Intel Arc: Optimierung für alte Spiele ist "Labour of Love" und wird lange dauern

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Intel Arc 
Quelle: Intel

Intel hat die Problematik mit alten Spielen und Arc-Grafikkarten anerkannt und nennt die Optimierungsarbeit, die dafür nötig ist, "Labour of Love", die lange dauern wird. Der Hauptgrund dafür ist, dass anders als bei den modernen Low-Level-APIs nicht direkt auf die Hardware zugegriffen wird, sondern die Treiber viele High-Level-Anfragen bearbeiten müssen und nicht dafür optimiert sind. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

Intels erste Arc-Desktop-Grafikkarten haben mittlerweile in mehreren Tests bewiesen, dass eigentlich keine schlechte Hardware verbaut ist, sondern die verbaute Hardware nur einen hohen Optimierungsaufwand seitens der Treiber benötigen würde. Am schlimmsten kommen dabei DX-11-Titel weg, in denen die Arc-Grafikkarten im Vergleich zur Konkurrenz von AMD und Nvidia deutlich ins Hintertreffen geraten. Nun hat sich Intel offiziell zu diesem Thema gemeldet und zugegeben, dass es sich dabei um eine "Labour of Love" handele, die "like forever", also sehr lange dauern könnte.

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In dem entsprechenden Video unterhalten sich Intels Ryan Shrout und Tom Peterson über die Achillesferse von Intels Grafikkarten, die DX-9- und 11-Titel. Tom Peterson sprach dabei über eine gute Leistung der Arc-Grafikkarten im Vergleich zur Konkurrenz, sofern DX-12 und Vulkan eingesetzt werden, gab aber unumwunden zu, dass einige DX-11-Titel "nicht großartig performen werden". Im gleichen Zug kündigte er allerdings eine kontinuierliche Optimierung und Verbesserung an.

Der Grund für Intels schwache Performance in älteren APIs ist, dass diese anders als die modernen Low-Level-APIs nicht direkt auf die Hardware zugreifen können, sondern einen High-Level-Approach haben, bei dem der Grafiktreiber viel Code-Optimierungen benötigt, um die Chips optimal auszulasten. AMD und Nvidia haben diese Optimierungen im Lauf der Zeit vorgenommen und Intel muss nun nachlegen und in mühevoller Kleinarbeit ebensolche Optimierungen vornehmen, während die Grafikkarten zwischenzeitlich schlechte Leistung in älteren Titeln haben werden. Arc-Grafikkarten sollten aktuell also hauptsächlich Nutzer in Betracht ziehen, die vornehmlich moderne Titel spielen. Leider gibt es immer noch kein Datum für den Launch der größeren Modelle, es sollte aber aufgrund der Videodichte seitens Intel bald so weit sein.

Quelle: PC-Gamer

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Was zwar eigentlich ein trauriges Licht auf die Spiele-Entwickler wird, deren Engines mit einfach "Direct X rendern" praktisch unbrauchbar sind, sondern Spezialanpassungen erfordern – aber letztlich trotzdem bedeutet, dass Arc nicht kaufenswert ist.
        Die Treiberentwicklung läuft schon lange falsch.
        Nicht die Grafikkartenhersteller, sondern die Spieleprogrammierer haben ihren Schei.. so anzupassen, daß es läuft.
        Und es muß nicht jeden Monat ein oder zwei Treiberupdates für die Grafikkarte geben.
        Was für ein Schwachsinn.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Was zwar eigentlich ein trauriges Licht auf die Spiele-Entwickler wird, deren Engines mit einfach "Direct X rendern" praktisch unbrauchbar sind, sondern Spezialanpassungen erfordern – aber letztlich trotzdem bedeutet, dass Arc nicht kaufenswert ist.
        Die Treiberentwicklung läuft schon lange falsch.
        Nicht die Grafikkartenhersteller, sondern die Spieleprogrammierer haben ihren Schei.. so anzupassen, daß es läuft.
        Und es muß nicht jeden Monat ein oder zwei Treiberupdates für die Grafikkarte geben.
        Was für ein Schwachsinn.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Pu244
        Damit könnte ich leben. Womit ich nicht leben kann sind Grafikfehler, Abstürze oder Spiele, die garnicht mehr laufen.
        Deswegen kommen Intel GPUs erstmal für mich gar nicht in Frage.
        Das wird wohl noch ein paar Generationen dauern bis die wirklich gute Treiber zur Verfügung haben.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Die große Frage ist eben, wie gut die alten Spiele überhaupt laufen. Mit der geringeren Leistung könnte ich mich ja noch abfinden, da Intel den Preis an dieser bemisst. Wenn Anno 2205 auf Battlemage dann nur mit der Leistung einer RTX 4060 läuft, dann sollen diese Karten (laut Intel) auch nur soviel, wie eine RTX 4060 kosten.

        Damit könnte ich leben. Womit ich nicht leben kann sind Grafikfehler, Abstürze oder Spiele, die garnicht mehr laufen.
        Wenn Intel "alt" tatsächlich erst ab 2205 und früher definiert, wäre Stabilität wirklich der wichtigere Aspekt. Es gibt zwar einige wenige Titel mit integriertem Downsampling, die bei zusätzlicher Nutzung von DSR/FSR alles klein kriegen (Witcher 2 @RTX 2080 => 30 Fps), aber im großen und ganzen braucht man für alte Spiele ja gar keine hohe Leistung. Sie müssen nur laufen.

        Aber wenn ein Hersteller schon vor dem Launch offen von Performance-Defiziten spricht, dann würde ich erwarten, dass die Situation so übel ist, dass auch Bugfixing nötig wäre. Was zwar eigentlich ein trauriges Licht auf die Spiele-Entwickler wird, deren Engines mit einfach "Direct X rendern" praktisch unbrauchbar sind, sondern Spezialanpassungen erfordern – aber letztlich trotzdem bedeutet, dass Arc nicht kaufenswert ist.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Da war ich schon ein paar mal.
        Es funktioniert leider nicht.

        Weder mit dgVoodoo, noch mit nGlide oder Dxwnd.
        Und die Registry hab ich original aus der XP-Emulation rüberkopiert.
        Da läuft es aber sehr ruckig, da die VBox ja immer noch keine vernünftige 3D Beschleunigung hat.

        Und bei Shadowmaster verliefen auch alle Tipps im Sand.

        Gefahr gebannt.
      • Von JahJah192 Freizeitschrauber(in)
        Das schöne und eine Stärke die der PC ja schon immer gegenüber Konsolen hatte, ist seine "Abwärtskompatibilität" .
        Ich zocke auch öfters alte/ältere Games nochmal. Auch wichtig ist ja das alte Games mit moderner Hardware nochmals komplett neu scheinen können zb. durch die großen Leistungsreserven in x facher Auflösung rendern für maximale Bildqualität.
        Fällt mir spontan Tomb Raider 2013 ein in 8x SSAA oder GTA 4, beide erst letztes Jahr nochmal durchgespielt.
        Das GPUs alte Spiele mit entsprechender Leistung können steht für mich gar nicht zur Debatte, ist eig selbstverständlich und wenn Intel das nicht kann würde ich mir auch nie ne Karte von denen anschaffen, weils die anderen eben können...
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