PC-Only-Shooter Hard Reset in der Vorschau: Optik, Physik, Gegner - alles satt vorhanden [Test des Tages]
Mit Hard Reset schickt Entwickler Flying Wild Hog einen PC-exklusiven Shooter ins Rennen, der es in sich hat: Neben einer pompösen Optik mit knackigen Texturen und Netzhaut-einbrennenden Effekten gefällt der wuchtige Sound, aber auch das direkte Gameplay ohne Selbstheilung erinnert angenehm an klassische Shooter.
Hard Reset wird von Flying Wild Hog entwickelt, welche sich aus ehemaligen Mitarbeitern von People can fly (Bulletstorm, Painkiller), CD Projekt (The Witcher 2) und City Interaktive (Sniper: Ghost Warrior) zusammensetzen. Das erste Spiel des Studios ist ein gradliniger Shooter, der stark in der Tradition klassischer Genre-Vertreter steht: Zwar regeneriert sich der Schild von Major Fletcher, nicht aber die Lebensenergie, ein Deckungssystem gibt es ebenfalls nicht. Der Major der CLN verteidigt die Stadt Bezoar, das letzte Rückzugsgebiet der Menschheit, und schützt zugleich das Sanctuary, welches die Datenbank Tausender Menschen enthält. Die Story erzählt Hard Reset mit cool designten Comics inklusive Sprachausgabe: Der Feind, so scheint es, sind die Maschinen, welche sich gegen die Menschheit aufgelehnt und diese nahezu ausgerottet haben und nun die Wälle von Bezoar durchbrochen haben - es ist an Fletcher, dem Einhalt zu gebieten.
Hierfür verfügt der Major über zwei Waffenarme, welche sich jedoch mit unterschiedlichen Funktionen aufrüsten lassen: So agiert das Sturmgewehr auch als Shotgun oder Granatwerfer, die Plasmawumme etwa wird im späteren Spielverlauf zur mächtigen Partikelkanone. Damit die Verbesserungen zur Verfügung stehen, gilt es Nano-Energie einzusammeln: Diese erhält Fletcher entweder durch verschrottete Roboter, sammelt sie in den Leveln ein oder verdient sie sich durch abgeschlossene Level - überall in Bezoar stehen Terminals an denen die Nano-Energie eingelöst wird. An Munition mangelt es praktisch nie (zumal wir die Magazingröße erweitern dürfen), nachgeladen wird nicht - dafür wäre vor allem in den den sehr flotten und teils knackigen Kämpfen kaum Zeit. Obwohl Hard Reset PC-exklusiv ist, bietet es nur Savepoints. Die Entwickler begründen dies damit, dass Quicksave die Spielerfahrung (negativ) verändern würde.
Zwar konkurriert die Anzahl der Gegner nicht mit Serious Sam, bildschirmfüllend wird's aber dennoch des Öfteren. Neben kleinen laufenden Kettensägen gibt es rollende Bomben, fette Wächter samt Nachbrenner die uns rammen, Roboter die an die Revenant aus Doom 3 erinnern (genauso wie das Interface an Terminals) bis hin zu haushohen Killermaschinen. Diese bekämpft Major Fletcher nicht nur mit seinen direkt und präzise zu nutzenden Waffen, auch die Umgebung hilft ihm: Obligatorische Explosivfässer jagen ganze Roboter-Ansammlungen in die Luft, Stromgeneratoren grillen die flotten Kettensägen-Maschinen, Autos lassen sich sprengen und vieles mehr - auf dem Schirm kracht und scheppert es die meiste Zeit.
Die Technik dahinter ist die "Road Hog"-Engine mit einem DirectX-9-Renderer sowie der Havok-Physik, welche eine großen Anteil am Spektakel hat. Hard Reset spielt in Bezoar - zumindest soweit wie wir derzeit in unserer Testversion voran gekommen sind -, die Stadt im Cyperpunk-Stil ist grafisch sehr gut umgesetzt: Die (globale) Beleuchtung inklusive Umgebungsverdeckung, sauberen Schatten, Echtzeit-Reflektionen und gleißenden Explosionen (leider etwas niedrig aufgelöst) muss sich vor Titeln wie Crysis 2 nicht verstecken. Vor allem aber glänzt Hard Reset fast durchgehend mit knackigen Texturen, vielfältiger Kantenglättung (MLAA oder MSAA), schicken Regeneffekten und satten Farben. Und selbst wenn die Basistextur mal nicht die hochauflösendste ist, überzeugt die Oberfläche mit einem hübschen Detail-Layer. Mit diesem Kniff wertete man schon vor zehn Jahren Spiele auf - American McGee's Alice etwa demonstriert diese Idee. Dynamische Schatten sucht man jedoch vergebens, was aufgrund des Netzhaut-Overkills ebenso wenig auffällt wie der geringe Poly-Count.
Das HUD sitzt da, wo es hingehört (ohne den Konsolen-typischen Safeframe) und ist nicht mit ständigen Einblendungen überladen. Wenn Fletcher sprintet, sorgt eine radiale Bewegungsunschärfe zum Fluchtpunkt hin für ein tolles Geschwindigkeitsgefühl und selbst das HUD verschwimmt. Trotz des Effektgewitters ist Hard Reset kein Hardware-Killer: Nur in seltenen Fällen fällt die Bildrate unserer Geforce GTX 580 in 2.560 x 1.440 mit maximalen Details samt MLAA unter 50-Fps-Marke (die Option "Reduce Input Lag" ist verringert die Fps leicht). 4x MSAA hingegen kostet viel Leistung, eine Mittelklasse-Grafikkarte vom Schlage Geforce GTX 460 bricht durch die Aktivierung um bis zu 50 Prozent ein.
Falls Sie Hard Reset ausprobieren möchten, empfehlen wir Ihnen die Demo bei Steam. Flying Wild Hog betont zwar, kein DRM zu nutzen, setzt aber dennoch auf Valves Online-Distributionsplattform. Die Vollversion erscheint am 13. September und kostet nur 25 Euro, die Spielzeit soll bei rund zehn Stunden liegen - das ist fair.
Maximale gegen minimale Details


).
Genau wie die Ballerei, macht Laune. Nur die 3 großen Maschinen haben mich etwas aufgeregt, weil ich nie gerafft hab das die direkt hinter mir aufgetaucht sind, aber die kleinen Viecher umnieten macht echt Laune (errinert an die Zwischensequenz von Hellgate: London wo die Viecher weggefetzt werden,die ausm Kanal gekrochen kommen, allerdings kann mans diesmal selber machen
Gekauft, vor allem bei dem Gesamtpaket, das einzig dumme ist Steam, aber sonst: Setting aste, kein DRM, gute Grafik, Gameplay fetzt, kein Life-Recovery, PC only. Und kostet nur 25€
Es sieht wirklich gut aus und läuft auch noch butterweich dabei, sogar mit 20 von diesen Minimonstern auf dem Schirm und sogar immer noch wenn sie unter meinem Dauerfeuer und Elektrogranatenhagel verglühen - fett
Ich hab mich auch für (2x)MSAA entschieden, der MLAA-matsch sagt mir nicht zu. Ich finde aber, dass es sogar ohne AA ziemlich wenig stufig daherkommt.
Bestimmt sorgen die relativ engen Levels (ich schätze einfach mal dass sie zum Großteil der Demo entsprechen) dafür, dass die Hardware da nicht in die Knie geht.
Ja, MSAA kostet richtig fett Leistung – ein 50-Prozent-Drop von 1x auf 4x ist auf Mittelklasse-GPUs üblich. 2x MSAA gibt's für etwa die Hälfte. Vermutlich wurde das über ähnliche Umwege in den Renderer gehackt wie in der Unreal-Engine und Konsorten. MLAA, die Empfehlung der Entwickler im Grafikmenü, performt wesentlich besser. Dennoch würde ich von MLAA abraten, da es den göttlichen Texturen etwas Schärfe/Kontrast klaut.
MfG,
Raff
Mit allen Reglern am Anschlag sieht das doch recht nett aus. Spielt sich wie so ein Oldschool-Shooter (abgesehen vom Upgrade Menü gg) und macht Lust auf mehr.
Wie schon gesagt wurde, das sollte man belohnen. 25€? Ich kaufe sonst echt sehr selten neue Spiele, schon gar nicht zum Vollpreis... aber bei dem Angebot..bin ich dabei
Das würde meine Leitung dann in ein paar Stunden schaffen.
Ich werde mal die Demo testen und dann entscheiden, ob ich meine prinzipielle Abneigung, für etwas zu bezahlen, das ich mir
nicht in den Schrank stellen kann, ausnahmsweise überwinden kann.
Bis jetzt hört sich das alles nämlich sehr gut an, oldschool, das ich das noch mal erleben darf.
Vielleicht ist dies Spiel der Vorbote der Retro-Welle (der Duke zählt nicht, der war trotz allem zu modern), die ohne
den ganzen neumodischen Kram auskommt?
Vielleicht sogar ein Spiel, bei dem man nicht zuerst Start oder Enter oder den Any Key drücken muss, um ins Menü zu gelangen?
Das kommt von den Konsolen rübergeschwappt, das gabs früher am PC nicht, und kann mir eigentlich mal jemand den Sinn
davon erklären? Warum muss vor dem Spielmenü noch mal ein extra zu bestätigender Bildschirm kommen, meine Willenserklärung habe ich ja schon durch den Start des Spiels abgegeben. Oder halten die mich für so blöd, dass ich nicht weiss, was ich will?