The Persistence of Chaos: Laptop mit gefährlicher Malware wird als Kunstprojekt versteigert
Unter dem Namen The Persistence of Chaos wird derzeit ein Laptop versteigert, der sechs der bislang gefährlichsten Computerviren beziehungsweise -würmer enthält. Da es sich um ein Kunstprojekt handelt, ist der Verkauf legal.
Der chinesische Performance-Künstler Guo O Dong und das Sicherheitsunternehmen Deep Instinct haben sich für ein Kunstprojekt der besonderen Art zusammengeschlossen und versteigern derzeit einen Laptop, der sechs der bislang gefährlichsten Computerviren und -würmer enthält.
Das Samsung Netbook aus dem Jahre 2008 wurde "The Persistence of Chaos" getauft. Als Betriebssystem läuft auf dem Gerät mit 10,2-Zoll-Bildschirm Windows XP. Die enthaltene Schadsoftware hat einen Gesamtschaden von mehr als 95 Milliarden US-Dollar angerichtet. Konkret enthält der Mobil-Rechner die Malware ILOVEYOU, MyDoom, SoBig, WannaCry, DarkTequila und BlackEnergy.
Der Verkauf des Geräts inklusive der Schadsoftware ist eigentlich illegal. Umgegangen wird dieser Umstand jedoch dadurch, dass "The Persistence of Chaos" als Kunstwerk verkauft wird. Auf der Webseite des Projekts wird darauf hingewiesen, dass sich der Käufer bewusst sein muss, dass das Kunstwerk ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellt und zugleich einzig als Ausstellungsstück beziehungsweise zu "akademischen Zwecken" gedacht ist. Auch muss der Käufer bestätigen, dass er keine Absicht hat, die enthaltene Malware zu verbreiten.
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Als Sicherheitsmaßnahme sollen vor dem Versand sämtliche Internetfähigkeiten sowie zugänglichen Ports deaktiviert werden. Fraglich ist allerdings, wie es um den Zugang zur enthaltenen Festplatte bestellt ist. Konkrete Details zum Gerät sowie auch zur enthaltenen Schadsoftware finden sich auf der Webseite des Projekts. Die Auktion läuft noch etwa 9 Tage. Das aktuelle Höchstgebot liegt bei 763.600 US-Dollar. Im Zuge der Auktion zeigt ein Livestream das Gerät inklusive der darauf laufenden Malware.
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Die Blutspritzmuster werden einem dann wohl auch als Kunst verkauft.
Ich seh schon die Schlagzeile: Heckler & Koch, Sig Sauer und Rheinmetall jetzt in der Kunstbranche tätig.
theZoo/malwares/Binaries at master . ytisf/theZoo . GitHub
Entsprechende USB-Sticks oder DVDs mit der Sammlung sollte man natürlich kennzeichnen:
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Wobei "Dark Tequila" mir bisher auch neu war. Der scheint wohl hauptsächlich in Lateinamerika aktiv zu sein und kommt wohl auch von dort. Deshalb konnte ich auf die schnelle keine deutschen Informationen dazu finden:
Mexicans served with Dark Tequila in spyware spree | ZDNet
Schon erstaunlich wofür Leute bereit sind massig Kohle hinzublättern, nur weils als Kunst deklariert wird. Glaub ich sollte auch anfangen allen möglichen Scheiß als Kunst zu versteigern oder wird da nur drauf geboten, da der Typ dahinter einigermaßen bekannt ist? Dann kaufen die ja nicht das "Kunstwerk" sondern nur den Namen.
Mein Z170 Pro Gaming jedenfalls.