Intel Xe DG1 SDV: Teardown gibt Auskunft über die Hardware
Igor Wallossek von Igor's Lab hat die Intel Xe DG1 SDV einem Teardown unterzogen und dabei interessante Hardware-Details herausgefunden. Der Versuch, die Grafikkarte einem synthetischen Benchmark zu unterziehen, ist jedoch gescheitert. Das SDV-Modell richtet sich in erster Linie an Entwickler, die ihre Software auf Xe-GPUs ausrichten möchten.
Die Intel Xe DG1 steht in den Startlöchern. Wie wir bereits vor einigen Tagen berichteten, bereitet Hardware-Hersteller Intel den Release der GPU für OEM-Systeme vor. Dabei wurde zunächst vermutet, dass der Release in Kooperation mit Asus und Colorful von statten gehen wird. Mittlerweile ist aber klar, dass Colorful an der Aktion nicht beteiligt ist. Igor Wallossek von Igor's Lab hat nun ein Teardown zur Intel Xe DG1 SDV veröffentlicht, welches das Innere der Grafikkarte enthüllt.
Intel: Xe DG1 SDV GPU im Teardown
SDV steht für Software Development Vehicle und richtet sich dementsprechend an Entwickler, die ihre Software für Intel-GPUs optimieren möchten. Dementsprechend handelt es sich hierbei um eine Grafikkarte, die ausschließlich mit bestimmten Intel-Systemen funktioniert. Die Intel Xe DG1 SDV erhält 96 Execution Units, die über acht Gigabyte LPDDR4 RAM mit einer Frequenz von 2.133 Megahertz verfügen. Die Leistungsaufnahme beträgt im Idle vier Watt und bei Last 30 Watt. Die Software gibt an, dass 20 Watt allein von der GPU verwendet werden, während die restliche Leistung mit anderen Komponenten geteilt wird.
Die Intel Xe DG1 SDV hat eine GPU-Taktrate von 1.550 Megahertz. Wallossek hat außerdem versucht, die Grafikkarte einem Benchmark-Test zu unterziehen. Dieser Versuch ist jedoch gescheitert, da die Grafikkarte weder von Spielen, noch von synthetischen Benchmarks unterstützt wird. Wallossek gibt aber an, dass die Leistung in etwa auf Höhe einer GT 1030 liegen sollte.
Quelle: Igor's Lab

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Ich kann Gelsinger diesbezüglich nicht einschätzen, aber fest steht, dass Intel weiterhin eine Entwicklung für massiv parallele HPC-Beschleuniger ebenso braucht wie immer stärkere IGPs für den mobilen Markt, wenn sie diese Geschäfte nicht AMD und Nvidia überlassen wollen. Und wenn es eine Konstante in Intels Tradition gab, dann die Bereitschaft SEHR große Summen in die Sicherung von Märkten zu investieren. Mit den Summen, die sie im Tablet/Netbook-Fight damals verbraten haben, hätten sie AMD aufkaufen können. (Gäbe es keine Kartellämter)
Das heißt umgekehrt, dass Intel auch in Zukunft zwei Technologien rumliegen hat, aus denen man mit überschaubarem Aufwand brauchbare GPUs zimmern kann. Und da wären wir bei der zweiten Konstante der Intel-Geschichte: Wenn ihnen irgend jemand in ihrern Stammmärten auf die Pelle rückt, dann versuchen sie immer auch einen Gegenangriff. Mal mit mehr Erfolg ("Günstige Gaming-Prozessoren" nachdem AMD im Office- und Servergeschäft erstmals deutlich zweistellige Marktanteile erreichte), mal mit weniger (Intel-Smartphone CPUs, nachdem ARM-Designs in den Low-End-Arbeits- und Multimedia-Markt eindrang). Aber immer mit Keksen statt Krümeln und ansehnlicher Ausdauer. Beides hat Intel in Sachen Desktop-GPUs noch nicht bewiesen.
Wobei ich persönlich nicht mehr an Intels Consumer-GPU als dedizierten Konkurrenten glaube. Murthy wurde gefeuert, das komplette GPU CC Team ist gegangen (worden) und jede Menge mehr interner Personalentscheidungen irritieren mich da schon extrem. Pat ist kein Freund des Projekts und Raja wird froh sein müssen, wenn er im Data Center seinen Allerwertesten (vorerst) retten kann, solange PVC nicht floppt. DG1 wird intern als Fail behandelt und DG2 hängt ein volles Jahr zurück. Da ist die K..ke am dampfen.
Hast Du den Artikel eigentlich gelesen? Es ist exakt das offizielle, von Intel bereitgestellte System gewesen.
Schon die echte Desktop-DG1 gibt es vorerst nur für bestimmte Hardwarekombinationen und über OEMs, wobei die Grenzziehung hinten und vorne der Chipverteilung/den technischen Grundlagen in Intels Portfolio widerspricht. Das kann eigentlich nur bedeuten, dass die Firmware extrem selektiv ist und auf Systemen abseits des abgesegneten bestenfalls ein Notfallmodus zur Verfügung steht. Igor hat jetzt offensichtlich eine Karte, die für Mobile-DG1-Development-Kits bestimmt war, aber scheinbar ohne die zugehörige Workstation. Bei so mekeliger Software ist es gut möglich, dass der einfache Aufbau eines gleichwertigen, aber nicht identischen Systems, für einen Normalbetrieb nicht reicht. Tatsächlich erinnern die Beschränkungen bei Auflösung und Ausgängen und Rendering stark an einen Notfallmodus. Da muss man zuerst einmal prüfen, ob man nicht in einem Windows-Fallback ganz ohne Hardwarebeschleunigung gelandet ist und selbst wenn Einheiten der GPU angesprochen werden, ist die Chance auf eine Funktion wie vorgesehen eher gering.
Die V5 6000 hatte das Ziel, vollfunktionsfähig zu sein und das schon mindestens ein halbes Jahr vor den Modellen, mit denen man sich an die Presse gewagt hat. Das sie es nicht war, hat den Untergang von 3dfx noch einmal spürbar beschleunigt.
LPDDR4 ist übrigens auch für Mobile-GPUs eine absolute Ausnahme und wirft eher eine Licht auf Intels Vorgehen in der Entwicklung: 2× 64 Bit LPDDR4 ist nichts weiter als ein stinknormaler Mobile-CPU-IMC. Und wenn ich es mir recht überlege, dann hat man PCI-Express 4.0 ×8 da auch schon mal gesehen => TGL - 4 CPU-Cores = DG1?
DG1 ist dann nochmal was anderes, das wird auch gekauft, kommt aber neben Karten wie die Volari V8 in den Schrank. Das wird wohl eher unter dem Label "Exotenkarte" laufen
Igor hat jetzt offensichtlich eine Karte, die für Mobile-DG1-Development-Kits bestimmt war, aber scheinbar ohne die zugehörige Workstation.
Ohne die originale Firmware des MB wird die Karte ja nicht einmal erkannt. So clever bin ich durchaus noch, um das zu erkennen
TGL - 4 CPU-Cores = DG1?
Kleiner Tipp für Eure News-Kollegen:
Mal die Auflösungserscheinungen bei Intel genauer hinterfragen. Ich habe hier eine ellenlange Liste von Namen, die sich auch mit denen der VGA Consumer Sparte decken. Zufall?