Intel Xe: DG1-Open-CL-Performance macht die Runde

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Intel Xe: DG1-Open-CL-Performance macht die Runde (1)
Quelle: Intel, via Guru3D

Zur Intel XE DG1 (LP) machen Open-CL-Werte die Runde. Das ist ganz interessant, weil es einen frühen Blick auf das erlaubt, woran Intel seit geraumer Zeit arbeitet. Überbewerten sollte man die Werte aber wohl nicht. Das Entwicklervehikel ist schon auf dem Papier langsamer als die langsamsten dedizierten Einheiten von AMD und Nvidia - der Vergleich hinkt also etwas.

Zu Intels Xe-Technik, Gen-12-Grafik oder besser die kommende Technologie, die dann in dedizierten Grafikkarten steckt, machen Open-CL-Performance-Werte die Runde und geben einen ersten kleinen Aufschluss darauf, was in einer fernen Zukunft vielleicht kommen mag. Man wartet ja bereits auch seit Juni 2018, als Intel die Anstrengungen enthüllte. Und vor 2021 wird man keinen Grafikbeschleuniger sehen - Spieler werden sich sogar noch länger gedulden müssen.

Die DG1 ist ein Entwicklungsvehikel, ein Chip auf eine PCI-Express-Karte geschnallt und mit Infrastruktur bereichert. Die Performance ist nicht annähernd da, wo man sie für eine Gamer-Grafikkarte erwarten würde. Darum geht's hier auch nicht - die Karte soll Entwicklern helfen, ihre Software auf die Architektur abzustimmen. Der LP-Chop (Low Power) findet so vielleicht mal in einem Laptop-Anwendung und so sind auch die Werte einzuordnen.

96 Ausführungseinheiten machen 768 Shader. Das ist quasi nichts gegen dedizierte Grafikkarten, die den Markt bevölkern. Die langsamste aktuelle Radeon hat 1.408 Shader, die langsamste Geforce 896 Shader. Auch die 3 GiByte Speicher sind kaum zeitgemäß - ebenso wie das (vermutlich) 96 Bit breite Speicherinterface. Das alles taugt bestenfalls für eine Low-Budget-Einsteigerkarte.

Umso interessanter war es, dass Intel auf der Karte Gaming-Demos zeigte und die sahen nicht absolut gruselig aus. Wie das zusammengeht, wird sich zeigen. Es soll für den Moment auch nur zeigen, dass die Werte am alleruntersten Ende der dedizierten Grafikkarten einzuordnen sind und von einer Gaming-Karte zu reden, kann Mühe machen.

Der Vergleich der Open-CL-Werte findet entsprechend zwischen der DG1 und den langsamsten aktuellen Modellen von AMD und Nvidia statt. Niemand weiß, wie gut oder schlecht der Intel-Treiber ist - also auch hier Interpretationsspielraum.

  Intel Xe DG1 (LP) AMD Radeon RX 5500 XT Nvidia Geforce GTX 1650
Shader 768 1408 896
Boost-Takt ~1.500 MHz ~1.700 MHz ~ 1.650 MHz
Speicher 3 GiB 4 GiB 4 GiB
Bandbreite 96 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicher-Takt ? GB/s 14 Gb/s 8 Gb/s
FP32 Compute 2,3 TFLOP/s 4,8 TFLOP/s 3,0 TFLOP/s
 
 
  Intel Xe DG1 (LP) AMD Radeon RX 5500 XT Nvidia Geforce GTX 1650
Ocean Surface Simulation 1.506 2.344 1.956
Catmull-Clark L3 55 145 184
Catmull-Clark L5 88 131 136
Vertex Conn. & Mergin 3,5 8,1 8,5
Subsurface Scattering 809 4.227 4.031
Subsurface Scattering MP 744 3.973 3.926
TV-L1 14,4 25,9 30,8
 
 
  Intel Xe DG1 (LP) AMD Radeon RX 5500 XT Nvidia Geforce GTX 1650
Total OpenCL Score 55.375 138.599 139.699
Sobel 80.036 272.714 269.854
Histogram Equalization 41.495 134.962 169.072
SFFT 6.435 22.177 16.833
Gaussian Blur 92.369 226.651 193.433
Face Detection 15.441 45.516 55.361
RAW 297.851 1.005.840 886.366
Depth of Field 112.710 403.824 374.565
Particle Physics 86.384 39.814 53.127

Quellen: Geekbench, Compubench; via TechPowerUP, Twitter (@TUM_APISAK)

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Edelhamster
        Hmm, die Intel DG1 erreicht ziemlich genau die Leistung einer Nvidia GT1030 oder RX550 würd ich sagen. Hab die mal gegenübergestellt.
        Das sind in 14nm gefertigte 3 Jahre alte Einsteigerkarten mit einer Leistungsaufnahme von rund 50W.
        Reißt mich jetzt noch nicht direkt vom Hocker lieber Raja

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Das heißt, vergleichbare Ergebnisse bri vergleichbarem Prozess. Dad ist schon mal ganz gut.

        Die Karte ist nicht von Raja. Der Chip hier war fast fertig als er an Board kam und er hat außerdem mit der Softwareökonomie der HPC Chips zu tun. Das sollte msn inzwischen wissen...

        Das aktuellste Produkt, bei dem Raja bis zur Fertigstellung der Architektur mitgearbeitet hat ist Navi
        Warum auch immer man bei negativen Ereignissen kindisch mit dem Finger auf Einzelpersonen zeigen muss..
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Edelhamster
        Hmm, die Intel DG1 erreicht ziemlich genau die Leistung einer Nvidia GT1030 oder RX550 würd ich sagen. Hab die mal gegenübergestellt.
        Das sind in 14nm gefertigte 3 Jahre alte Einsteigerkarten mit einer Leistungsaufnahme von rund 50W.
        Reißt mich jetzt noch nicht direkt vom Hocker lieber Raja

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Das heißt, vergleichbare Ergebnisse bri vergleichbarem Prozess. Dad ist schon mal ganz gut.

        Die Karte ist nicht von Raja. Der Chip hier war fast fertig als er an Board kam und er hat außerdem mit der Softwareökonomie der HPC Chips zu tun. Das sollte msn inzwischen wissen...

        Das aktuellste Produkt, bei dem Raja bis zur Fertigstellung der Architektur mitgearbeitet hat ist Navi
        Warum auch immer man bei negativen Ereignissen kindisch mit dem Finger auf Einzelpersonen zeigen muss..
      • Von G-old-Athlon
        Zitat von DKK007
        Wobei OpenCL auch für Berechnungen auf der GPU genutzt wird und nicht für Spiele.
        Na danke wenigstens einer der bei CL bescheid weis

        Naja aber man muss schon sagen wenn man bei GPU Compute auf FP64 angewiesen ist, hat meine 6950 gleich viel Leistung wie so ein Gamer Rotz ala RX 5600 bzw sogar mehr; glaube 46 GFLOPS mehr FP64 Leistung
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Tech_Blogger
        DEn eingestellten Xeon Phi könnte man schon als Vorgänger-Produkt ansehen.
        War immerhin für das selbe Marktsegment bestimmt und ist dort grandios gescheitert!
        Der Xeon Phi hat mal rein gar nichts mit GPUs zu tun und erst recht nichts mit Consumer-GPUs.
        Worauf du hier anspielst ist Project Larrabee, nur hat sich dessen Projektausrichtung bereits sehr früh geändert und es wurde bereits 2009 (offiziell 2010) eingestellt und der Xeon Phi folgte erst danach und ist ein reiner Rechenbeschleuniger.
        Abgesehen davon war Intel mit dem offensichtlich deutlich erfolgreicher unterwegs als bspw. AMD.
        In den Top500 finden sich bis zurück nach 2014 nur 4 Systeme mit AMD-Beschleunigern und es gibt nur ein einziges, das auf Vega 20 (Instinct) basiert, ein vergleichsweise kleines auf Platz 244. Intel konnte demgegenüber bis zurück nach 2014 immerhin 70 Systeme mit Xeon Phi in den Top500 platzieren und davon befanden sich einige über die Jahre in den Top10 mit dem Tianhe-2A als prominentestem an Platz 1.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von hanfi104
        @Dragonskull
        Es gibt keinen Ersatz in diesem Segment, also gibt es auch keinen Nachfolger.
        DEn eingestellten Xeon Phi könnte man schon als Vorgänger-Produkt ansehen.
        War immerhin für das selbe Marktsegment bestimmt und ist dort grandios gescheitert!
      • Von shootme55 BIOS-Overclocker(in)
        Das Teil ist nicht zu kaufen, sondern nur um mal als Entwickler die Technik beschnuppern zu können. Genauso könnte ich eine Musterwohnung herzeigen nach dem Motto "So wird es aussehen wenn die Siedlung fertig ist" und die unwissende Käuferschaft kommt mit "naja ob dass dann wirklich so wird, ich würd die Wohnung nicht kaufen, da draußen is ja alles Baustelle".

        Abgesehen davon tut mir leid lieber Verfasser, aber es ist richtig: Grafikkarten sind so lange das aktuelle Modell bis ein Nachfolger verkauft wird. Das ist im Artikel ein wenig unglücklich formuliert. Gemeint war wohl eher "Neueste erwerbliche Architekturgeneration im Gamingsegment".

        Auch wenn Koduri meiner Meinung nach manchmal zu große Töne anschlägt, vergesst nicht dass er und sein Team ein paar Jahre mehr Erfahrung haben als wir und besser abschätzen können wo sie zum Marktstart liegen müssen um konkurrenzfähig zu sein. Ich gehe daher davon aus dass wir mittelfristig ein (zumindest irgendeinem Teilbereich der Elektronik) konkurrenzfähiges Produkt von Intel sehen werden, denn bevor die mit beiden Händen den Knaster aus dem Fenster werfen gibts erstmal eine Riskikoanalyse ob im Blumenbeet davor was wachsen kann...

        Jedenfalls bin ich mir ziemlich sicher dass, falls es hier auch ungeplante Probleme gibt, diese nichts mit AMD zu tun haben. Das Grafikteam aggiert hier sicher relativ unabhängig vom leichten Konkurrenzdruck am Endkundenmarkt für CPUs ohne iGPU.
      Direkt zum Diskussionsende
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