der8auer: Custom Ghetto-Mod für RX 5700 XT aus Flut-PC

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der8auer: Custom Ghetto-Mod für RX 5700 XT aus Flut-PC.
Quelle: Arctic Cooling

Eine Grafikkarte mit defektem Kühler ist nicht mehr nutzbar. In seinem neusten Video zeigt Hardware-Influencer "der8auer", wie eine überflutete RX 5700 XT dank Custom-Kühler weiterleben kann.

Was macht man mit einer Grafikkarte, deren Lüfter nicht mehr zu gebrauchen sind? Man könnte sich einen gebrauchten originalen Luftkühler bestellen, ein Aftermarket-Modell oder vielleicht einen Wasserkühler. Alternativ kann man selbst kreativ werden. Unter dem Begriff "Ghetto-Mod" finden sich viele Umbauten, bei denen die Besitzer ihren Grafikkarten Gehäuselüfter umschnallen, um maximale Kühlung zu erreichen. Asus hat dieses Konzept auch in der kürzlich vorgestellten RTX-3070-Noctua-Edition aufgegriffen, bei der eine RTX 3070 mit zwei 120 Millimeter großen Noctua-Lüftern bestückt wird.

Mit einer "Ghetto-Mod" hat das neue Projekt von Roman "der8auer" Hartung kaum etwas zu tun. Sein Umbauobjekt ist eine XFX Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation, die er aus einem überfluteten PC eines Zuschauers gerettet hat. Dieser hat im Austausch eine Nvidia Geforce RTX 3060 erhalten. Bei der Demontage des PCs wurde klar, dass der Kühler der Grafikkarte nicht mehr zu retten ist und die Lüfter ausgetauscht werden müssen. Doch anstatt mit Kabelbindern einige Gehäuselüfter direkt auf den wiederverwertbaren Kühlkörper zu schnallen, hat der8auer mit einer CNC-Fräse ein Lüfter-Shroud aus Aluminium angefertigt. Dieses hat er sandgestrahlt, um die Musterung des Aluminiums auf der Oberfläche zu entfernen. Abgesehen von einem kleinen Fauxpas ist das Ergebnis optisch beeindruckend, sehr schlicht und sicher für Nutzer mit RGB-Phobie geeignet.

Die eigens gestaltete Abdeckung wurde anschließend mit drei Chromax-Lüftern von Noctua kombiniert, um die Serienlüfter von XFX zu ersetzen. Nachdem die Kabel umgelötet wurden, kann auch die originale Lüftersteuerung der Karte genutzt werden. Bei der ersten Montage ist der8auer allerdings ein kleiner Fehler unterlaufen. Er hatte die originalen Wärmeleitpads ersetzen müssen und anscheinend minimal zu dicke Pads genutzt. Dadurch lag die GPU-Temperatur bei ca. 80 °C und der Hotspot bei ca. 100 °C. Nachdem er den Fehler korrigiert hatte, lagen die Temperaturen bei ca. 70 respektive 85 °C bei äußerst geringer Lautstärke.
Quelle: Youtube

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mega-Zord Freizeitschrauber(in)
        Zitat von der8auer
        Die Kosten dafür waren tatsächlich überschaubar. Aluminium 24€ und ca 5h auf der Fräsmaschine. Das teuerste daran waren am Ende die Noctua Lüfter.
        Wie so oft geht es bei meinen Videos aber am Ende nur darum was man alles machen "könnte". Die Karte werde ich wahrscheinlich verlosen.
        Ich bin nicht vom Fach, was kosten 5h an so einer Fräse?

        Das die Karte verlost wird finde ich toll. Da freut sich jemand über ein kleines Stück Geschichte. Ich hatte mal einen Sockel A-Kühler, der für einen Test auf IQ-Hardware angesägt wurde, hatte also keine funktionierenden Heatpipes mehr.

        Zitat von deady1000
        Ja das Material schon, aber da fehlen die Opportunitätskosten und dein üblicher "Stundenlohn" für die Vorarbeit, auch die erwähnten Lüfter (je 30€?) und ggf das Verlöten. Wenn man so ein Teil einmal zum Spaß baut, dann kann man das machen, aber würde man es in der Form für den Massenverkauf produzieren, dann müsste der Preis schon krass angezogen werden, damit es sich lohnt.
        Jo, selbst in Massenproduktion, wo ich mit einem einstelligen Betrag für die Lüfter rechnen würde. Dürfte der Betrag gut dreistellig für das fertige Teil sein. Niemand gibt mehrere hundert Euro für einen Luftkühler aus. Aus Alu-Druckguss könnte man das auch machen, würde vermutlich deutlich billiger werden bei entsprechender Stückzahl.
      • Von Mega-Zord Freizeitschrauber(in)
        Zitat von der8auer
        Die Kosten dafür waren tatsächlich überschaubar. Aluminium 24€ und ca 5h auf der Fräsmaschine. Das teuerste daran waren am Ende die Noctua Lüfter.
        Wie so oft geht es bei meinen Videos aber am Ende nur darum was man alles machen "könnte". Die Karte werde ich wahrscheinlich verlosen.
        Ich bin nicht vom Fach, was kosten 5h an so einer Fräse?

        Das die Karte verlost wird finde ich toll. Da freut sich jemand über ein kleines Stück Geschichte. Ich hatte mal einen Sockel A-Kühler, der für einen Test auf IQ-Hardware angesägt wurde, hatte also keine funktionierenden Heatpipes mehr.

        Zitat von deady1000
        Ja das Material schon, aber da fehlen die Opportunitätskosten und dein üblicher "Stundenlohn" für die Vorarbeit, auch die erwähnten Lüfter (je 30€?) und ggf das Verlöten. Wenn man so ein Teil einmal zum Spaß baut, dann kann man das machen, aber würde man es in der Form für den Massenverkauf produzieren, dann müsste der Preis schon krass angezogen werden, damit es sich lohnt.
        Jo, selbst in Massenproduktion, wo ich mit einem einstelligen Betrag für die Lüfter rechnen würde. Dürfte der Betrag gut dreistellig für das fertige Teil sein. Niemand gibt mehrere hundert Euro für einen Luftkühler aus. Aus Alu-Druckguss könnte man das auch machen, würde vermutlich deutlich billiger werden bei entsprechender Stückzahl.
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Zitat von der8auer
        Die Kosten dafür waren tatsächlich überschaubar. Aluminium 24€ und ca 5h auf der Fräsmaschine. Das teuerste daran waren am Ende die Noctua Lüfter.
        Ja das Material schon, aber da fehlen die Opportunitätskosten und dein üblicher "Stundenlohn" für die Vorarbeit, auch die erwähnten Lüfter (je 30€?) und ggf das Verlöten. Wenn man so ein Teil einmal zum Spaß baut, dann kann man das machen, aber würde man es in der Form für den Massenverkauf produzieren, dann müsste der Preis schon krass angezogen werden, damit es sich lohnt.
      • Von TheGermanEngineer BIOS-Overclocker(in)
        Am zuverlässigsten ist es sicher einfach mal selbst zu messen. Technische Dokumentationen existieren sicher (siehe Video zur Noctua Edition), aber häufig sind die nicht öffentlich.
      • Von jackson2face Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von der8auer
        5h auf der Fräsmaschine
        Hattest du die Maße und die Positionen der Löcher selbst gemessen oder gibt es irgendwo, evtl. auch öffentlich, eine technische Zeichnung der XFX 5700XT?
        Ich habe dein Video gestern angesehen und würde etwas ähnliches gerne an meiner thicc II machen. Möchte aber ungern die Graka erst dafür zerlegen müssen.

        Greez J2F
      • Von der8auer Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Mega-Zord
        Wahrscheinlich überschreiten die Kosten für das Shroud deutlich den Wert der Grafikkarte. Ich will gar nicht wissen, wieviel Maschinenzeit da drin steckt. Aber wenn ich mir einen Fräsautomaten statt eines Lambos hole, will ich damit natürlich auch flexen.
        Die Kosten dafür waren tatsächlich überschaubar. Aluminium 24€ und ca 5h auf der Fräsmaschine. Das teuerste daran waren am Ende die Noctua Lüfter.
        Wie so oft geht es bei meinen Videos aber am Ende nur darum was man alles machen "könnte". Die Karte werde ich wahrscheinlich verlosen.
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