Datafilm Discs: Fluoreszierende Speichermedien mit Haltbarkeit von 100 Jahren und 5 USD pro TByte
Das Start-up Folio Photonics will mit einer konkurrenzfähigen Lösung in den Wettbewerb mit Magnetbandspeichern einsteigen. Sogenannte Datafilm Discs sollen in ihrer ersten Iteration einen Preis von 5 US-Dollar pro TByte, eine hohe Haltbarkeit sowie auch vergleichsweise geringe Zugriffszeiten bieten.
Folio Photonics hat den Markt für Archivspeicher ins Visier genommen. Hier dominiert weiterhin das Magnetband als langlebiges, weniger anfälliges und vor allem günstiges Speichermedium bei hoher Kapazität. Geht es allerdings nach dem Start-up, werden die meterlangen Bänder bald der Vergangenheit angehören und durch optische Speicher ersetzt werden.
Die eigens entwickelten Datafilm Discs (DFD) sollen die heutigen Tape Libraries verdrängen. Geworben wird mit einer Haltbarkeit von 100 Jahren und zunächst 5 US-Dollar pro TByte Speicherkapazität. Preislich wäre man somit in ungefährer Schlagweite aktueller Magnetband-Speicher. Luft für geringere Kosten pro TByte gibt es allerdings und so wirbt man mit 3 US-Dollar pro TByte auf der eigenen Webseite sowie in der Roadmap mit unter 1 US-Dollar in den kommenden Jahren.
Die Kapazität pro Modul beziffert Folio Photonics auf zunächst 10 TByte. Bei zehn Scheiben in Summe entspricht das 1 TByte pro Datenträger, die wiederum jeweils 16 Schichten aufweisen. Dabei wird mit fluoreszierenden Farbstoffen gearbeitet, die in einen Kunststofffilm eingebettet wurden. Die Speicherung erfolgt mittels Verringerung der Fluoreszenz via Laser.
Für den gebe es keine außergewöhnlichen Anforderungen. Stattdessen wird zu Stangenware in Form eines 405-nm-Lasers gegriffen, wie er auch in Blu-Ray-Laufwerken verbaut wird. Ohne gesondertes Laufwerk kommt man logischerweise allerdings nicht aus. Das benötigt allerdings noch Entwicklungszeit und wird erst 2024 verfügbar sein. Mit 1 TByte-DFDs könne man sich jedoch bereits 2023 eindecken.
Die Forschung an dem Speichermedium läuft bereits seit mehr als 10 Jahren. Ein entsprechendes wissenschaftliches Paper veröffentlichte Gründer Kenneth Singer in Zusammenarbeit mit diversen Kollegen bereits 2012. Überzeugen sollen die DFDs nicht allein über den Preis. Durch eine nur geringe mechanische Belastung wird eine hohe Haltbarkeit versprochen, während durch die Natur optischer Speichermedien ein wahlfreier Zugriff ohnehin möglich ist und somit deutlich geringere Zugriffszeiten gegenüber den nur sequenziellen Bandspeichern möglich sind. Beschreibbar sind die DFDs als Archivspeicher indes nur einmalig.

Solange die Laufwerke nicht AUCH wie die die Speichermedien selbst günstig erscheinen - die teuren Magnetbandlaufwerke sprechen für sich - wird es schwer eine Alternative zu sein.
Haltbarkeit SUPER, aber unrealistisch, da in der realen PRAXIS eher Unfug !
Somit wird das Buch immer noch alle Medien anführen, zumindest was DIESES Problem angeht