Hawken: Gaikai-Shooter läuft dank Nvidias GRID ohne Cloud-Lags
Der Gaikai-Vorzeigetitel Hawken macht weiter von sich reden. Auf der E3 wurde der postapokalyptische Mech-Shooter nicht nur auf hochgezüchteten PCs präsentiert sondern auch direkt aus der Gaikai-Cloud auf Tablets gestreamt. Dank Geforce GRID sollen dabei keinerlei Hänger oder Lags den Spielfluss gestört haben.
Mit dem Free-to-Play-Shooter Hawken könnte Entwickler Adhesive Games und Publisher Meteor Entertainment der ganz große Wurf gelingen - zumindest was die Anwendung wegweisender Streaming-Techniken angeht. Laut Bill Wagner, CPO bei Meteor Entertainment, wird Hawken nicht nur als erstes Spiel überhaupt zuerst exklusiv als Cloud-Game angeboten sondern soll dabei auch noch vollkommen flüssig und ohne Lags oder Hänger aus der Cloud auf jedes Gaikai-kompatible Endgerät gestreamt werden. Möglich wird dies wohl erst dank Nvidias neuester GPU-Virtualisierungstechnik namens Geforce GRID.
Nvidia brüstet sich, mit GRID bereits die zweite Generation des Cloud-Gamings einzuläuten, noch bevor die erste überhaupt richtig begonnen hat. Auch Wagner ist von der Zusammenarbeit mit Nvidia mehr als begeistert und schwärmt von den tollen PhysX-Effekten in Hawken, die nur mit Geforce-Karten möglich sind. Obwohl die verwendete Unreal Engine 3 kaum für zerstörbare Umgebungen ausgelegt ist, soll dank PhysX und der APEX-Erweiterung die komplette Umgebung im Laufe eines Matches immer mehr einem Trümmerfeld gleichen. So soll beispielsweise der Rauchschweif einer abgeschossenen Rakete sich durch hindurchstapfende Mechs realistisch verformen und beim Aufstampfen der Kampfroboter werden herausgebrochene Stein- und Erdbrocken nicht einfach verschwinden.
Auch nach dem Release von Hawken verspricht Wagner weitere Verbesserungen, die durch die Arbeit mit dem APEX-Toolset ohne hohen zusätzlichen Programmieraufwand ermöglicht werden. Durch die Verwendung von Gaikai erhofft sich Bill Wagner, eine möglichst große Zielgruppe erreichen, die nicht von technisch hochgerüsteten lokalen Spielstationen abhängig ist. Bereits auf der E3 konnten Besucher Hawken plattformübergreifend auf Samsung-TVs, Tablets, Notebooks und PCs absolut flüssig und ohne Lags aus der Gaikai-Cloud spielen. Das Video-Interview mit Bill Wagner finden Sie direkt unterhalb der News.
Quelle: Geforce.com
Hintergrund Hawken: Hawken ist ein Mech-Shooter, der sich in der Tradition der bekannten Mechwarrior-Reihe sieht. Deshalb wird das Spiel aus der Cockpit-Perspektive gespielt. Das Spiel findet in einer Endzeitumgebung statt und soll auf schnelle Multiplayerschlachten ausgelegt sein. Als Spielmodi wurden bisher das altbekannte Deathmatch, sowie Team Deathmatch bestätigt. Insgesamt soll das Spiel vier Spielmodi bieten. Das Technikgerüst liefert dabei die Unreal Engine 3 von Epic. Das Spiel soll als Free to Play-Game auf den Markt kommen, geplant ist die Unterstützung von PC, Xbox 360 und Playstation 3. Das angepeilte Release-Datum ist derzeit der 12. Dezember 2012.


, dann muss ich wohl in naechster Zeit keine Angst haben, vom Spielen ausgeschlossen zu werden
.
Auch nicht so viel besser
Gaikai ist leider extrem schwankend was die Qualität angeht (hab das Gefühl dass man Glück haben muss auf 'nen nahen und guten Server connected zu werden). Laut Digital Foundry sollte Gaikai eigentlich meist 60FPS liefern (die haben soweit ich weiß tatsächlich die Frames gezählt).
Noch liefern Gaikai/Onlive aber eh nur 720p. An 'nem PC-Monitor an dem ich üblicherweise in ziemlich nahem Abstand spiele, würde ich das folglich auch nicht nutzen wollen.
Dieses "2nd-Gen Cloud-Gaming" ist aber unsinnig. Die Geforce Grid liefert zwar sicher Vorteile gegenüber dem was bisher beim Cloudgaming geboten wurde, aber nicht zwingend für den Spieler (die Latenz-Minimierung ist bei weitem nicht so drastisch wie Nvidia das behauptet, die stellen die "erste Cloudgen" schlechter dar als sie ist). Der richtige Vorteil dürfte eher die Virtualisierung sein. Auf einer solchen Grafikkarte sollen ja wohl im Normalfall bis zu 4 Spieler gleichzeitig ihre Spiele laufen lassen können (bei weniger anspruchsvollen Aufgaben wohl bis zu 100 Spieler), womit das ganze wohl deutlich lukrativer für die Cloudgaming-Anbieter wird.
Die Geforce-Grid hat übrigens soweit ich weiß eine TDP von 225Watt. Wenn man das auf 4 Spieler aufteilt kann man auch die Leistung der Graka pro Spieler abschätzen.
€: hab oben Quatsch geschrieben: Gaikai streamt nur mit 30FPS (Onlive hat 60FPS dafür aber 'ne schlechtere Bildqualität).
• Gefühlte Fps des 720p-Streams: 20-25 (Fraps zeigt 64 an, das haut aber nicht hin).
• Grafikqualität ~ Need for Speed Most Wanted als kaputtkomprimiertes JPEG (Beispiel: imgur: the simple image sharer)
• Lag: Schwankend. Meist den gefühlten Fps angemessen, also nix mit feinem Driften via Tastatur, was eigentlich in Rennspielen geht, zwischenzeitlich aber gröbere Aussetzer von gefühlt einer Viertelsekunde.
• Meine I-Net-Verbindung: 6M/0,5M/25ms via speedtest.
Wer bisher mit einem Amiga oder Gameboy gespielt hat, wird die Grafikqualität gut finden, PC-User dürften damit eher nicht zufrieden sein.
spiel jetzt mal nen online game mit einer isdn leitung. Latenz hatt was mit auslastung zutun und wenn alles von deiner leitung nur für die bildwiedergabe aufgesaugt wird, haste bei der Eingabe eine größere/höhere latenz.