Gigantische Speicherdichte: Western Digital kündigt SD-Karte mit 4 TB Kapazität an
Western Digital stellt auf einer Messe eine SD-Karte mit 4 TB Speicher aus, die 2025 in den Handel kommen soll. Der Preis für die hohe Speicherdichte ist dabei offenbar eine nur mäßige Performance.
Noch bis Mittwoch findet in Las Vegas die Messe der National Association of Broadcasters (NAB) statt, auf der unter anderem auch der Speicherhersteller Western Digital vertreten ist. Das Unternehmen stellt dabei zahlreiche externe Laufwerke sowie (micro-)SD-Karten der Tochtermarke Sandisk aus. Zu sehen sind beispielsweise schnellere microSD-Karten der Express-Familie, zwei SD-Karten mit 2 TB Speicher und sogar eine Speicherkarte mit 4 TB Kapazität.
Viel Speicher, langsame Anbindung
Ebendiese soll 2025 unter dem Namen Sandisk Extreme Pro SDUC auf den Markt kommen und mit ihrer hohen Speicherkapazität eine Weltpremiere werden. Zur konkreten Fertigungstechnik, die diese hohe Speicherdichte ermöglichen soll, gibt es dabei leider keine Angabe. Laut Golem soll sich die SD-Karte mit 4 TB Speicher aber an Videokameras richten. Rohdaten in 8K wird man aber wohl nicht speichern können, denn die SD-Karte wird nur über UHS-I angebunden und soll im Bestfall mit 104 MB pro Sekunde arbeiten.
Zum Vergleich: Der inzwischen etablierte Nachfolger UHS-II würde 312 MB/s erlauben, und der noch schnellere Standard UHS-III ist ebenso bereits spezifiziert. Die Sandisk Extreme Pro SDUC wird also nicht mit ihrer Geschwindigkeit, sondern nur mit ihrer Kapazität punkten können. Dort liegt der Vorteil aber wohl auf der Hand: Es werden längere Aufnahmen möglich, ohne dass die Speicherkarte gewechselt werden muss.
Auch interessant: Western Digital: Schlechte Preis-Nachrichten bei HDDs und SSDs
Vermutlich wird Western Digital für die neue Speicherkarte aber einen hohen Preis verlangen. Aktuell bietet das Unternehmen entsprechende SD-Karten mit maximal 1 TB Speicher an und nennt dafür eine UVP von 209 Euro. Zumindest anfangs darf man bei der 4-TB-Speicherkarte also wohl von mindestens über 800 Euro oder - durch einen Early-Adopter-Zuschlag - eher noch deutlich mehr ausgehen.
Quelle: Western Digital via Golem

Schade, dass mein Auto nur Fat32 lesen kann, sonst würd ichs auch dafür kaufen
Alternativ gibt es wohl teure Speicherkarten, die grundsätzlich (spezieller Controller?) sowas wie TRIM bieten (unabhängig vom Gerät, in dem sie stecken).
Ohne also entsprechende Funktionen zu implementieren, die ein solches Verhalten (bzgl. sinkender Performance) unterbinden, kann man sich gerade solchen großen Karten eigentlich sparen. Wobei ich nicht weiß, wie sich das mit der Performance verhält, wenn man nur große Media-Dateien (Videos + Fotos) immer wieder drauf abspeichert, löscht, wieder speichert usw.
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Zu mindestens bei meiner größten der 128 GiB Karte auch beim übertragen von ca. 120GiB durchgängig gehalten.
Auch beim zurückkopieren. Also von Voll nach leer und im Anschluss wieder voll!
Auch jetzt nach etwa etwa 20 Monaten passt die Leistung noch
Und in der Kamera machen sie Zwecks Serienbilder und 4k Videos auch Sinn.
Was in meinen Augen eher ein Problem ist, sind fehlende Funktionen wie zb. TRIM. Beim "herumspielen" mit meinen Speicherkarten als Laufwerk für das Betriebssystem, ist mir aufgefallen, dass die eigentliche Transferrate der Karten für sowas locker ausreicht. Sogar Windows kann man von mSD laufen lassen. Eigentlich!
Denn durch die permanenten R/W-Zugriffe sinkt die Transferrate sehr schnell sehr extrem. Meine 160MB/s Karten, vom UHS-I Kartenleser auf ~90MB/s begrenzt, schaffen so nach kürzester Zeit nur noch 10MB/s, und dann nur noch ~1MB/s. Dadurch ist mir erst aufgefallen, dass die meisten Speicherkarten sowas wie TRIM gar nicht bieten, bzw. nur die teuren Modelle. Normale Speicherkarten lassen sich auch nur dann bzgl. ihrer Performance "wiederherstellen", wenn man sie einmal komplett mit zb. "SD Card Formatter" formatiert.
Ohne also entsprechende Funktionen zu implementieren, die ein solches Verhalten (bzgl. sinkender Performance) unterbinden, kann man sich gerade solchen großen Karten eigentlich sparen. Wobei ich nicht weiß, wie sich das mit der Performance verhält, wenn man nur große Media-Dateien (Videos + Fotos) immer wieder drauf abspeichert, löscht, wieder speichert usw.
Ich war jedenfalls ziemlich enttäuscht, als ich mir extra relativ schnelle Speicherkarten für den Einsatz als OS-Laufwerk gekauft habe (UHS-I mit 100MB/s ist ja schon schneller, als die alten UDMA/SATA-Festplatten!), nur um dann festzustellen, dass die Karten schon nach wenigen Stunden (tlw. <1h) auf unter 10MB/s einbrechen. Gerade weil dieses "Verhalten" ja irgendwie auch nirgends so wirklich kommuniziert wird.
Gerade weil die Klassifizierungen A1 (Read 1500 IOPS, Write 500 IOPS) und A2 (R 4000 IOPS, W 2000 IOPS) ja quasi schon suggeriert, dass die Karten auch als "richtiges Laufwerk" (zb. fürs OS) eingesetzt werden könnten. Zur Erinnerung, normale SATA-HDDs erreichen hier deutlich weniger (?100-300 IOPS?). Und ich hab mir extra A2-Karten gekauft.
Das Problem ist, dass nicht beides gleichzeitig geboten wird: SD Express und HighCapacity. Die Karte müsste ja nicht einmal SD Express ausreizen, (das würde viel Hitze zur Folge haben) sondern sinnvoll nutzen würde ja vollkommen reichen.