Radeon HD 5970 (Hemlock): Dual-GPU-Karte zeigt sich nackt
Atis Radeon HD 5970 (Codename Hemlock) trat schon am 18.11. zum Grafikkarten-Test an. Im Folgenden sehen Sie noch einmal einige exklusive Bilder der nackten Grafikkarte.
Am 18.11. schickte AMD mit der Radeon HD 5970 die schnellste Grafikkarte der HD-5000-Serie ins Rennen. Wie bei allen Dual-GPU-Karten lohnt sich auch bei der HD 5970 ein Blick unter die Haube, weshalb Sie im Folgenden einige Infos sowie Bilder zum Platinendesign erhalten.
Vorab: Radeon HD 5970: Spezifikation
An Bord der HD 5970 befinden sich zwei vollwertige Cypress-Grafikprozessoren, wie sie auch auf der HD 5870 verwendet werden. Die Chips auf der HD 5970 arbeiten jedoch nur mit HD-5850-Takt: 725/2.000 MHz (GPU/VRAM) liegen hier an. Theoretisch stehen demnach 1.600 Shader-ALUs, 160 Textureinheiten und 64 ROPs zur Verfügung. Die Kommunikation der zwei Chips auf einer Platine erfolgt mithilfe eines Brückenchips der Firma PLX - hübsch mit Ati-Heatspreader aufpoliert. Der Brückenchip sitzt wie bei den Vorgängern Radeon HD 4870 X2 und HD 3870 X2 mittig und beherrscht den PCI-Express-Standard 2.1.
Radeon HD 5970: Platine und Kühlung
Mit 30,9 Zentimetern gehört die Radeon HD 5970 zu den längsten "Brettern" überhaupt. Ihre Länge verdankt die Radeon HD 5970 jedoch nicht der Platine, sondern der Kunststoff-Haube des Kühlers - das PCB misst "nur" 29,3 Zentimeter. Wie bei den Vorgängern sitzen die zwei Grafikchips links und rechts auf dem PCB, umringt von jeweils 1 GiByte GDDR5-Grafikspeicher, die Hälfte auf der Vorder-, die andere auf der Rückseite der Platine. Das RAM entstammt wie bei allen anderen HD-5000-Karten der T2C-Selektion von Hynix, welche bis 2.500 MHz spezifiziert ist (0,4 Nanosekunden Zugriffszeit).
Interessant ist neben der freien Lötstelle für einen zweiten 8-Pin-Stromanschluss auch das "Loch" bei der Spannungsversorgung rechts von der zweiten GPU: Eine Phase hätte noch Platz. Mit diesen beiden Erweiterungspunkten hält sich AMD wohl künftige OC-Versionen der Karte offen, welche einer stärkeren Stromversorgung bedürfen. A propos Versorgung: Die Controllerchips bezieht AMD wieder von Volterra, bei den eingesetzten Exemplaren handelt es sich erneut um jene des Typs VT1165. Der Kühler verfügt über eine optisch schlichte, aber mächtige Vapor-Kammer mit aufgelöteten Aluminium-Lamellen, welche laut AMD bis zu 400 Watt Abwärme abtransportieren kann. Die nötige Frischluft spendet der schon von den HD-5800-Geschwistern bekannte Radiallüfter mit 0,8 Ampere Stromstärke. Sowohl eine dicke Grund- als auch eine metallene Rückplatte bedecken dabei stets GPU, Speicher, VRMs und den Brückenchip.
AMDs Preisempfehlung für die Radeon HD 5970 liegt übrigens bei 599 US-Dollar. Im PCGH-Preisvergleich sind die ersten 5970er-Karten ab rund 500 Euro gelistet.
Bildergalerie
Mehr Infos zur Radeon HD 5970:
• 20.11.09: Geschichte der Multi-GPU-Grafikkarten - Update: Radeon HD 5970, Asus Mars, EVGA CO-OP Physx
• 19.11.09: Ati Radeon HD 5970: Dual-GPU-Modelle der Board-Partner - Update: Asus
• 18.11.09: Test Radeon HD 5970 (Hemlock): Die schnellste DirectX-11-Grafikkarte der Welt
• 18.11.09: Download: Ati Catalyst-Treiberpaket 9.11 WHQL für Radeon HD 5970 und Flash 10.1
• 18.11.09: Radeon HD 5970: Ab 560 Euro im PCGH-Preisvergleich, schlechte Lieferbarkeit
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