Palit Geforce GTX 680 Jetstream Test: Die neue High-End-Referenz?

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Palit und Gainward haben als erste Nvidia-Partner komplette Neuentwicklungen auf Basis der Geforce GTX 680 im Portfolio. Nachdem wir gestern Gainwards Geforce GTX 680 Phantom im Test hatten, folgt nun unser Ersteindruck zur Palit Geforce GTX 680 Jetstream. "Kepler done right" oder nicht?

GTX 680 Jetstream

Palit Geforce GTX 680 Jetstream im Test: Nachdem schon die Gainward Geforce GTX 680 Phantom im PCGH-Test zeigen konnte, dass sie das Nvidia-Referenzdesign hinter sich lässt, muss sich nun die Palit Geforce GTX 680 Jetstream beweisen. Die Karte nutzt eine identisch bestückte Platine wie die Phantom und auch die im BIOS vorliegenden Taktraten – 1.084/3.150 MHz (GPU/VRAM) anstelle von 1.006/3.004 MHz – sind dieselben. Der GPU Boost, die eigenständige Übertaktung des Kepler/GK104, kommt bei beiden Karten automatisch hinzu. Palit ist übrigens der Mutterkonzern hinter allen Palit- und Gainward-Grafikkarten – nur falls Sie sich über die Ähnlichkeiten wundern. Der gravierende Unterschied zwischen den Grafikkarten ist das verwendete Kühlsystem: Palits Karte nutzt einen neuartigen Kühler (Jetstream) mit dreifach ausgelegter Axialbelüftung, welcher inklusive Abdeckung drei Slots im Gehäuse beansprucht. Gelingt dem Design der Spagat aus hoher Kühlleistung und angenehmer Lautstärke?

Die komplette Spezifikation der Palit GTX 680 Jetstream im Vergleich mit der Nvidia-Referenz und weiteren Karten:

Modell Palit GTX 680 Jetstream Gainward GTX 680 Phantom Geforce GTX 680 Radeon HD 7970 Geforce GTX 580
Takt Grafikchip (Megahertz) 1.084 +Turbo 1.084 +Turbo 1.006 +Turbo 925 772
Takt Shader-ALUs (Megahertz) 1.084 +Turbo 1.084 +Turbo 1.006 +Turbo 925 1.544
Takt Grafikspeicher (Megahertz) 3.150 3.150 3.004 2.750 2.004
Shader-/SIMD-/Textureinheiten 1.536/8/128 1.536/8/128 1.536/8/128 2.048/32/128 512/16/64
Raster-Endstufen (ROPs) 32 32 32 32 48
Speicheranbindung (Bit) 256 256 256 384 384
Speichertransferrate (GByte/s) 201,6 201,6 192 264 192,4
SP-Rechenleistung (GFLOPS) 3.330 3.330 3.090 3.788 1.581
Dreiecksdurchsatz (Mio./s) 4.336 4.336 4.024 1.850 3.088
Pixeldurchsatz (GPix/s) 34,7 34,7 32,2 29,6 24,7
Texturleistung (GTex/s) 138,8 138,8 128,8 118,4 49,4
Übliche Speichermenge (MiB) 2.048 2.048 2.048 3.072 1.536
PCI-E-Stromanschlüsse 1x6- & 1x8-polig 1x6- & 1x8-polig 2x 6-polig 1x6- & 1x8-polig 1x6- & 1x8-polig

Palit Geforce GTX 680 Jetstream (7) Quelle: PC Games Hardware Palit Geforce GTX 680 Jetstream (7) Palit Geforce GTX 680 Jetstream: Der Kühler
Das im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Merkmal der Palit Geforce GTX 680 Jetstream ist ihr Kühlsystem: Palit erzeugt mit drei Axiallüftern einen "Strahlstrom" auf den Aluminiumlamellen, um den Kepler-Grafikchip und seine Gefährten effektiv zu kühlen. Nun sind hohe Windgeschwindigkeiten allein nicht zielführend, erzeugen sie doch unerwünschte Geräusche. Ähnlich Gigabytes Windforce-Design sind zwei der drei Propeller des Jets geneigt, mit einem weiteren Clou: Der mittlere Lüfter, Versorger der GPU, bietet 90 Millimeter Durchmesser, leuchtet im Betrieb blau und dreht sich in entgegengesetzter Richtung zu seinen schrägen 80-mm-Kollegen. Die Abwärme wandert dabei größtenteils am Heck und der Oberseite ins Gehäuse-Innere. Wie bei Gainward und dem Nvidia-Referenzdesign bedeckt eine massive Metallplatte sowohl den 2 GiByte großen VRAM als auch die Spannungsversorgung.

Palit Geforce GTX 680 Jetstream: Lautstärke und Leistungsaufnahme
Drei Propeller fördern deutlich mehr Luft als deren zwei, allerdings ist jeder zusätzliche Rotor auch eine Geräuschquelle. Dies zeigt sich bei der GTX 680 Jetstream vorwiegend im Leerlauf, denn hier erzeugt das Trio eine Lautheit von 0,9 Sone – das ist alles andere als laut, aber in ruhiger Umgebung wahrnehmbar. Unter Spielelast verdoppelt sich die Drehzahl nahezu, hier messen wir ein Surren der Stärke 3,6 auf der Sone-Skala. Das ist etwas lauter als bei der Gainward GTX 680 Phantom und auf Augenhöhe zum Nvidia-Design. Palit hat jedoch einen leichten Temperaturvorteil: Der Jetstream hält den Grafikchip auf 77 Grad Celsius. Hier bietet es sich an, die Drehzahl manuell zu senken: Mit 50 anstelle von 54 Prozent sinkt die Lautheit deutlich unter 3,0 Sone, mit 45 Prozent sogar auf 1,7 Sone (allerdings bei grenzwertigen 87 Grad Celsius GPU-Temperatur). Wir raten zu guter Gehäuselüftung.

  Palit GTX 680 Jetstream Gainward GTX 680 Phantom Geforce GTX 680 * Radeon HD 7970 Geforce GTX 580 *
Lautstärke      
Leerlauf 0,9 Sone 0,3 Sone 0,9 Sone 0,7 Sone 0,8 Sone
Bad Company 2 3,6 Sone 3,3 Sone 3,5 Sone 5,7 - 6,1 Sone** 3,4 Sone
Leistungsaufnahme      
Leerlauf 16 Watt 15 Watt 15 Watt 22 Watt 33 Watt
Bad Company 2 159 Watt 162 Watt 174 Watt 195 Watt 221 Watt
* Referenzkarte von Nvidia
** Das von AMD gelieferte Muster weicht mit 4,1 Sone deutlich nach unten ab
.

Die Leistungsaufnahme der GTX 680 Jetstream deckt sich im Rahmen einer leichten Streuung mit der Gainward GTX 680 Phantom und den uns vorliegenden Referenzkarten. Die erzielten 16 Watt im Leerlauf und 159 Watt unter typischer Spielelast sind im High-End-Bereich sehr gut – AMDs Radeon HD 7970 rangiert bei mindestens 20 respektive 190 Watt.

Palit Geforce GTX 680 Jetstream: Spieleleistung
Dank identischer werkseitiger Übertaktung rechnet die Palit Geforce GTX 680 Jetstream auf Augenhöhe zur Gainward GTX 680 Phantom und damit zwischen drei und fünf Prozent vor Nvidias Referenzdesign. Der Basistakt beträgt stets mindestens 1.084 MHz, normalerweise sorgt der GPU Boost für ein deutliches Plus: Bei normaler Spielelast rechnet die GTX 680 Jetstream nahezu konstant mit 1.163 MHz, während Nvidias Vorgabe normalerweise mit 1.097 MHz arbeitet. Wer möchte, tauscht seinen Garantieanspruch gegen etwas mehr Takt – das maximale TDP-Limit von 150 Prozent (üblich: 132 Prozent) lädt zum Spielen ein; die GPU-Spannung beträgt aber nach wie vor maximal 1,175 Volt.

Palit Geforce GTX 680 Jetstream: Fazit
Das Design der Palit Geforce GTX 680 Jetstream ist nicht nur äußerlich gelungen, unter der blau beleuchteten Haube stecken eine hohe Geschwindigkeit und niedrige Temperaturen. Die Jetstream gehört neben ihrer Gainward-Schwester Phantom zu den schnellsten Grafikkarten, die Sie derzeit kaufen können – wenn sie lieferbar ist. Die beim Spielen erzeugte Lautheit rangiert auf dem Niveau der Referenzkühlung. Während letztere jedoch am Limit arbeitet, haben die Palit'schen Custom-Designs im wahrsten Sinne des Wortes Luft nach oben.

Weitere Informationen und Messwerte zu dieser Grafikkarte (neben weiteren High-End-Geschossen) finden Sie in der kommenden PCGH 06/2012 (Mai-Ausgabe). Hier nehmen wir alle verfügbaren Neuerscheinungen ausführlich unter die Lupe und geben Tipps zur optimalen Nutzung. Ein Preis für die Palit Geforce GTX 680 Jetstream ist indes unbekannt, wir spekulieren bei ausreichender Lieferbarkeit aber auf ein Niveau um 500 Euro. Die Karte soll im Laufe der kommenden zwei Wochen verfügbar sein.

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    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HENTAI Komplett-PC-Käufer(in)
        Also wenn ich das so sehe bin ich imo noch abgeneigt von hersteller custom designs.
        ich hätte allerdings dazu ne frage... ich habe mal iwo im inet gelesen das evga z.b. sehr tollerant ist was eigens selbst installierte lüfter angeht wegen garantie, stimmt das? weil dann würde ich mir einfach ne evga 680 kaufen und dann warten bis es bessere lüfter alternativen gibt
      • Von HENTAI Komplett-PC-Käufer(in)
        Also wenn ich das so sehe bin ich imo noch abgeneigt von hersteller custom designs.
        ich hätte allerdings dazu ne frage... ich habe mal iwo im inet gelesen das evga z.b. sehr tollerant ist was eigens selbst installierte lüfter angeht wegen garantie, stimmt das? weil dann würde ich mir einfach ne evga 680 kaufen und dann warten bis es bessere lüfter alternativen gibt
      • Von Rizzard Trockeneisprofi (m/w)
        Bisher geben die Custom-Designs ja nicht viel her. NV hat da wohl schon von Anfang an recht gute Arbeit geleistet.
        Den Mehrpreis kann man sich fast sparen.
      • Von Ralle@ BIOS-Overclocker(in)
        Wenn ich schon DCII lese, denke ich sofort an klackernde Lüfter
        Und die Twin Frozr konnten mich auch noch nie überzeugen. Ich meine wie sollen flache Lüfter genügend Luft scheffeln und dabei noch leise bleiben?! Das ist immer ein Kompromiss. Dabei wäre die Lösung so einfach. Man nehme einen Arctic Accelero Xtreme und schon herrscht ruhe im Case und kühl bleiben die Karten auch. Warum sich die Hersteller da immer noch an eigenen Lösungen versuchen liegt wahrscheinlich weils billig sind.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von GoldenMic
        Jetstream udn Phantom. Wo ist da der große Unterschied? In beiden Fällen bekomme ich teure, recht schnelle aber sau Laute Grafikkarten. Sowas muss ich nicht haben. Grade nicht für über 500€.

        Da stimme ich dir zu.
        Viel besser als das Referenzdesign sind die nicht.
        Ich hoffe mal auf MSI und auf Asus.

        Weiß jemand wann die Asus DCII kommt?
      • Von GoldenMic Kokü-Junkie (m/w)
        Jetstream udn Phantom. Wo ist da der große Unterschied? In beiden Fällen bekomme ich teure, recht schnelle aber sau Laute Grafikkarten. Sowas muss ich nicht haben. Grade nicht für über 500€.
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