AMD Ryzen 9000: Neue Details zu RAM und Verbrauch - sparsamer unter einer Bedingung

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AMD Ryzen 9000: Neue Details zu RAM und Verbrauch - sparsamer unter einer Bedingung
Quelle: AMD

Mit Verweis auf ein Engineering Sample liefert die Website Wccftech neue Details zu den neuen Ryzen-9000-CPUs von AMD. Demnach sollen recht hohe DDR5-Taktraten und ein effizienter Betrieb möglich werden - wenn PBO deaktiviert bleibt.

Seit ihrer Ankündigung auf der Computex ist zu AMDs kommenden Ryzen-9000-Prozessoren - Codename Granite Ridge - bereits einiges bekannt. Viele weitere Details rücken aber erst im Nachhinein in den Fokus oder werden gar erst zum Release enthüllt, wenn unabhängige Tests der neuen Generation auf den Zahn fühlen. Bis dahin dürfte es aber noch grob einen Monat dauern, vorerst muss man sich deshalb auf die Gerüchteküche verlassen. Zu ebendieser trägt aktuell die Website Wccftech bei: Mit Verweis auf eigene Quellen und Informationen zu Vorserienmodellen gibt es dort neue Informationen zum Verbrauch und dem Speichersupport.

Schneller Speicher, niedriger Verbrauch

Demnach soll AMD bei Ryzen 9000 im Kern auf denselben Speichercontroller setzen, der bereits bei den Vorgängermodellen verbaut wurde. Angeblich gibt es aber leichte Verbesserungen, durch die die maximale Taktrate von DDR5-5600 auf DDR5-6400 erhöht werden kann. Der Takt des Infinity Fabric bleibt dabei aber unverändert. Eine Anpassung beider Taktraten, bei der die Latenzen minimal sind, soll man deshalb beim Betrieb mit Modulen vom Typ DDR5-6000 erreichen. Gleichzeitig sollen die neuen Mainboards aber auch noch deutlich höhere Bandbreiten unterstützen. Laut Wccftech werden die X870(E)-Modellen überwiegend für DDR5-8000 spezifiziert. Mit der richtigen Modellkombination soll aber auch DDR5-9000 möglich sein, und die UEFIs sind wohl erst im fünfstelligen Bereich begrenzt.

Inwiefern Granite Ridge und die Zen-5-Kerne dabei von auf den Infinity Fabric angepassten oder deutlich höheren Taktraten profitieren können, werden die ersten Tests zeigen müssen. Dasselbe gilt zudem auch für den Verbrauch. Dort will sich AMD laut Wccftech dieses Mal eher auf die Effizienz konzentrieren. Passend dazu sollen Ryzen-9000-Prozessoren standardmäßig ohne aktivierten Precision Boost Overdrive (PBO) laufen. Bei Ryzen 7000 wurde dieser im UEFI teilweise automatisch aktiviert.

Ebenso spannend: AMD Ryzen 9 9950X: Dank Zen 5 bis zu 45 % schneller?

Auch erste Daten hat die Website parat: Ein Engineering Sample eines Ryzen 9 9950X soll in Cinebench R23 angeblich 190 Watt verbrauchen, wohingegen der direkte Vorgänger auf 220 Watt kommt. Ein Intel Core i9-14900KS soll hingegen bei über 300 Watt liegen. Gleichzeitig dürfte Intel aber bald mit Core Ultra 200 - Codename Arrow Lake - kontern. Der Verbrauchs-Abstand zu AMD dürfte also voraussichtlich schrumpfen; und am Ende kommt es natürlich auf die Effizienzwerte an. Gleichzeitig soll außerdem auch Ryzen 9000 energiehungrig sein können, denn offenbar steigt der Verbrauch mit aktiviertem PBO deutlich an. Konkrete Zahlen wurden hier leider noch nicht genannt.

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Quelle: Wccftech

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    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von ThirdLife
        Und wer mit großen Anwendungen bzw. ISOs, Unpacking etc schafft hätte gerne mehr Speicher (64-96GB zumindest) und da gibts halt keine Riegel mit 8000 die das mit nur zwei Dimms möglich machen würden.
        Für solche Nutzer gibt es den High-End-Desktop in Form von Threadripper 7000 mit RDimm. Da sind ganz andere Dimensionen möglich. Das kostet dann aber auch entsprechend.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von ThirdLife
        Und wer mit großen Anwendungen bzw. ISOs, Unpacking etc schafft hätte gerne mehr Speicher (64-96GB zumindest) und da gibts halt keine Riegel mit 8000 die das mit nur zwei Dimms möglich machen würden.
        Für solche Nutzer gibt es den High-End-Desktop in Form von Threadripper 7000 mit RDimm. Da sind ganz andere Dimensionen möglich. Das kostet dann aber auch entsprechend.
      • Von ThirdLife Freizeitschrauber(in)
        Wenn ich dann korrekt rechne, benötigt es somit 12.000er DDR5 ? Nur so würde der IMC bei 3000 und 2:1 Teiler korrekt am oberen Limit laufen wie bei 6000er Memory. 12000/2 = 6000er MCLK, dazu 2000 FCLK und UCLK bei 3000 dann.

        Das Problem für mich ist, dass gerade Menschen die gern höhere Bandbreite hätten auch meist mehr Memory bräuchten und mehr Memory gibts bei diesen Taktraten nicht das stabil laufen würde. Somit ist man mit hoher Bandbreite, immer noch schlechteren Latenzen bei 48GB Max. eingeregelt.

        Ich seh einfach keinen Use-Case. Gamer können auch problemlos 2x 16GB 6000er CL30 holen und das noch auf Latency tweaken und stehen besser da. Und wer mit großen Anwendungen bzw. ISOs, Unpacking etc schafft hätte gerne mehr Speicher (64-96GB zumindest) und da gibts halt keine Riegel mit 8000 die das mit nur zwei Dimms möglich machen würden.

        Ich sehe hier als Nische nur Luxus-Gamer die eine Intel-Plattform betreiben, dabei das Maximum von 48GB haben wollen und mit 8000er noch ein paar % holen wollen. Sehr enge Nische würde ich sagen.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Taxxor
        IF Teiler gibts doch gar nicht mehr seit Zen4, der IF kann immer asynchron zum RAM Takt laufen, ohne dass es großartig Performance kostet.
        Zitat von ThirdLife
        Klar gibts den Teiler noch. Oberhalb 6000-6400 muss der IF asynchron auf 1:2 laufen.
        Gemeint ist tatsächlich der Takt den Speichercontrollers, nicht des IF --> UCLK, nicht FCLK. Bei DDR5-6000 laufen Speicher und Controller bei 3.000 MHz (IF bei 2.000 MHz). Dreht man nun drüber, schalten die meisten UEFI den Controller-Teiler auf 2:1, bei DDR5-6400 läuft der Speicher dann mit 3.200 MHz, der Controller aber nur noch bei 1.600 MHz (2:1) (IF bleibt bei 2.000 MHz). Das kostet dann Leistung. Deshalb wäre es gut, den höchsten, noch stabilen Controller-Takt anzustreben. Und die Frage ist, ob das bei Ryzen 9000 höher geht oder nicht. Alternativ könnte man auch mit deutlich mehr als -8000 MT/s mehr Leistung als mit synchronen 6400 MT/s haben, aber dazu müsste AMD die AGESA-Sperre bei 8000 aufheben.
      • Von ThirdLife Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Taxxor
        IF Teiler gibts doch gar nicht mehr seit Zen4, der IF kann immer asynchron zum RAM Takt laufen, ohne dass es großartig Performance kostet.
        Klar gibts den Teiler noch. Oberhalb 6000-6400 muss der IF asynchron auf 1:2 laufen. So oder so: warum sollte man sich DDR5-8000 reinstecken für teuer Geld wenn man gleich schnell oder gar langsamer als DDR5-6000 ist ?

        Für DDR5-7400 muss der IMC 33% langsamer laufen bzw. läuft mit 6000er 50% schneller und das frisst jegliche Gewinne wieder weg. Memclock skaliert mit der geringen Bandbreite des Fabric/IMC aktuell einfach so gar nicht.

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      • Von Taxxor Freizeitschrauber(in)
        Zitat von ThirdLife
        Und welchen Nutzen ziehst du draus, wenn der IF Teiler dann auf 2:1 gehen muss ?
        IF Teiler gibts doch gar nicht mehr seit Zen4, der IF kann immer asynchron zum RAM Takt laufen, ohne dass es großartig Performance kostet.
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