IDF 2008: Intel will mobile Computer neu definieren
Mobile Geräte sollen nach den Plänen von Intel künftig besser zusammenarbeiten und den Anwendern neue Möglichkeiten eröffnen. Intel wolle die Mobilität neu definieren, sagte Bereichschef Kevin Kahn während einer Presseveranstaltung im Vorfeld des Entwicklerforums IDF.
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Intel Developer Forum: Carry Small, Live Large - Shanghai Spring 2008 (Bild: Intel)
Unter dem Motto "Carry Small, Live Large" entwickelt der Chiphersteller derzeit eine Reihe von Technologien, die vor allem die Vernetzung der Geräte verbessern sollen. Mobile Geräte sollen damit automatisch andere Geräte in der Umgebung erkennen können. Dann sei es beispielsweise möglich, eigene Anwendungen auf dem Bildschirm am Sitzplatz eines Flugzeugs auszugeben oder Präsentationen auf beliebigen Geräten vorzuführen, sagte Kahn. Im Auto könnte ein mobiles Gerät seine Musik an das Autoradio funken, im Einkaufszentrum ließen sich per Handy Etiketten scannen und weitere Informationen zum Produkt über das Internet abrufen - so Intels Vision.
Durch die Vernetzung könnte auch die bei vielen Handys integrierte Kamera für andere Aufgaben genutzt werden. In dem Intel-Szenario zeigt der Anwender von Morgen mit der Kamera seines Handys auf ein Gebäude und erhält anschließend Informationen zu der Sehenswürdigkeit. Bis es soweit ist, bleibt allerdings noch viel zu tun: Die Entwicklung sei aufwendig, die Vernetzung der Geräte eine große Herausforderung der nächsten Jahre, räumte Kahn ein. Es müssten nun zunächst Industriekooperationen gebildet und Standards geschaffen werden.
Intel will die Geräte zudem kleiner und leistungsstärker machen, nicht zuletzt mit der vor kurzem vorgestellten Atom-Plattform und deren beiden Varianten Silberthorne und Diamondville. "Wir brauchen Prozessorpower bei sehr guter Energieeffizienz", sagte Kahn. Daneben gebe es aber auch bei den Funkmodulen und -standards ein großes Energiesparpotenzial. Intel-Ingenieure arbeiten derzeit an Multi-Empfängern, welche alle relevanten Funkstandards digital und mit nur einer Antenne abdecken können, Intel zeigte ein Die-Foto eines solchen Empfängers. Zudem sollen die Empfänger ihren Strombedarf gemäß der Auslastung reduzieren können.
Ob und wann mobile Geräte nun tatsächlich perfekt harmonieren, hängt wohl nicht nur von Intel ab. Schließlich arbeiten auch andere Hersteller, vor allem Handy-Entwickler, an teils ähnlichen Projekten und dass nicht jede Firma aus Fernost gewillt ist, sich einem einzigen Standard anzuschließen, hat sich erst beim Kampf von Blu-Ray gegen HD-DVD gezeigt.
