Intel Arc: Deep Dive zur Ray Tracing Hardware inklusive Benchmarks
Ein neues Deep Dive-Video von Intel dreht sich um die Ray Tracing-Technologie von Arc Alchemist. Neben technischen Erläuterungen gibt es auch Benchmarks mit Vergleich von Arc A770 und Geforce RTX 3060.
Mit einem Deep Dive zur hauseigenen Super-Sampling-Technologie XeSS hatte Intel vor Kurzem bereits diesen Aspekt von Intel Arc der breiten Masse nicht nur zu erklären versucht, sondern ebenso schmackhaft machen wollen. In einem weiteren Video mit Tom Petersen und Ryan Shrout geht es nunmehr ums Thema Ray Tracing.
Das wurde im Zusammenhang mit Arc zwar schon mal gezeigt, allerdings basierte die Demonstration auf der Einsteiger-Lösung Arc A380. In dem aktuellen Video (via Intel) geht es derweil in höhere Performance-Gefilde, die sich in den Benchmarks mit der Mittelklasse von Nvidia misst.
Beschäftigt man sich kurz mit den technischen Details, so finden sich bei der Arc A770 32 Ray Tracing Units (RTU). Die bieten eine vollwertige Ray Tracing-Beschleunigung auf Hardware-Basis. Die setzt sich aus mehreren Einheiten für die Berechnung von Box-Intersections, der Traversal Pipeline, einer Einheit für die Triangle- beziehungsweise Quad-Intersection sowie auch eines dedizierten BVH-Caches zusammen. In der Spitze nennt Intel hier Berechnungen von 12 Box-Intersections und einer Triangle-Intersection pro Zyklus entsprechend der Hardware-Konstellation pro vorhandenem Xe-Core. Genauere Kennzahlen spart man sich für das Produktportfolio jedoch noch auf.
Zu dieser dedizierten Ray Tracing-Hardware gesellt sich zusätzlich auch eine Thread Sorting Unit. Die ist, grob gesagt, dafür zuständig, die unterschiedlichen Workloads für das Shading der Ziel-Dreiecke zu sortieren und Jobs gemäß ihrer Berechnungsdauer für die Xe-Cores zu ordnen sowie zusammenzufassen. So soll eine möglichst gute Kohärenz bei der Berechnung erzielt werden, was final der Effizienz zugutekommt.
Bildergalerie
Wie sich das letzten Endes in der Performance niederschlägt, wird zunächst anhand einer hauseigenen Intel Tech-Demo demonstriert. Die nennt sich schlichtweg "Spheres" und zeigt eine Vielzahl von Sphären, die sich in unterschiedlichen Mustern über den Bildschirm bewegen. Gegenübergestellt wird in dieser Demo eine Geforce RTX 3060. Die hat im Testlauf mit nur einem Shader bereits kaum eine Chance gegen die Intel Arc A770, die mit 69,5 gegenüber 33,9 Frames pro Sekunden haushoch überlegen ist. Mit 128 Shadern, also unterschiedlichen Materialien für die Sphären, geht es auf 21,6 Fps für die RTX 3060 runter, während Intels Arc A770 52,8 Fps in dieser Kategorie bietet.
Ebenbürtig und auf Augenhöhe geht es allerdings in den 1080p Gaming-Benchmarks mit aktivem Ray Tracing zu. Intel beansprucht hier den Gesamtsieg für sich, gleichwohl man in mehreren Titeln der Konkurrenz ebenso unterliegt. Dass man vor allem durch weitere Arbeiten am Treiber noch zusätzliche Performance herausholen könne, belegt man derweil anhand von Ghostwire Tokyo. Hier sorgen entsprechende Optimierungen für einen 25-prozentigen Performance-Anstieg, durch den man wiederum hauchdünn vor der Geforce RTX 3060 landet, anstatt der Konkurrenz das Feld zu überlassen. Ferner gibt es auch noch einige Benchmarks in höheren Auflösungen mitsamt XeSS.

Darüber hinaus ist ARC weitaus größer als nur die paar Gaming-GPUs, denn aktuell verwendet man Xe-HPG (alias ARC) auch im Datacenter mit und die Accelerated Computing Systems and Graphics Group ist per se zu groß und zu wichtig um die mal eben abzuwickeln, denn da hängen die größeren Designs mit dran, insbesondere Xe-HPC, das im einfachsten Fall derzeit unter der SPR-Verschiebung (mit)leidet. Einfach mal abwarten, ich denke aber, dass da keiner so schnell den Stecker ziehen wird und Battlemage (ARC 2nd Gen, auch als MCM) im nächsten Jahr wird zweifellos ein ganz anderes Debüt hinlegen dürfen als dieses Jahr noch Alchemist.
Das sagen alle die gut informiert sind.
Es war schon immer Gesetzt dass die Preise nach der Veröffentlichung langsam gefallen sind und die Einstiegskarten um die 200 € ( +- 50 € ) gekostet haben und keine 400 € ( +- 25 € ).
Weil hier die Händler die Preise künstlich hochhalten und sich über jeden Kunden freuen der diese Preispolitik ( gewollt oder nicht ) mit dem Kauf unterstützt.
Zuerst müssen den Händlern alle Gründe ausgehen damit wir in Zukunft wieder ein normales Preisniveau erreichen.
Aller Anfang ist schwer. Geduld wir müssen haben.
Ich wünsche mir so sehr, dass sich ein 3. Vendor durchboxt und im Markt ankommt. Spannende Zeiten.
Aber generell ist es gut zu wissen, dass die Architektur selbst eigentlich ganz gut performen kann.
Dass die Architektur gut mit Raytracing umgehen kann ist für die schnelleren Chips interessant und für die weiteren Generationen sowieso.
Es ist also jetzt kein "oh die KArte ist doch gut" Bericht, das ist eher ein: die Architektur hat Potential, wenn es in schnelleren GPUs und mit den zukünftigen Spielen/Treibern besser supportet wird, kann das noch was werden. Der Wille ist da, die HArdware scheint gut.
Schlimmer wäre es, wenn die Architektur unter allen Bedingungen schlecht wäre. Dann hat man auch in 3-5 Jahren keine Chance, aber so sehe ich eine gewisse Möglichkeit - es hängt alles vom Herstellersupport ab, denn die Hardware scheint in Ordnung zu sein..