Horizon Forbidden West im Tech-Test: Benchmark-Update der Grafikbombe in 5 Auflösungen
Update mit zahlreichen CPU- und GPU-Benchmarks: Horizon Forbidden West entpuppt sich im PCGH-Techniktest als fantastisches Spiel mit der vielleicht besten Rasterizing-Grafik bis dato. Mittlerweile haben wir zahlreiche Benchmarks durchgeführt und geben Tipps für optimale Hardware.
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Die Complete Edition von Horizon Forbidden West beinhaltet als PC-Fassung alle bisher erschienenen Inhalte des Spiels sowie zahlreiche digitale Extras. Das Fundament stellen dabei das von Guerrilla Games entwickelte und am 18. Februar 2022 von Sony für die beiden Spielkonsolen Playstation 4 und Playstation 5 veröffentlichte Hauptspiel und die Story-Erweiterung Burning Shores dar. Hinzu kommen technische Erweiterungen für das Feature-Set des Spiels, wie Nvidia DLSS 3 mit Frame Generation, Nvidia Reflex mit Low Latency Boost, Nvidia Deep Learning Anti-Aliasing, AMD FidelityFX Super Resolution, Intel Xe Super Sampling (XeSS) und Microsoft DirectStorage API. PCGH hat sich Horizon "2" genauer angesehen und präsentiert umfangreiche Benchmarks aus dem bildhübschen Abenteuer.
Horizon Forbidden West: Grafik-Glorie
Horizon Forbidden West: Systemanforderungen
PC-Spieler benötigen laut Entwickler mindestens eine der Low-Budget-Grafikkarten Geforce GTX 1650 oder Radeon RX 550 sowie einen Intel Core i3-8100 oder AMD Ryzen 3 1300X. Damit lässt sich Horizon Forbidden West mit sehr niedrigen Detail in 720p mit 30 Fps spielen. Wer stattdessen mit 1.920 × 1.080 Pixeln in Full HD spielen möchte, benötigt offiziell mindestens einen Core i5-8600 oder Ryzen 5 3600 in Kombination mit einer Geforce RTX 3060 oder einer Radeon RX 5700; damit ist jedoch auch nur die mittlere Detailstufe spielbar. Für hohe Details in WQHD mit 60 Bildern pro Sekunde oder 4K/UHD wird dann schon eine Geforce RTX 3070 oder aber eine vergleichbar performante Radeon RX 6800 vorausgesetzt. Während der Hunger nach Arbeitsspeicher in alle Presets vergleichsweise niedrig ist und jeweils 16 GiB beträgt, werden für 4K/UHD mit sehr hohen Details sowie 60 Fps besonders schnelle Grafikkarten vorausgesetzt. Mindestens eine Geforce RTX 4080 oder eine Radeon RX 7900 XT sollten dafür im Gaming-PC stecken und mit einem Intel Core i7-11700 oder einem AMD Ryzen 7 5700X kombiniert werden.
Quelle: Nvidia
Horizon Forbidden West im Ersteindruck: Schicke Grafik trifft auf gute Performance (2)
Obwohl Horizon Forbidden West fantastisch aussieht, bietet es keine Unterstützung für Raytracing. Den Grund haben Michiel Roza, der bei Nixxes an der Spiel-Optimierung arbeitet, und Jeroen Krebbers - leitender technischer Entwickler bei Guerrilla Games - im Interview bei Eurogamer verraten. Demnach war Raytracing tatsächlich im Gespräch, nach dem Abwägen hat man sich jedoch dagegen entschieden. Der Knackpunkt ist, dass Forbidden West zu großen Teilen auf transparente Texturen (Alphatests) für die Vegetation setzt. Raytracing unterstützt die dafür notwendigen Berechnungen zwar, sie sind aber vergleichsweise langsam. Deshalb wäre eine Überarbeitung der gesamten Spielwelt notwendig gewesen. Um das zu vermeiden, hätte man das Spiel von Grund auf mit Raytracing im Blick entwickeln müssen. Nachdem Horizon Forbidden West aber auch auf der Playstation 4 laufen sollte, hatte das keine Priorität. Somit verwundert es nicht, dass die Pracht des Spiels immer wieder durch Rasterizing-Unsauberkeiten gestört wird - das Ausmaß hält sich jedoch in engen Grenzen.
CPU-Benchmarks
Für die Prozessor-Benchmarks haben wir bis zur ersten großen Siedlung in der Open World namens "Kettenkratz" gespielt, wo sich viele NPCs aufhalten. Die CPU-Last ist hier etwas höher als in der Umgebung - ein perfekter Ort für einen Eindruck der Prozessor-Anforderungen. Später besuchen Sie auch den Ort "Fahlheim", welcher noch eine Spur anspruchsvoller ausfällt. Die allermeiste Zeit verbringen Sie in Horizon Forbidden West jedoch in der wilden Natur, mit deutlich geringeren Prozessor- und dafür höheren Grafikkarten-Anforderungen. Mittlerweile haben wir 21 CPUs mit 8 bis 28 Threads durch den Verbotenen Westen gescheucht.
Nach nunmehr 21 Benchmarks können wir eines festhalten: Das Spiel stellt nur geringe Anforderungen an den Prozessor, was als positiv zu bewerten ist. Selbst wenn Sie einen betagten Core i7-7700K oder Ryzen 5 2600 nutzen, müssen Sie kein heftiges Ruckeln befürchte. Flüssige 60 P1-Fps gibt es bereits mit einem Core i7-10700K oder i9-9900K. Die 60 P0.2-Fps fallen schon mit der nächsten CPU, einem Ryzen 7 3800XT. Alles darüber, demnach jede aktuelle CPU, hat mit Horizon Forbidden West keine Schwierigkeiten. Dazu gesellt sich eine außerordentlich gute Skalierung nach oben, gleich, ob mit Kernen, Taktfrequenz oder RAM: So gehört sich das, so lieben wir das! Die schnellsten CPUs sind selbst mit einer Geforce RTX 4090 partiell GPU-limitiert. Fazit: Mit einem guten Achtkerner sind Sie gut aufgehoben und für die Open World gerüstet. Die Frametime-Analyse aller getesteten CPUs möchten wir Ihnen abschließend nicht vorenthalten:
Quelle: PCGH
Horizon Forbidden West im Tech-Check: Wunderschöne Open World mit vorbildlicher Optimierung [Update] (1)
Fällt Ihnen etwas auf? Es gibt keine Ausreißer nach oben. Alle Graphen bewegen sich in einem der CPU-Leistung entsprechenden Rahmen, der maximal mit zehn Millisekunden ausschlägt. Die schnellste CPU im Test, ein Core i7-14700K, weist Frametimes im Bereich von 6 ms auf. Da wird beinahe Doom Eternal neidisch. Die von Guerrilla Games erweiterte und von Nixxes auf den PC portierte Engine ist sehr effizient darin, CPU-Ressourcen sinnvoll zu nutzen, Hut ab! Auf der folgenden Seite prüfen wir, ob die hervorragende Performance auch auf Grafikkarten zutrifft.
