Atari ST: Enthusiast bietet MiniST mit Tang-Nano-FPGA in Kleinserie an

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Atari ST: Enthusiast bietet MiniST mit Tang-Nano-FPGA in Kleinserie an
Quelle: BeeBox68k

Mit dem MiniST kündigt ein Modder einen kompakten Atari-ST-Nachbau auf FPGA-Basis an. Die Fertigung ist jedoch zunächst auf fünf Geräte limitiert.

Mit dem The64 Mini und dem The500 Mini haben Fans der alten Commodore-Heimcomputer bereits Miniaturen dieser beliebten Computer bekommen. Ein Atari-ST-Liebhaber hat jetzt die Entwicklung des "MiniST" bekannt gegeben. Dieses Projekt hat bisher keine Unterstützung durch große Unternehmen und das Mini ist nicht als sehr starke Verkleinerung des Originalgehäuses zu verstehen. Hier wurde lediglich der Ziffernblock wegrationalisiert, was zur Verkleinerung führt und an den Commodore Amiga 600 erinnert.

Das Projekt soll moderne FPGA-Technologie (Field Programmable Gate Array) nutzen, um die ursprüngliche Hardware-Architektur des Atari ST bzw. STE nachzubilden. Im Gegensatz zu einer reinen Software-Emulation ermöglicht dieser hardwarenahe Ansatz eine bessere Kompatibilität bei der Ausführung von Original-Software. Im MiniST kommt der sogenannte MiSTeryNano-Core zum Einsatz, eine Portierung des bekannten MiSTery-Cores, der speziell für die Nutzung auf günstigen FPGA-Entwicklungsboards wie dem Tang Nano 20k optimiert wurde.

Der MiniST integriert diese Technologie in ein schwarzes Gehäuse-Design mit Verzicht auf den Nummernblock, wie beim Atapi STX. Der Entwickler plant eine sehr limitierte erste Produktionsserie. Diese erste Charge soll lediglich fünf Einheiten beinhalten. Als Verkaufspreis werden 400 US-Dollar (etwa 350 Euro) pro komplett montiertem Gerät anvisiert. Die Hardware soll in "zeitaufwendiger Handarbeit" entstehen, was den geringen Umfang der ersten Serie erklärt.

Zu den technischen Spezifikationen des miniST gehören:
  • Ein schwarzes Gehäuse im TKL-Format, ohne separaten Ziffernblock - das reduziert den Formfaktor und erklärt das "Mini" im Namen.
  • Nachbildung einer taktgenauen 68000-CPU mit 8 MHz, ergänzt durch einen kompletten Atari-ST/E-Chipsatz inklusive Blitter-Chip, verschiedene Atari-TOS-ROM-Versionen und DMA-Sound samt physischer MIDI-IN/OUT-Anschlüsse.
  • Moderne Video- und Audioausgabe erfolgt über HDMI, in Farbe und monochrom. Für Peripheriegeräte wie Tastatur und Maus sollen USB-Anschlüsse integriert sein, die über einen zusätzlichen Mikrocontroller angebunden werden.

Der MiniST ist laut Angaben darauf ausgelegt, originale Atari-Betriebssysteme (TOS-Versionen wie 1.04 oder 1.62) sowie einen Großteil der damals verfügbaren Spiele und Software wiedergeben zu können. Die Steuerung erfolgt primär über ein On-Screen-Display, mit dem Disketten-Abbilder im .ST-Format oder Festplatten-Images von einer SD-Karte geladen werden können. Das Projekt richtet sich gezielt an Sammler und Fans, die eine kompakte und wartungsfreie Alternative zur Originalhardware suchen, ohne auf die Kompatibilität der FPGA-Technik verzichten zu wollen.

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Quelle: via Tom's Hardware

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von jfoe Schraubenverwechsler(in)
        Ich würde gerne eine Tastatur für meinen PC in dem Design haben ... sieht genial aus!
      • Von jfoe Schraubenverwechsler(in)
        Ich würde gerne eine Tastatur für meinen PC in dem Design haben ... sieht genial aus!
      • Von SirMarc Komplett-PC-Käufer(in)
        Uii den hole ich mir,
        Ich hoffe auch tos 2.0 und 4.0
        Ich hatte nur ein atari.ste 1040 und den, auf die kompatible Seite der macht gewechselt Atari PC 2 mit 20 MB HD wo die HD fast so langsam war wie die Disketten. 😂 🤣 🤣 🤣 Vom Atari hab ich eins übernomen Digital Gem 2. 0/3.0
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      • Von JoeyTai Freizeitschrauber(in)
        Haben will, wo kann ich das Ding bitte jetzt sofort bestellen? 😸
        Dann im Keller nach meinem Commodore MIDI Keyboard, damals von ESCOM, suchen und dazu wieder mal Steinberg Track 24 installieren .. hach wär das schön .
      • Von Oppenheimer Software-Overclocker(in)
        "samt physischer MIDI-IN/OUT-Anschlüsse."

        Das wäre meine erste Frage gewesen.
        Wäre echt witzig, Cubase mal wieder in Aktion zu sehen/hören ...
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