Test: MSI NX8600GTS Diamond Plus
Mit der Diamond-Plus-Edition der Geforce 8600 GTS liefert MSI ein williges Opfer für Tuningfreaks. Wir testen die Karte bis ans Limit.
Das Highlight der 256-MiByte-Karte sind neben dem Kühler mit 70-Millimeter-Radiallüfter die Möglichkeiten, die MSIs Corecenter-Tool bietet. Doch zunächst die harten Fakten.
Die Diamond-Plus-Karte verfügt neben Dual-Link-fähigem DVI-Ausgang und S-Video-Anschluss über ein HDM-Interface. MSI liefert sämtliche nötigen Kabel inklusive HDMI und Audio-Einspeisung von SPDIF- und koaxialem Digitalsound mit, auch die obligatorische
YPbRb-Kabelpeitsche fehlt nicht. Ab Werk läuft die Karte auf den Referenz-Taktraten einer GF 8600 GTS (675/1.458 MHz GPU/Shader-Takt und 1.008 MHz RAM-Takt). Hierbei dreht der Lüfter mit störenden 3,1 Sone. Die Leistungsaufnahme des gesamten PCs beträgt 115 Watt im Windows-Desktop und 168 Watt unter 3D-Last.
Mit MSIs Corecenter haben Sie Zugriff auf Taktraten, Lüfterdrehzahl und sogar die Versorgungsspannung von GPU und Videospeicher. Letztere können Sie in sinnvollen Grenzen variieren. Beim OC-Test erreichen wir inklusive Spannungserhöhung satte 882/1.890 MHz GPU-Takt und 1.172 MHz Speichertakt - die Temperaturen bleiben dabei stets im unkritischen Bereich. In den mitgelieferten Profilen findet sich unter anderem eine Office-Einstellung, in der GPU und RAM auf GF8600-GT-Niveau heruntergetaktet und auch die Spannung abgesenkt wird. Lohn der Mühe: Der Lüfter steht still und Sie haben im 2D-Betrieb absolute Ruhe. Vergessen Sie aber nicht, vor dem Spielen den Lüfter zu reaktivieren. Sonst erreicht die GPU-Temperatur kritische 95 Grad Celsius und mehr.
Fazit: Eine nicht ganz billige Karte für Experimentierfreudige, die nicht unbedingt die höchste Spieleleistung benötigen.
