021 etwa nur zwei Sicherheitslücken kritisch und 52 immerhin von hohem Risiko.
Quelle: via Toms Hardware

) überprüfbar sind, wäre es seitens Intels sehr dämlich, nicht vertrauenswürdig zu arbeiten. Aber eigentlich spielt das, ebenso wie die gesamte Statistik, überhaupt keine Rolle:
Vor allem von jemanden der die Jahre als Paradebeispiel genannt wird von diesen Lücken, hier kann man schnell vermuten das man versucht durch die schiere Zahl den Kontrahenten schlechter dastehen zu lassen.
Das ganze hat für mich dieselbe Vertrauenswürdigkeit wie "Kryptominer bescheinigen sich selbst hohen nutzen für die Allgemeinheit, kein höherer Stromverbrauch bei den Stromversorgern festzustellen, die Umwelt wird besser geschützt als ohne Mining"...
Nicht die Anzahl von Sicherheitslücken, sondern deren Schwere und Vermeid-/Fixbarkeit sind wichtig.
Es gibt kein "nur ein bisschen" unsicheres System – entweder mindestens eine Lücke besteht, die im vorliegenden Einsatzfall ausgenutzt werden kann, oder eben nicht. So etwas kann man aus einer bloßen Zählung aber nicht ableiten.
Niemand sollte auf den Quatsch rein fallen.
Darüber hinaus aber in diesem Kontext nicht minder unsinnig obige Aussage von BxBender bzgl. "ewig alter Technik". Das ist schon seit Ice Lake (2019) hinfällig. Dass das keiner zur Kennnis nehmen will, mag ein anderes Thema sein und man kramt auch in 2021 immer noch gerne Spectre & Co aus 2018 aus (was AMD gleichermaßen patchen musste wie auch viele andere Hersteller), die schon in den letzten Skylake-Derivaten auf Consumer-CPUs keinen nennenswerte Rolle mehr gespielt haben weil fixed und in diesem Marktsegment selbst ohne nennenswert relevante Performance-Verluste. An Sunny, Willow, Golden Cove nagt wenn dann genau so der Zahn der Zeit wie an den diversen Zen-Iterationen.
Ergäneznd noch: Vor etwa zwei Monaten veröffentlichte AMD bspw. einen Patch-Rundumschlag mit um die 50 gefixten Lücken für ihre CPUs und GPUs von denen etliche von ihnen als "high" eingestuft wurden. In der letzten Zeit gibt es da keine übermäßigen Auffälligkeiten in beiden Lagern.
Aber um die entsprechende Klientel nicht ganz ohne ein Schmunzeln oder neuen Zündstoff ins Wocheende zu entlassen: Von den 51 GPU-Lücken bei Intel belaufen sich 23 auf die von AMD zugekaufte Radeon-GPU des Kaby Lake-G
Und auch Sicherheitsforscher konzentrieren sich verstärkt auf deren Plattformen, was z. T. dem angehäuften KnowHow geschuldet ist (vieles kann hier nicht einfach einer Dokumentation entnommen werden, sondern dass müssen sich die betreffenden Personen mühsam und zeitaufwendig erarbeiten) und bisher lag hier augenscheinlich bei Intel auch ein höheres Potential vor fündig zu werden, denn auch diese Klientel muss ihre Daseinberechtigung nachweisen und ihren Lebensunterhalt verdienen und hoffentlich einmal den absoluten Supergau zu finden ist in jeder Hinsicht weitaus gewinnversprechender als ein Dutzend Negativfeststellungen zu veröffentlichen, die die Presse schon nach dem zweiten Mal gar nicht mehr aufgreifen will. (Selbst eine psychologische Komponente könnte hier eine Rolle spielen.)
Mit zunehmender Verbreitung der AMD-Hardware wird natürlicherweise aber auch diese immer mehr unter die Lupe genommen und so ist es nur natürlich, dass da auch zunehmend mehr Fehler zutage treten und entsprechend weist AMD ebenso eine beträchtliche Liste in der offiziellen CVE-Datenbank aus, die Intel hier für einen Vergleich herangezogen hat.
Wenn da raus kommt dass da irgendwas manipuliert wurde (kann man ja im 37 Seiten Report nachlesen) dann bringt das Intel was genau?