IDF San Francisco 2008: Nehalem-Stromsparmodi im Detail
"Screaming performance and efficient power", titelte Intel auf dem IDF in Bezug auf Nehalem. Während wir Ersteres schon andhand von Cinebench-Werten sahen, werfen wir nun einen Blick auf die Energieeffizienz der neuen CPU.
Nehalem: ein Stromsparwunder im Leerlauf? (Bild: PCGH)
Nehalem: ein Stromsparwunder im Leerlauf? (Bild: PCGH)
Im Vergleich zu Penryn bietet Nehalem weitere Feinheiten, um den Stromverbrauch im Leerlauf zu reduzieren. So überwacht eine dedizierte "Power Control Unit" (PCU), eine rund 1 Million Transistoren umfassende Einheit, Stromverbrauch, Spannung und Temperatur. Sie kontrolliert auch die sogenannten Power Gates. Aktuelle CPUs wie der Core 2 Duo können mittels Clock Gating die Spannung abschalten, Leckströme bleiben jedoch aktiv. Hier setzen die Power Gates von Nehalem an: Der C6-Modus (Deep Power Down) gilt nicht mehr nur für alle Kerne. Befinden sich einzelne Cores im Leerlauf, lassen sie sich mittels dieser Stromsparfunktion separat abschalten. Dies hat laut Intel einen Verbrauch nahe 0 Watt zur Folge.
Desweiteren hebt Intel die Integration des Speichercontrollers in die CPU hervor. Durch diese Punkt-zu-Punkt-Verbindung entfiele im Vergleich zum Frontside-Bus weitere Verlustleistung. Der Schritt Richtung DDR3-Speicher, welcher mit einer niedrigeren Versorgungsspannung arbeitet als DDR2 (1,5 gegenüber 1,8 Volt), ergänze dies. Die endgültige Komposition klingt vielversprechend, doch erst unabhängige Tests werden zeigen, wie das Endergebnis ausfällt.
Dem Sparen steht die automatische Übertaktung gegenüber, der Turbo-Modus.
